Spaghetti (ich bleibe bei der alten Schreibweise, weil sie einfach italienisch ist) gehören wohl zu den beliebtesten Nudeln. Sie haben nur eine unangenehme Eigenschaft. Sie sind zu lang, als dass man sie bequem mit der Gabel in den Mund bringen könnte. Wie aber is(s)t man stilvoll und verhindert gleichzeitig, dass feindliche Flieger in Form von Tomatensauce auf dem (natürlich) weißen Hemd landen?
Da gilt es zunächst einmal ein Tabu zu beachten: das Messer. Spaghetti klein schneiden ist höchstens für Kinder erlaubt. Und wer die Nudeln wirklich stilecht essen will, legt sich auch gleich noch ein zweites Don’t auf. Die Spaghetti auf einem Löffel aufzurollen, ist eine typisch deutsche Unsitte.
In Italien braucht man nicht mehr als eine Gabel. Ganz hilfreich ist es, die Pasta am Tellerrand aufzurollen, schön langsam, nicht zu große Happen. Die Italiener sind da nicht ganz so zimperlich. Hinein mit der Gabel in den Nudelhaufen, den Mund ein Stück über den Teller und rein mit dem Pastavergnügen.