Dienstag, 26. August 2008
Die Radwanderroute Wikinger-Friesen-Weg verläuft entlang des alten Handelsweges der Wikinger und Friesen quer durch Schleswig-Holstein von St. Peter- Ording bis nach Maasholm an der Ostsee. Auf gut ausgeschilderten Strecken finden sich Zeugnisse vergangener Kulturen von der Jungsteinzeit bis in die Wikingerzeit. Die landschaftlich attraktive Radfernroute macht auf Eiderstedt einen Rundkurs und führt über Friedrichstadt in die Eider-Treene-Sorge Region. Die weltweit am besten erhaltene Handelsstation der Wikinger “Haithabu” liegt als lebendiger Schauplatz der Wikingerkultur direkt am Weg.
Auf dem Wikinger-Friesen-Weg radelt man durch alle Naturräume Schleswig-Holsteins: die Marsch an der Nordsee, die Hohe und Niedere Geest im Binnenland, das Östliche Hügelland an der Ostsee. Wie auf einer Zeitreise erlebt man auf historischen Spuren mehrere kulturgeschichtliche Epochen. So finden sich entlang des Weges Zeugnisse aus den unterschiedlichen und sogleich interessanten Zeitabschnitten der Region.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört Friedrichstadt, das von Holländern gegründet und im Stil der Holländer erbaut wurde. Wissenswertes erfährt man über die Spuren der Holländer und Dänen an Eider und Treene. Man kann das einzigartige Flair Friedrichstadts erleben, das nicht zuletzt durch die besondere kulturelle und religiöse Vielfalt bestimmt wird. Sehenswert ist auch das Eidersperrwerk in Tönning. Es entstand in Reaktion auf die große Sturmflut 1962 als damals größter Dammbau Europas. Die Anlage besitzt fünf riesige Sieltorpaare von je 40 Metern Breite, die den Wasserstand regulieren sollen. Die Geschichte Schleswigs ist eng mit den Wikingern verwoben. Vor über 1000 Jahren war Haithabu der bedeutendste Handelsplatz Nordeuropas. Heute steht in der Nähe des ehemaligen Wikinger-Siedlungsplatze ein sehenswertes Museum, das lebt – vor allem im rekonstruierten Wikingerdorf direkt am Haddebyer Noor. Und das ist längst noch nicht alles, was sich entlang der Route anzuschauen lohnt.
Foto: Wikinger-Friesen-Weg
Samstag, 16. August 2008
“Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!”: Die beliebte sportliche Leidenschaft lässt sich in Schleswig-Holstein prima mit Campingurlaub verbinden. Im Land zwischen den Meeren gibt es viele hervorragende Reitmöglichkeiten für Jung und Alt. Reiter- und Ponyhöfe liegen zum Teil direkt am Campingplatz, zum Beispiel beim Campingplatz „in Lee“ in Westerdeichstrich, in der Nähe von Büsum an der Nordsee. Der moderne Campingplatz ist mit 5 Sternen vom Deutschen Tourismusverband ausgezeichnet worden. Und durch seine ruhige, gepflegte Umgebung ideale Ausgangsbasis für einen aktiven Urlaub an der schleswig-holsteinischen Westküste. Weitere Infos zum Camping und zu den speziellen Reitangeboten: Camping In Lee.
Reitmöglichkeiten direkt auf dem Gelände bieten auch einige Campingplätze in Schleswig-Holstein an. Beim Strandcamping Wallnau auf der Ostseeinsel Fehmarn hat man das ganze Jahr über Ausblick auf eine Herde Norweger-Ponys. Die 32 Pferde leben draußen in Offenstallhaltung. Reitunterricht können interessierte Urlauber bei einer qualifizierten Reitlehrerin buchen. Zudem stehen geführte Ausritte für Anfänger auf dem Programm. Strandausritte werden fortgeschrittenen Reitern angeboten. Und im Pony-Kindergarten wird den Jüngsten beigebracht, wie man mit dem Pferd umgeht.
Ponys und Reitpferde gibt es für Urlauber auch auf dem Camping Ferienpark California. An der Ostsee zwischen Kieler und Hohwachter Bucht liegt der Platz geschützt hinterm Deich. Pferdefreunde sind auf der platzeigenen Reitbahn und nach Absprache auch im Gelände unterwegs. Die kleinen Gäste werden auf einem Ponyweg geführt.
Montag, 11. August 2008

Tierisch viel los ist vom 21. bis 24. August in Wittbek bei Husum, wenn 150 Border Collies unterstützt von 600 Schafen um die Continental Sheepdog Championship wetteifern. Wie die stattlichen schwarz-weißen Hunde zusammen mit ihren Führern im Feld arbeiten, können interessierte Zweibeiner drei Tage lang im Viöler Land mitten im Norden Schleswig-Holsteins beobachten.
Entstanden sind die Hütehundewettbewerbe vor über hundert Jahren in Großbritannien, dem Ursprungsland der Border Collies. Acht Hektar groß und rund zehnmal länger als ein Fußballplatz ist das Trialfeld, das die Hunde erfolgreich bezwingen müssen, um ins Finale am 24. August zu kommen. Die Geschmeidigkeit der Collies, ihr Gespür für das zu treibende Vieh und die Harmonie zwischen Handler und Hund zu beobachten ist nicht nur für Hundefreunde beeindruckend. Die besten Border Collies und Handler aus Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande, Italien, Deutschland und von den Faröer Inseln haben sich in ihren Heimatländern für diesen Wettbewerb qualifiziert und sind in Witbek am Start um den Titel des Europameisters.
Auch jenseits des Trial-Feldes können kleine und große Zweibeiner bei Schau-Schafscheren, Ponyreiten, Kutschfahrten und weiteren Attraktionen viel erleben.vAusgerichtet wird die Europameisterschaft der Hütehunde von der Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland e.V. (ABCD), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die natürliche Hüteeigenschaft dieser Hunderasse zu erhalten und zu fördern.
Dienstag, 11. März 2008
Wunnerland. Hinter diesem plattdeutschen Ausdruck verbergen sich neue Angebote in Schleswig-Holstein, die sich an Familien mit Kindern unter 14 Jahren richten. Das Besondere: Alle Wunnerland-Partner sind nach strengen Richtlinien auf Qualität und Familienfreundlichkeit geprüft worden. Im Wunnerland trifft man immer wieder auf Wunder und Wunderbares, Kurioses und Skurriles, Traditionelles und Modernes. Um dies alles zu entdecken, gibt es jetzt im Wunnerland spezielle Angebote, in denen sich das Land zwischen den Meeren in einer ganz neuen Perspektive präsentiert.
Unter dem Motto “Ich sehe was, was Du nicht siehst!” stehen in diesem Jahr alle Familienangebote im Wunnerland. Ob an Nord- oder Ostsee, im Binnenland, in den Städten oder im Herzogtum Lauenburg. Ganz gleich ob es gemeinsam als Forscher auf eine Ostseeexpedition geht, als Leuchtturmwärter auf den “großen Amrumer” oder zu einer Schnitzeljagd mit modernen GPS-Geräten, jeder wird etwas anderes sehen und entdecken. Dabei ist jede Menge Spaß garantiert.
Zeit mit den Kindern zu verbringen, ist der wichtigste Anspruch, den Eltern an einen gemeinsamen Urlaub stellen. Jenseits des Alltags etwas erleben, wozu sonst keine Gelegenheit ist. Deshalb sind alle Wunnerland-Angebote so konzipiert, dass möglichst viel Zeit miteinander verbracht wird. Als Gemeinschaftserlebnisse, die viel Raum lassen für Entdeckungen und Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnisse, Bewegung und Entspannung. In jedem Angebot gibt es einen Hinweis darauf, wie lange man gemeinsam etwas erleben kann.
Foto: Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Dienstag, 29. Januar 2008
Das Abbrennen der “Biike-Feuer – Frühlingsfeuer” (Sylter Friesisch “Biike” das “Feuerzeichen”) ist seit Generationen Tradition auf den Inseln, den Halligen und auch auf dem Festland entlang der Nordsee-Küste von Schleswig-Holstein. Seit altersher brennen die Schleswig-Holsteiner ihre Küsten-Feuer am Vorabend des “Piddersdai” (St.Petri-Tag – 22. Februar) unmittelbar am Strand ab.
Tausende von Menschen versammeln sich erst um die Feuer, dann bei der anschließenden Feier. Zum Biikebrennen gehört traditionell ein zünftiges Grünkohlessen.Gäste sind immer herzlich willkommen. In einigen Orten gibt es spezielle Arrangements für Feriengäste zum Biikebrennen. Der historische Grund für das Abbrennen der Feuer entlang der nordfriesischen Küste liegt im “Dunklen der Geschichte”.
Auch wenn heute das “Biike-Brennen” mehr als touristische Attraktion mit viel Alkohol und reichlich Essen gesehen wird, so diente der Brauch in Urzeiten vielleicht dem “Zauber gegen böse Geister” oder? Die Neubelebung des “Piddersdai” verdanken die Nordfriesen dem Sylter Lehrer C. P. Hansen, der laut Historiker Albert Pantens in seiner Studie “Fastnachtfeuer” die Aussagen von Hansen wie folgt bewertete:, ” als er um 1830 die Sagenwelt der Nordfriesen entdeckte und das, was ihm zu unbedeutend erschien, in phantasievoller Weise überhöhte”. Hansen sah in dem heidnischen Fastnachfeuer ein mehrdeutiges Abschiedsritual.