Von O bis O – also von Oktober bis Ostern – lautet die Faustformel für den Einsatzzeitraum von Winterreifen. Angesichts der diesjährigen Wetterkapriolen in Verbindung mit dem frühen Ostertermin sind nach Ansicht der Meteorologen noch vereinzelt kalte Nächte und kühle Morgenstunden zu erwarten. Deshalb empfiehlt der Automobilclub von Deutschland (AvD) in diesem Jahr mit dem Reifenwechsel bis Anfang April zu warten.
M&S-Pneus erhalten sich ihre Elastizität auch bei Temperaturen unter 7 Grad und stellen so die wichtigen Sicherheitsreserven bereit. Deshalb haben Winterreifen nach Ansicht des AvD in diesem Jahr erst ausgedient, wenn die Temperaturen konstant über dem Grenzwert von 7 Grad liegen. Erst dann können moderne Sommerreifen ihre sicherheitsrelevanten Lauf- und Bremseigenschaften ausspielen.
Nach der Demontage der Winterreifen gehören sie vor der Einlagerung noch einmal genau inspiziert. Bei einer Profiltiefe größer als 4 Millimeter sind sie auch im kommenden Winter einsatzfähig. Deshalb sollte Restschmutz wie kleine Steine oder Splitt aus den Profilrillen entfernt werden. Eine Kennzeichnung von Position und Laufrichtung jedes Reifens hilft im kommenden Herbst, die Räder wieder an der richtigen Stelle zu montieren.
Bei der Lagerung muss Sonneneinstrahlung und Hitze vermieden werden. Kompletträder, also Reifen inklusive Felge, sollten am Felgenloch aufgehängt oder über einander liegend gestapelt werden. Reifen ohne Felgen sind im Idealfall aufrecht zu stellen. Beim Aufhängen können sie sich verziehen.
Von O bis O, also von Oktober bis Ostern lautet die Faustregel für das Fahren mit Winterreifen. Umgekehrt bedeutet dies, dass ab Ostern weder die Somerreifen aufgezogen werden sollten. In diesem Jahr liegt das Fest um Christi Auferstehung besonders früh im Kalender, bereits in gut drei Wochen werden die bunten Eier gesucht. Damit die Suche nach dem passenden Somerreifen etwas einfacher wird, gibt der ADAC mit einem aktuellen Test Hilfestellung. Und kommt dabei zu erfreulichen Ergebnissen.
28 von 37 untersuchten Modellen haben beim aktuellen Test mit “besonders empfehlenswert” oder “empfehlenswert” abgeschnitten. Zur Gruppe der “nicht empfehlenswerten” Reifen gehören ausschließlich Billigprodukte von Zweit- und Drittmarken der großen Hersteller sowie bei uns relativ unbekannte Marken aus Fernost.
Testsieger in der Klasse der breiteren Reifen (195/65 R 15 V), wie sie auf vielen Fahrzeugen der Mittelklasse montiert sind, wurden der Pirelli P 6, der Bridgestone Turanza ER 300, der Vredestein Sportrac 3 und der Dunlop SP Sport Fastresponse. Das Prädikat “besonders empfehlenswert” erhielten sie, weil sie in den sicherheitsrelevanten Disziplinen keine Schwächen zeigten. Nur ein “empfehlenswert” gab es für die Neuentwicklung von Michelin, den Energy Saver. Schlechtester im Test wurde der chinesische Reifen Wanli S1095: Sein katastrophal langer Bremsweg auf Nässe stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
In der kleineren Reifendimension (175/65 R 14 T) heißen die Sieger Pirelli Cinturato P4, Continental EcoContact 3, Fulda EcoControl und Kumho Solus KH17. Der Pirelli knüpft damit an die Erfolgsgeschichte des Vorgängermodells P3000 an. Rasant aufgeholt haben die Koreaner: War der alte Kumho KH15 in früheren Tests “nicht empfehlenswert”, steht der Solus KH17 jetzt mit an der Spitze. Auch der ebenfalls neue Yokohama C.drive und der Maloya Crono 465t hätten sich ganz vorne platziert, wurden allerdings wegen eines höheren Verschleißes abgewertet. Am Schluss des Feldes: die Preiswert-Alternativen von Sava, Tigar und Trayal. Mangelhafte Leistungen auf Nässe – vor allem beim Bremsen – ließen im Test nur ein Urteil zu: „nicht empfehlenswert“.
Foto: ADAC