Samstag, 6. September 2008
Viele Freizeitmobile sehen nach der Rückkehr aus den Ferien ziemlich ramponiert aus, stellte jetzt der Auto Club Europa (ACE) fest. Der Club empfahl, das Fahrzeug nach längerer Reise einer umfassenden “Kuranwendung” zu unterziehen. Das sei ein wirksamer Beitrag zur Werterhaltung des Wagens und zur Verkehrssicherheit.
Die ACE-Kraftfahrzeugexperten raten, zunächst den Koffer- und Innenraum gründlich zu “entrümpeln” und gegebenenfalls den Dachgepäckträger wieder zu entfernen. Auf diese Weise könne zusätzlicher Kraftstoffverbrauch vermieden werden. Außerdem sollten Koffer- und Innenraum gründlich gereinigt werden. Aus dem Urlaub mitgebrachter salzhaltiger Sand kann laut ACE die Rostentwicklung beschleunigen und sich in den Ritzen der Ansaugöffnungen für die Innenraumbelüftung festsetzen. Häufig erforderlich sei jetzt auch eine gründliche Fensterreinigung von innen. Grund: Abgasrückstände und Staubpartikel haben sich als Schmutzfilm niedergeschlagen. Dadurch kann eine klare Sicht stark beeinträchtigt und folglich das Unfallrisiko drastisch erhöht werden, warnte der Club.
Er empfiehlt, nach einem Aufenthalt am Meer, den Fahrzeugunterboden und speziell die Radkästen mit Hochdruck zu reinigen. Auch die Autoreifen sollten nach unzähligen Urlaubskilometern einer gründlichen Prüfung unterzogen werden. Das gelte vor allem dann, wenn bei Hitze das schwer beladene Auto über schlechte Straßen touren musste. Gefährliche Reifenschäden offenbaren sich nicht nur auf den Laufflächen, sie sind nicht selten auf den schlecht einsehbaren Innenseiten der Reifenflanken verborgen, wissen die Autofachleute des ACE. Sie empfehlen, gegebenenfalls von einer Kfz-Werkstatt, folgende Checkliste abarbeiten zu lassen:
- Menge der Kühlflüssigkeit kontrollieren
- Luftfilter reinigen oder erneuern
- Ölstand kontrollieren, gegebenenfalls Öl und Ölfilter wechseln
- Einstellung der Scheinwerfer checken
- Säurestand der Batterie kontrollieren und eventuell mit destilliertem Wasser ergänzen, bis die Bleiplatten bedeckt sind
- Reifenprofiltiefe überprüfen
- Beim nächsten Tankstopp den Luftdruck der Reifen prüfen
- Unterboden- und Motorraumwäsche vornehmen, um Rostschäden vorzubeugen
- Teerspritzer mit einem speziellen Fleckenentferner entfernen
- Kleine Lackschäden mit Tupflack auszubessern
- Flecken von Sonnencreme oder Eis auf den Sitzen mit einem milden Haushaltsreiniger behandeln
- Bei der Innenraum-Reinigung nicht die Fußmatten vergessen, unter denen sich vielleicht noch der Sand des Urlaubsstrands versteckt.
Foto: Auto Club Europa
Donnerstag, 28. August 2008
Etwa jedes zweite Fahrzeug ist europaweit mit falschem Reifendruck unterwegs. Zu geringer Druck erhöht aber nicht nur den Kraftstoffverbrauch sowie den Reifenverschleiß, sondern kann zudem Reifenschäden verursachen. Eine aktuelle Untersuchung des ADAC zeigt jetzt zusätzlich den Einfluss von zu geringem Luftdruck auf die Fahrstabilität und damit auf die Fahrsicherheit. Außerdem kann es wegen zu geringem Reifendruck an einzelnen Rädern bei Fahrerassistenzsystemen wie ABS und ESP zu Fehlfunktionen kommen.
Diese Auswirkungen zeigen sich besonders an den Vorderreifen. Bereits eine Druckminderung an einem Rad um 0,5 bar wirkt sich etwa auf das Aquaplaningverhalten in Kurven negativ aus. Bei stärkerem Druckverlust verschlechtern sich die Fahreigenschaften noch deutlicher, da der betroffene Reifen in der Kurve nur einen Teil der möglichen Seitenkräfte übertragen kann. Außerdem arbeitet bei zu niedrigem Luftdruck ein ABS nicht mehr optimal.
Nicht ganz so stark macht sich ein Druckverlust an nur einem Hinterrad bemerkbar. Hier kommt es vor allem dann zu Problemen, wenn die Seitenführungskräfte der Reifen gefragt sind, wie etwa beim Spurwechsel oder in Kurven. Fehlt in allen vier Reifen ein Druck von einem bar, verschlechtern sich die Fahreigenschaften insgesamt drastisch. Gleichzeitig steigt der Verbrauch um bis zu 0,3 Liter pro100 Kilometer.
Generell erhöht sich bei zu niedrigem Luftdruck auch der Verschleiß. Weil Gummi und Karkasse während der Fahrt stärker verformt werden, erwärmt sich der Reifen, der Abrieb wird größer. Ist nur noch sehr wenig Luft im Reifen (unter 1,0 bar) kann es sogar zu Schäden am Innenleben des Reifens kommen.
Weil man es einem Reifen kaum ansieht, ob er zu wenig Luft hat, rät der ADAC den Autofahrern dringend die Reifen regelmäßig – möglichst alle 14 Tage – auf korrekten Druck zu kontrollieren. Die Fahrzeughersteller sollten außerdem serienmäßig Reifendruck-Kontrollsysteme anbieten.
Foto: ADAC
Mittwoch, 26. März 2008
Weniger Verschleiß und CO2-Ausstoß, keine schmutzigen Hände mehr beim Prüfen des Reifendrucks: diese Vorteile ermöglicht das direkt messende Kontrollsystem TC-400 von Hella. Es ist zur universellen Nachrüstung für nahezu alle Reifen geeignet und lässt sich vom Fachmann beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen installieren
Das direkt messende und völlig autonome System besteht aus vier Radsensoren, einem elektronischen Steuergerät sowie einem Multicolor-Display. Die Radsensoren messen permanent den Luftdruck und die Innentemperatur der Reifen und übertragen diese Daten per Funk an das elektronische Steuergerät. Bei plötzlichem Druckverlust oder Temperaturabweichung löst es über das Display im Cockpit einen optischen und akustischen Alarm aus und zeigt an, welcher Reifen betroffen ist.
Darüber hinaus warnt das TC-400 auch bei schleichendem Druckverlust oder bei Überdruck. Wer dann frühzeitig eingreift, reduziert den Reifenverschleiß. Außerdem geben die ständig im Display verfügbaren Reifendaten ein Gefühl der Sicherheit, vor allem auf langen Dienstreisen oder bei Urlaubsfahrten. Und niemand muss sich mehr die Hände schmutzig machen, nur um den Reifendruck zu überprüfen.
Das TC-400 umfasst vier Sensoren, Steuergerät, Display, Kabelsatz und Montagematerial. Darüber hinaus bietet Hella einzelne Sensoren zur Erweiterung an, etwa für Ersatzreifen, Zwillingsbereifung sowie den alternativen Satz Sommer- oder Winterreifen.
Foto: Hella