…so sang es Jürgen Hart in seinem Schlager “Sing mei Sachse sing”. Und an dieser Lebenseinstellung hat sich offenbar nichts geändert, wenn auch nicht unbedingt mit dem Ikarus-Reisebus aus den 60er Jahren Foto). Auch auf dem Gebiet des mobilen Reisens liegen die Sachsen weit vorn. In den fünf neuen Bundesländern wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres 2008 5,6 Prozent mehr Reisemobile zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Zugleich sank die Zulassung neuer Caravans um 4 Prozent. Auch in ihrer geographischen Verteilung entwickelten sich die Zulassungen von Caravans und Reisemobilen in Ostdeutschland sehr unterschiedlich.
Einbußen bei den Caravanzulassungen mussten Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen hinnehmen. In Sachsen-Anhalt und Thüringen entwickelte sich der Caravanmarkt positiv. Bei den Reisemobilzulassungen mussten nur Brandenburg und Sachsen-Anhalt Einbußen hinnehmen. Zuwächse bei den Reisemobilzulassungen verzeichneten hingegen Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.
2.030 Caravans und 1.570 Reisemobile wurden von Januar bis Oktober 2008 in Ostdeutschland zugelassen. Das zulassungsstärkste ostdeutsche Bundesland in beiden Fahrzeugkategorien ist nach wie vor Sachsen mit 579 Caravans und 489 Reisemobilen. Bei den Caravans folgen Thüringen mit 390 Neuzulassungen und Brandenburg mit 382 Neuzulassungen auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Reisemobilen belegt Brandenburg mit 351 Neuzulassungen Platz zwei und Mecklenburg-Vorpommern mit 258 Neuzulassungen den dritten Platz.
Foto: Marco Barnebeck/Pixelio
Insgesamt 200.519 neue Freizeitfahrzeuge wurden laut Statistik der European Caravan Federation ECF in der Saison 2007/2008 (September 2007 bis August 2008) in den europäischen Ländern zugelassen. Damit verbuchte der europäische Caravaningmarkt einen Rückgang um 5,0 Prozent gegenüber der Saison 2006/2007. Der Absatz von Caravans sank europaweit um 7,9 Prozent auf 110.925 Fahrzeuge deutlich ab. Der Markt für Reisemobile zeigte sich dagegen mit einem leichten Minus von 1,1 Prozent auf 89.594 neu zugelassene Reisemobile noch relativ stabil.
Nennenswerte Wachstumsimpulse erhielt der europäische Caravaningmarkt lediglich durch den Reisemobilabsatz in Deutschland (+3,5 % auf 20.930 Fahrzeuge), den Niederlanden (+23,8 % auf 1.800 Fahrzeuge), Schweden (+13,9% auf 3.525 Fahrzeuge) und Belgien (+16% auf 2.874 Fahrzeuge). Schwächen zeigten hingegen vor allem die Caravanmärkte in den Niederlanden (-13,5% auf 13.015 Einheiten), Frankreich (-8,7% auf 11.158 Einheiten) und Deutschland (-6,4% auf 19.168 Einheiten).
“Die rasch steigenden Energiepreise im Frühjahr und Sommer des Jahres 2008 haben im europäischen Caravaningmarkt deutliche Spuren hinterlassen”, kommentiert Hans-Karl Sternberg, Generalsekretär der ECF. Es bleibe zu hoffen, dass die inzwischen eingetretene Beruhigung an den Rohstoffmärkten und die sich abzeichnenden europaweiten Lösungsansätze für die Finanzkrise den Verbraucher wieder das nötige Vertrauen für die Investitionen in Freizeitfahrzeuge zurückgeben.
Die drei zulassungsstärksten Länder für Caravans waren Großbritannien (33.728 Caravan-Neuzulassungen), Deutschland (19.168 Caravan-Neuzulassungen) und die Niederlande (13.015 Caravan-Neuzulassungen). Bei den Reisemobilen verzeichnete Frankreich mit 22.199 Fahrzeugen die meisten Neuzulassungen, gefolgt von Deutschland mit 20.930 Einheiten und Italien mit 12.486 Reisemobilen auf den Plätzen zwei und drei.