Die Radwanderroute Wikinger-Friesen-Weg verläuft entlang des alten Handelsweges der Wikinger und Friesen quer durch Schleswig-Holstein von St. Peter- Ording bis nach Maasholm an der Ostsee. Auf gut ausgeschilderten Strecken finden sich Zeugnisse vergangener Kulturen von der Jungsteinzeit bis in die Wikingerzeit. Die landschaftlich attraktive Radfernroute macht auf Eiderstedt einen Rundkurs und führt über Friedrichstadt in die Eider-Treene-Sorge Region. Die weltweit am besten erhaltene Handelsstation der Wikinger “Haithabu” liegt als lebendiger Schauplatz der Wikingerkultur direkt am Weg.
Auf dem Wikinger-Friesen-Weg radelt man durch alle Naturräume Schleswig-Holsteins: die Marsch an der Nordsee, die Hohe und Niedere Geest im Binnenland, das Östliche Hügelland an der Ostsee. Wie auf einer Zeitreise erlebt man auf historischen Spuren mehrere kulturgeschichtliche Epochen. So finden sich entlang des Weges Zeugnisse aus den unterschiedlichen und sogleich interessanten Zeitabschnitten der Region.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört Friedrichstadt, das von Holländern gegründet und im Stil der Holländer erbaut wurde. Wissenswertes erfährt man über die Spuren der Holländer und Dänen an Eider und Treene. Man kann das einzigartige Flair Friedrichstadts erleben, das nicht zuletzt durch die besondere kulturelle und religiöse Vielfalt bestimmt wird. Sehenswert ist auch das Eidersperrwerk in Tönning. Es entstand in Reaktion auf die große Sturmflut 1962 als damals größter Dammbau Europas. Die Anlage besitzt fünf riesige Sieltorpaare von je 40 Metern Breite, die den Wasserstand regulieren sollen. Die Geschichte Schleswigs ist eng mit den Wikingern verwoben. Vor über 1000 Jahren war Haithabu der bedeutendste Handelsplatz Nordeuropas. Heute steht in der Nähe des ehemaligen Wikinger-Siedlungsplatze ein sehenswertes Museum, das lebt – vor allem im rekonstruierten Wikingerdorf direkt am Haddebyer Noor. Und das ist längst noch nicht alles, was sich entlang der Route anzuschauen lohnt.
Foto: Wikinger-Friesen-Weg