Mittwoch, 8. Oktober 2008

herbstDichter Nebel, nasses Laub und erstes Glatteis – der Herbst erfordert besondere Vorsicht von den Verkehrsteilnehmern. Der ADAC hat Tipps zusammengestellt, um sicher durch diese Jahreszeit zu kommen. 

Grundsätzlich gilt: Vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anpassen. Mit der Faustregel „Sichtweite ist gleich Sicherheitsabstand“ lassen sich viele Unfälle vermeiden. Das bedeutet: Liegt die Sicht unter 50 Metern, sollte auch der Tacho nicht mehr als 50 km/h anzeigen. Als Orientierungshilfe dienen die Leitpfosten am Straßenrand. Sie sind auf Bundesstraßen und Autobahnen im Abstand von 50 Metern aufgestellt. Gleichzeitig bedeutet eine Sicht unter 50 Metern: Nebelschlussleuchte einschalten. Haben sich die Sichtverhältnisse wieder gebessert, muss sie jedoch wieder ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht unnötig zu blenden.

Feuchte Witterungsverhältnisse, die im Einzelfall auch zu Glatteis führen können, lassen bereits an Winterreifen denken. Der Reifenwechsel sollte bis Mitte November vollzogen sein, denn spätestens ab dann ist mit Schneefällen und Raureif zu rechnen. Die Lamellenkanten der Winterreifen bieten bei solchen Bedingungen besseren Grip. Bei gebrauchten Winterreifen ist zudem zu beachten: Mit weniger als vier Millimetern Profiltiefe sollte nicht in den Winter gestartet werden.

Darüber hinaus ist derzeit auf den Straßen mit Verunreinigungen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge zu rechnen. Das so genannte Bauernglatteis macht eine defensive Fahrweise mit gedrosseltem Tempo nötig.

Durch die abgeernteten Felder ergibt sich eine weitere Gefahr für die Verkehrsteilnehmer: Wildwechsel. Schwarz- und Rotwild, Füchse und Hasen finden nicht mehr genügend Schutz und queren auf der Flucht in schützende Wälder oftmals Straßen. Auch entlang vieler Alleen tummeln sich im Herbst die Wildtiere, um sich mit Kastanien und Eicheln einen Vorrat für den Winter anzufressen. Hier gilt ebenfalls: Fuß vom Gas und mit Weitsicht fahren.

Foto: ADAC



Montag, 1. Oktober 2007

reh_auto_8.jpgAngesichts der im Herbst zunehmenden Wildwanderungen haben der ADAC und der Auto Club Europa vor dem erhöhten Unfallrisiko gewarnt. Ein Grund dafür sei, dass die Morgen- und Abenddämmerung nun mit den Wildwechselzeiten zusammenfalle. Laut Deutschem Jagdschutz-Verband werde rund jedes fünfte Reh auf der Straße “erlegt”.

Rot- und Schwarzwild, Kaninchen und Füchse finden auf den abgeernteten Wäldern nicht mehr genügend Schutz und flüchten in die Wälder. Dabei müssen sie oft Straßen überqueren. Außerdem tummeln sie sich vermehrt an Alleen, um sich mit Kastanien, Eicheln oder Fallobst einen Vorrat für den Winter anzufressen.

Für die Autofahrer bedeutet das in den kommenden Wochen vor allem in der Dämmerung besonders vorsichtig an Wald und Feld vorbeizufahren. Es gilt die Faustregel: Wo ein Wald, da ein Reh. Wichtig ist die Geschwindigkeit zu reduzieren und allzeit bremsbereit zu sein. Vor allem auf Straßen mit Wildwechselschildern ist Obacht geboten, aber eben nicht nur dort.

Kommt es doch zum Zusammenprall, – Verkehrsexperten raten übrigens dazu, eher einen gebremsten Crash in Kauf zu nehmen, als ein Ausweichmanöver zu versuchen – muss die Polizei verständigt werden. Auch aus versicherungstechnischen Gründen, denn die Kasko zahlt nur, wenn eine Bescheinung der Polizei oder des Jagdpächters vorliegt.

Foto: ADAC