Mittwoch, 5. September 2007

0603140011a.jpgMan muss nicht mehr Sarah Connor oder Gülcan heißen, nach Hawaii oder Kapstadt reisen, um am Strand heiraten zu können. Bisher hatte es die Gesetzeslage nicht zugelassen, aber zusammen mit dem zuständigen Standesamt hat das Hotel Hanseatic auf Rügen ein Modellprojekt ermöglicht, dass es Paaren ermöglicht, sich am Strand trauen zu lassen.

Auf der größten Insel Deutschlands gibt es auch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich in einem außergewöhnlichen Rahmen trauen zu lassen. Dazu gehören die fast 400 Kilometer lange Seebrücke von Sellin, die Orangerie im Schlosspark Putbus und der Schinkel-Leuchtturm auf Kap Arkona. Auch auf einem Schiff können Hochzeitspaare in den Hafen der Ehe einlaufen.

Wer noch den ersten Schritt tun muss, kann sich auch auf die Rügener Hotels verlassen. Zahlreiche von ihnen bieten romantische Arrangements, die den perfekten Rahmen für die alles entscheidende Frage bieten.



Sonntag, 2. September 2007

rutsche2.jpg25 Grad, heiter und trocken. Wassertemperatur 28 bis 31 Grad. Ja, das ist ein aktueller Wetterbericht aus Deutschland. Zugegeben, weder von Nord- noch Ostseeküste oder einem der großen Seen. So sind die klimatischen Verhältnisse im Tropical Islands in Brandenburg.

Im Hochsommer macht es wenig Sinn, in ein überdachtes Badeparadies zu fahren. Schließlich locken die Strände und Ufer. Doch nun lässt sich der Herbst wohl nicht mehr aufhalten und warum dem Fröstelwetter nicht entfliehen? Mitten im Spreewald lädt Tropical Islands zu einem günstigen Trip in die Südsee ein.  In der größten freitragenden Halle Europas entstand durch exotische Palmen und Pflanzen, Wasserlandschaften und zahlreiche Attraktionen ein einmaliges Reiseziel.

Thailand, Kenia und die Amazonasregion sind im Tropischen Dorf nur wenige Schritte voneinander entfernt. Die höchste Wasserrutsche Deutschlands startet bei 25 Metern und auf der Turborutsche wird man bis zu 70 Stundenkilometer schnell. Das gastronomische Angebot reicht von indischer Tandoory-Küche bis zu tropischem Barbecue. Natürlich können auch exotische Cocktails geschlürft werden. Der Abend endet stets mit einer farbenprächtigen Show.

Doch dann muss der Besuch in Tropical Islands noch nicht beendet werden. In den Regenwald Camps stehen nämlich Zelte in unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Sie sind ausgestattet mit Matratzen, Spannbettlaken und Kopfkissen. Günstiger lässt sich Campen in den Tropen wohl nicht bekommen.



Dienstag, 7. August 2007

nils_allwardt_0011.jpgZu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen an italienischen Stränden gehört das Boccia-Spiel. Eine kleine Kugel wird in den Sand geworfen und die Spieler versuchen aus einigen Metern Entfernung ihre bunten größeren Kugeln so nah wie möglich an das Ziel zu befördern. Dabei können sich wahre Dramen abspielen, ich habe selbst schon jähzornige Mitspieler erlebt, die kurz davor waren einen Zollstock aus dem Supermercato zu besorgen, um ihren Sieg zu beweisen.

Die Französische Verwandte heißt Boule, was ebenso wie im Italienischen das Wort für Kugel ist. Nicht der Strand, sondern ein trockener fester Platz mit ein paar Schatten spendenden Bäumen ist das ideale Spielfeld für das in Frankreiche Pétanque genannte Spiel. Boule ist dort nämlich der Name für seine Sportvariante.

Wie bei vielen große Erfindungen half auch beim Boule der Zufall. Jules Le Nois war verbittert. Tatenlos musste er den Spielern auf dem Bouleplatz von La Ciotat, 30 Kilometer von Marseille entfernt, zusehen. Wegen einer Behinderung am Bein konnte er nicht mitspielen. Um seinem Unmut Luft zu machen, begann er seine Kugeln auf kurze Distanz zu werfen. In einer Spielpause kam sein Freund Ernest Piotet hinzu, machte mit wie bald darauf einige andere mehr. Die Freizeitvariante des Boule war erfunden. Noch heute erinnert eine Gedenktafel an der Mauer des Pétanque-Platzes an das denkwürdige Ereignis von 1910.

Jedenfalls galt dies lange Zeit als Ursprungsjahr. Doch Anfang 2007 erklärten das Museum in La Ciotat und der Französische Pétanque-Verband, dass die legendäre erste Partie bereits 1907 stattgefunden habe. So konnte in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum gefeiert werden.



Montag, 6. August 2007

28107ii_17.jpgAls Kind hat es immer sehr viel Spaß gemacht, sich mit Quallen im Meer zu bewerfen. Nach dem Überwinden des ersten Ekels flogen die glibbrigen Dinger durch die Luft. Klar, politisch korrekt war das sicherlich nicht. Aber welcher Sechsjährige ist schon immer PC? Heutzutage würde ich das natürlich nicht mehr tun.

Obwohl es ja immer noch genügend von den Tieren gibt. Mehr als genügend. Im vergangenen Jahr wurden die Küsten von Spanien, Italien und Kroatien von einer wahren Quallenplage heimgesucht. Und in diesem Jahr wird von den Wissenschaftlern auch für die Ostsee mit einer Invasion gerechnet. Wegen des milden Winters waren die Bedingungen für die Polypen, aus denen die Quallen entstehen, hervorragend. Da sich auch das Plankton, die Nahrungsgrundlage, durch das Klima sehr gut entwickeln konnte, wird 2007 ein Quallenjahr.

Die meisten der Tiere sind völlig harmlos. Die in der Nordsee beheimatete Feuerqualle, die bei Berührung schmerzhafte Rötungen auslöst, ist in der Ostsee nur ein seltener Gast. Und noch etwas: Sie sind sehr nützliche Tiere, reinigen durch das Vertilgen von Plankton das Wasser. Wenn ich das damals schon gewusst hätte…



Montag, 30. Juli 2007

n-schmitz_spreepause-01.jpgWas an Nord- und Ostsee der Strandkorb, ist am Mittelmeer der Liegestuhl. Er prägt das Strandbild und ist Symbol für erholsamen Urlaub. So man es denn geschafft hat, ihn ohne Verletzungen aufzustellen. Denn wirkt er auch sommerlicher als sein etwas klotziges deutsches Pendant, hat er doch seine Tücken.

Ihren Ursprung haben sie übrigens nicht am Strand, sondern auf en Decks von Kreuzfahrt- und Linienschiffen. Dort boten sie den Reisenden einen bequemen Platz zum Ausruhen und Sonnen. Der englische Name deck chair erinnert an diese Vergangenheit.

Der klassische Liegestuhl ließ sich nur in einer Position arretieren. Später wurde die nach hinten führende Trageleiste verlängert und mit Querstreben versehen, um mehrere Sitzpositionen zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es sogar Liegestühle mit elektrischer Regulierung und mit Massagefunktion. Nur der Liegestuhl, der sich gegen das Handtuch wehrt, mit dem er mitten in der Nacht von übereifrigen Urlaubern reserviert wird, der muss noch erfunden werden.