Sonntag, 7. Dezember 2008
Eine meiner ersten Touren, nachdem die Grenzen offen waren, uternahm ich nach Dresden. Auf dem dortigen Striezelmarkt, so heißt der Weihnachtsmarkt in Elbflorenz, wollte ich den echten Dresdner Christstollen besorgen. Und er war ein wahrer Genuss, nicht zu vergleichen mit dem, was in den Supermarktregalen außerhalb der sächsischen Landeshauptstadt zu bekommen ist. Und nicht nur deswegen lohnt der Besuch eines der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland.
Seit mehr als einem halben Jahrtausend ist in der sächsischen Landeshauptstadt der Markt beheimatet, der zu den ältesten deutschen Weihnachtsmärkten zählt. Bereits im 15. Jahrhundert ist er in Verbindung mit christlichen Bräuchen zum Heiligen Abend entstanden. Sein Ursprung geht auf ein landesherrliches Privileg von 1434 zurück. Der Striezel gab dem Markt im ausgehenden Mittelalter seinen Namen und hat seinen Fortbestand im echten Dresdner Christstollen.
Bis heute ungebrochen an Beliebtheit sind die traditionell an den Marktständen erhältlichen Erzeugnisse sächsischer Volkskunst: Blaudruck und Keramik aus der Lausitz, Korbwaren und Plauener Spitzen sowie Schnitzereien und gedrechselte Waren aus dem Erzgebirge. Ebenso begehrt sind die bis heute aus Papier gefertigten Herrnhuter Sterne aus der Lausitz, die unzählige Wohnungen, Kirchen und Straßen in der Advents- und Weihnachtszeit schmücken, Licht spenden und symbolisch auf den Stern von Bethlehem hinweisen. Das Angebot runden mundgeblasener Baumschmuck aus der thüringischen Glasbläserstadt Lauscha und kulinarische sächsische Köstlichkeiten ab.
Ein Höhepunkt des Striezelmarktes ist das Stollenfest: Ein rund vier Tonnen schwerer Riesenstollen zieht vom Zwinger über Semperoper, Hofkirche und Frauenkirche bis zum Striezelmarkt. Das Backwerk wird begleitet von historischen Figuren und den Bäckern und Konditoren des Stollenschutzverbandes. Auf dem Striezelmarkt wird unter Schirmherrschaft des Stollenmädchens der Stollen mit dem »Dresdner Stollenmesser« angeschnitten und anschließend an die Besucher des Festes verkauft.
An zentraler Stelle des Striezelmarktes dreht sich die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide. Mit ihrer respektablen Höhe von 14,61 Meter und den 42 Figuren schaffte sie den Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde. Beim alljährlichen Pyramidenfest bieten Chöre, Gesangsgruppen und Solisten weihnachtliche Vokalmusik dar und wetteifern um die Preise in Form von Pyramiden aus dem Erzgebirge.
Foto: Marco Barnebeck/Pixelio
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Die Initiative “Weihnachtliches Hamburg” glänzt mit Neuerungen in der diesjährigen Weihnachtsmarktsaison. Erstmals werden Hamburger Weihnachtsmärkte bis Silvester geöffnet haben. Die besinnlichen Tage gehen in der Freien und Hansestadt in die Verlängerung.
In der Adventszeit gibt es ein Fest der Sinne – von nostalgischen Attraktionen auf dem Historischen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus bis zum romantischen, in warme Decken gehüllten Entspannen in einem der Cafés mit Panoramablick an der Binnenalster. Zum ersten Mal werden die Buden und Stände Hamburg nicht nur bis Heiligabend, sondern sogar bis zum Jahreswechsel in ein strahlendes Lichtermeer tauchen.
Die Märkte auf der Spitalerstraße, am Gerhart-Hauptmann-Platz, an der St.-Petri-Kirche sowie am Gänsemarkt werden bis 30. Dezember, der Weihnachtsmarkt sogar noch bis zur Silvesternacht um 2 Uhr morgens geöffnet sein. So duftet es in der Innenstadt von Hamburg noch bis über die traditionellen Weihnachtstage hinaus nach Lebkuchen und Bratäpfeln, können sich die Besucher bis Silvester an heißem Punsch wärmen.
Foto: Hamburg Tourismus GmbH
Samstag, 8. Dezember 2007
Auch alte Rostocker erleben ihre Stadt in der Vorweihnachtszeit mit Staunen. Der größte Weihnachtsmarkt Norddeutschlands legt der historischen Innenstadt die schönste Festtagsdecke des Jahres auf. Mit den prächtig geschmückten Karussells und Verkaufsständen von rund 250 Schaustellern und Markthändlern aus allen 16 Bundesländern sowie Schweden, Finnland und dem Baltikum wird eine faszinierende Atmosphäre geschaffen.
Auf rund 3,2 Kilometern Länge geht es über den Markt, vorbei an historischen Giebelhäusern der Gotik, des Barock oder der Renaissance. Vor dem ehrwürduigen Rathaus steht das 34 Meter hohe Riesenrad. Uralte Handwerkskunst wird demonstriert und im Zelt lauschen die Kinder den Geschichten der Märchenerzählerin. An jedem Wochenende gibt es auf der Märchenschloss-Bühne ein Stück mit dem Weihnachtsmann, der Märchentante, der Eisprinzessin und dem Gestiefelten Kater.
Überhaupt: Kein anderer Markt im Norden Deutschlands hat ein so vielfältiges Kinderprogramm zu bieten wie der in der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Rund 60 Veranstaltungen gibt es, jeder Tag ist ein Spieltag auf der Bühne. Doch auch die großen Besucher kommen beim Rostocker Wintermärchen, das bis zum 22. Dezember andauert, nicht zu kurz.
Foto: Großmarkt Rostock
Samstag, 1. Dezember 2007
Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist wohl der berühmteste Deutschlands. Aber auch sein kleiner Bruder im benachbarten Erlangen kann sich sehen lassen. Schon seit mittlerweise über 30 Jahren erstrahlt der Erlanger Schlossplatz zur Vorweihnachtszeit in gemütlichem und besinnlichem Licht. Vor der Kulisse des Markgrafenschlosses im Zentrum der Innenstadt lädt der Weihnachtsmarkt Groß und Klein zu stimmungsvollen Stunden ein.
Vielfältige weihnachtliche Geschenkideen, die an den schön geschmückten Ständen angeboten werden, sind nicht alles, was der Weihnachtsmarkt zu bieten hat. Neben Bratwurst, Schaschlik und Pommes locken gebratene Champignons, warme Süßspeisen und andere Gaumenfreuden. Die liebevoll gestaltete Krippe und ein Kinderkarussell bringen nicht nur die Augen der kleinen Besucher zum Leuchten.
Das musikalische Rahmenprogramm, das von Chören und Blechbläsergruppen aus Erlangen und Umgebung gestaltet wird, sorgt für eine besinnliche und anheimelnde Atmosphäre. Der Höhepunkt auf dem Weihnachtsmarkt wird am 10. Dezember der Besuch des Nürnberger Chrstkindes sein. Am 10. Dezember wird es alle Wunschzettel der Kinder gerne an sich nehmen.
Foto: Stadt Erlangen
Freitag, 30. November 2007
Die Adventszeit beginnt zwar erst am Sonntag, 2. Dezember, aber trotzdem hat so mancher zwischen Job, Weihnachtseinkäufen und Hausarbeit wenig Zeit für einen gemütlichen Becher Glühwein auf einem Weihnachtsmarkt. Da hat der Ostsee-Blog eine tolle Initiative entdeckt. Der Schweriner Weihnachtsmarkt hat nämlich – außer an den Weihnachtsfeiertagen – bis zum Silvesterwochenende geöffnet. Und der Eierpunsch schmeckt schließlich auch zwischen den Jahren.
Der weihnachtliche Markt mit Ständen am Pfaffenteich über den Marktplatz bis hin zum Schlachtermarkt verleiht der gesamten Altstadt der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns ein adventliches Flair. Der Marktplatz mit dem geschmückten Weihnachtsbaum und dem zauberhaften Märchenland bringt Kinderaugen zum Leuchten.
Dafür sorgt auch der tägliche Besuch des Weihnachtsmannes. Vorführungen der “Kleinen Künstler” sorgen für einen aufregenden Tag auf dem Mäkelborger Weihnachtsmarkt. Erstmalig wird der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr bis zum 29. Dezember fortgesetzt.
Foto: Stadtmarketing Schwerin
Dienstag, 27. November 2007
Vom Historischen Rathaus, in der Vorweihnachtszeit der größte Adventskalender der Region, durch die “Sternengasse” bummeln zum Markt- und Domplatz mit dem illuminierten Dom – Diese einmalige Atmosphäre bietet nur der Paderborner Weihnachtsmarkt. Vom 28. November bis zum 23. Dezember hat er geöffnet.
Strahlender Mittelpunkt ist wieder der Dom, dessen Turm und Schiff Lichtdesigner in Szene setzen. Zwischen ihm und der ebenfalls illuminierten Gaukirche bauen 66 Beschicker, vor allem Kunsthandwerker, ihre Stände auf. Auf der Veranstaltungsbühne gibt es täglich Konzerte und andere Attraktionen.
In der “Sternengasse” weisen bis zu zwei Meter große Sterne mit wechselnden Farben dem Besucher den Weg vom Dom zum Rathaus. Eine weitere Attraktion auf dem Paderborner Weihnachtsmarkt ist die lebendige Krippe mit Esel, Ochs’ und Schafen an der Marktkirche. Gleich nebenan servieren Paderborner Landfrauen schmackhafte Eigenkreationen wie “Heiße Bäuerin” oder “Heißer Wilhelm”. Getrunken wird natürlich aus der Weihnachtsmarkttasse 2007, die nicht nur ein Gefäß, sondern auch ein begehrtes Sammelobjekt ist.
Foto: Stadt Paderborn
Montag, 26. November 2007
Vor geschichtlichem Hintergrund und einzigartiger Kulisse wurde in diesem Jahr erstmals der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg in Berlin eröffnet. Ein ausgesuchtes Warensortiment, kulinarische Spezialitäten ein barockes Ambiente und ein hochwertiges Erscheinungsbild sollen Groß und Klein begeistern.
In seiner über 300-jährigen Geschichte präsentiert sich das Schloss erstmals als Gastgeber eines Weihnachtsmarktes. Dem historischen Ambiente angemessen, richtet sich die aufwändige Dekoration an höchsten Ansprüchen aus. Mit rund 250 internationalen Anbietern wurden die vorgelagerten Parkanlagen zusammen mit dem Ehrenhof und Bereichen der Schlossanlage selbst in ein einzigartiges Ensemble verwandelt.
Neben nächtlichen Sonderöffnungen des Schlosses Charlottenburg, Biedermeier-Sonderschauen und Weihnachtsausstellungen wurden ausschließlich in Holzhütten thematisierte Marktbereiche für ausgesuchtes Kunsthandwerk, alte Handwerkskünste und gehobene Gastronomie bis zu kulinarischen Spitzenangeboten in eine attraktive Erlebnisfläche gestaltet. Die aufwändige Lichtillumination der Gebäude und Parkbereiche integriert ein historisch anmutendes Fahrgeschäfteangebot sowie Themenzelte und ein speziell ausgearbeitetes Rahmenprogramm für Familien und Kinder auf dem Markt.
Foto: Werbeteam Berlin
Samstag, 24. November 2007
“Die Stadt zum Bleiben”. So lautet das Motto von Koblenz. Besonders zur Weihnachtszeit findet es seine Erfüllung. Über 300.000 Besucher aus dem In- und Ausland haben sich im vergangenen Jahr vom Weihnachtsmarkt der Mosel-Rhein-Stadt verzaubern lassen. In diesem Jahr geht der Zauber nach dem Totensonntag bis zum 23. Dezember.
In festlicher Kulisse erwartet der traditionelle Markt in der Altstadt unmittelbar in der Nähe von Fußgängerzone und Einkaufsstraßen die Besucher. Über 100 Verkaufsstände bieten alles, was zu Weihnachten gehört. Von dekorativem Kunsthandwerk über Weihnachtsschmuck bis zu kulinarischen Genüssen.
Das anspruchsvolle Unterhaltungsprogramm Christmas Vokal wird im Innenhof des Rathauses veranstaltet. Auch auf den Straßen und Plätzen gibt es kulturelle Angebote, etwa auf der Bühne an der Liebfrauenkirche, auf der Manfred Gniffke die Weihnachtsgeschichte in der für Koblenz typischen “Moddersprach” erzählen wird. Auf dem Münzplatz locken die neue Rodelbahn, das Zelt mit dem Mammutskelett, das Kinderkarussell und viele weitere Attraktionen auf den Weihnachtsmarkt.
Foto: Stadt Koblenz
Donnerstag, 22. November 2007
Einen Erlebnismix aus Weihnachtsmarkt und Shopping präsentiert die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf bis zum 23. Dezember. Rund um die Königsallee laden sechs Themenwelten in den beliebtesten Einaufsstraßen der Stadt zu einem vorweihnachtlichen Streifzug ein.
Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt wurde an verschiedenen Orten der Innenstadt individuell inszeniert. Premiere feiert in diesem Jahr der Sternchenmarkt am Stadtbrückchen. Funkelnde Sterne und riesige Kristalle tauchen dort himmelblau bemalte Stände in eine imposante Winterlandschaft. Auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus bieten zahlreiche Kunsthandwerker in historischen Hütten ihre Waren an.
Der vom Jugendstil geprägte Engelchen-Markt sorgt auf dem Heinrich-Heine-Platz in der Altstadt für Aufsehen. Auf der Flinger Straße wird das weihnachtliche Angebot in nachgebildeten und handbemalten Düsseldorfer Bürgerhäuschen präsentiert. Besonders familienfreundlich zeigt sich der Weihnachtsmarkt am Schadowplatz mit Karussells und Kinderaktionen. Santa-Claus-Mützen im XXL-Format, Rentiere und bunte Lichter schmücken die Häuschen auf der Schadowstraße.
Foto: Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
Dienstag, 6. November 2007
Der Countdown auf der Internetseite zeigt es sekundengenau an. Kein Wunder, schließlich ist Vorfreude die beste Freude. In etwas mehr als drei Wochen wird der Bremer Weihnachtsmarkt eröffnet. Und den halten nicht nur die Organisatoren, sondern auch die zahlreichen Besucher für einen der schönsten Märkte Deutschlands.
Vom 29. November bis zum 23. Dezember erstrahlt die Innenstadt im warmen Lichterglanz. Rund 180 Verkaufsstände bieten alles, was das vorweihnachtliche Herz begehrt. Neben Kunsthandwerk, Baumschmuck und Kerzen in allen Formen und Farben macht der Duft von gebrannten Mandeln, Waffeln und anderen Leckereien den Besuch zu einem Genuss für alle Sinne.
Turmbläser und Fahrten mit dem winterlich geschmückten Schlitten erinnern an die gute alte Zeit. Natürlich fehlen auch nicht die Bremer Stadtmusikanten und das tägliche Öffnen eines Adventskalendertürchens auf dem Weihnachtsmarkt steigert die freudige Spannung noch zusätzlich.