Samstag, 3. November 2007

dom.jpgDer Hamburger Dom ist ein Stück Tradition der Hansestadt. Er gilt als das größte Volksfest des Nordens und mit drei Veranstaltungen jährlich als das längste Volksfest Deutschlands. Der Winterdom sorgt vom 9. November bis zum 9. Dezember für Spaß, Nostalgie und Nervenkitzel auf dem Heiligengeistfeld.

Der Dom hat seine Ursprünge im elften Jahrhundert, als Händler und Handwerker, aber auch Gaukler und Quacksalber im Marien-Dom Schutz vor Wind und Wetter suchten. Dem Erzbischof Burchard von Bremen war das bunte Treiben in dem Gotteshaus ein Dorn im Auge. Das 1334 ausgesprochene Hausverbot wurde jedoch drei Jahre später wieder aufgehoben.

1804 wurde der Dom abgerissen. Die Händler und Schausteller zogen durch die Hamburger Stadtteile, hatten keinen festen Sitz. Den bietet ihnen seit 1893 das Heiligengeistfeld. Der Name aber blieb. 1947 kam zum Winterdom noch der Sommerdom hinzu und seit 1948 wird auch der Frühlingsdom gefeiert.

Gute Laune, Frohsinn und Unterhaltung sind Trumpf beim Bummel durch drei Kilometer bunter Buden, nostalgischer Karussells und High-Tech-Fahrgeschäfte. Für Romantiker dreht sich das alte Pferdekarussell, wer Illusionen liebt, kann sich in der guten alten Schaubude verzaubern lassen. Auch die Liebhaber des Rasanten kommen auf ihre Kosten. Und die Gastronomie auf dem Dom bietet von der Wurst in der Hand  bis zum feinen Menü so ziemlich alles.



Donnerstag, 11. Oktober 2007

reparatur_brcke_0611007_029_186759.jpgSie ist endlich fertig. Am Wochenende vom 19. bis 21. Oktober wird die neue Rügenbrücke von Bundeskanzlerin Merkel eingeweiht. Das von den Rüganern wohl nicht ganz zu Unrecht so bezeichnete historische Ereignis wird von einem dreitägigen Volksfest umrahmt.

Vor gut drei Jahren gaben der damalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und Ministerpräsident Harald Ringstorff den Startschuss für die zweite Strelasundquerung, die den im Sommer hoffnungslos verstopften Rügendamm (alle Rügen-Urlauber können davon ein Klagelied singen) entlasten soll. Der 128 Meter hohe und 850 Tonnen schwere Pylon ist schon weithin sichtbar. Mit vier Kilometern ist die neue Rügenbrücke auch eine der längsten Deutschlands. Mit zehn 35 Meter hohen Betonpfählen ist ihr Herzstück im Boden verankert.

Am Eröffnungswochenende wird die Brücke allerdings noch nicht für Entlastung sorgen, denn dann gehört sie Fußgängern, Walkern, Joggern und Radfahrern. In Stralsund und auf Rügen wird an zahlreichen Veranstaltungsorten gefeiert. Auf verschiedenen Bühnen wird ein Unterhaltungsprogramm geboten, zu dessen Höhepunkten die Auftritte von Ute Freudenberg und den Puhdys gehören.



Mittwoch, 3. Oktober 2007

wanetschka_0041_149002.jpgWenn das Jahr an der Schwelle zur dunklen Jahreszeit steht, beginnen Bremens schillerndste Tage. Vom 19. Oktober bis zum 4. November steht die Stadt an der Weser Kopf und wird zu Deutschlands Hochburg der guten Laune und langen Nächte. Dann steigt dort nämlich wieder der Bremer Freimarkt, das größte Volksfest im Norden, und es heißt: Ischa Freimaak!

Jährich kommen Millionen Menschen, um sich an dem Ereignis der Superlative zu berauschen. Die Bremer sind auch überzeugt davon, dass sich keiner so gut aufs Feiern versteht wie die Hansestadt an der Weser. Fest steht, dass die Stadt bereits seit dem Jahr 1035 die Marktgerechtigkeit zelebriert und damit über die längste Volksfest-Tradition in Deutschland verfügt.

Auf der Bürgerweide sorgen 320 Schausteller auf 100.000 Quadratmetern mit ihren Fahrgeschäften für Unterhaltung. Mit dabei sind auch Attraktionen der neuesten High-Tech-Generation. Wer es beschaulicher mag, bummelt über den kleinen Freimarkt auf dem Marktplatz. Dort erwartet die Besucher ein Fest der Sinne mit dampfendem Schmalzgebäck, duftenden Mandeln und würziger Lakritze.

Die Reise in die Vergangenheit ist nur ein Gang um die Ecke. Zwischen den historischen Mauern von Rathaus und Liebfrauenkirche beginnt das Mittelalter im Marktdörflein von 1382. Händler bieten ihre Waren feil, an offenen Feuerstellen zeigen Schmiede, Glasbläser und Steinmetze ihr Handwerk, während Gaukler und Sänger von den alten Zeiten des Freimarkts berichten.



Dienstag, 25. September 2007

img6.jpgMünchen hat die Wiesn, Stuttgart den Wasen. Genauer gesagt der Ortsteil Bad Cannstatt der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Mit rund 400 Schaustellern ist das Cannstatter Volksfest das größte Schaustellerfest Europas. Und in diesem Jahr wird noch eine besondere Premiere gefeiert. Erstmals öffnen Buden, Zelte und Fahrgeschäft bereits am Freitag statt am Samstag. Das bedeutet ab 28. September einen Tag länger Spaß auf dem Cannstatter Wasen.

Bis zum 14. Oktober sorgen Schausteller und Wirte für die unverwechselbare Volksfest-Atmosphäre. Das lange Eröffnungswochenende bietet mit dem Umzug der Zünfte und ereine am 30. September einen weiteren Höhepunkt, mit dem das Volksfest 1818 seinen Anfang nahm. Rund 3500 Teilnehmer und etwa 50 prunkvoll geschmückte Brauerei- und Festwagen starten am Kursaal und ziehen dann durch die Cannstatter Innenstadt zum Wasen.

Doch auch nach dem ersten Wochenende lockt das Volksfest Besucher jeden Alters und aus der ganzen Welt an. Fahrgeschäfte sorgen ebenso für Vergnügen wie der Krämermarkt, auf dem es bei einem Einkaufsbummel viel Besonderes zu entdecken gibt. Kapellen und Bands sorgen auf den Bühnen der vier Festzelte für die richtige Stimmung. Das Bier fließt, aber auch Weinkenner kommen auf dem Wasen auf ihre Kosten.

Foto: in.Stuttgart