Im Pionierland des deutschen Automobilbaus darf eine Schau legendärer, chromblitzender Gefährte nicht fehlen: Die 7. Internationale Oldtimer Rallye Sachsen Classic 2008 vom 28. bis 31. August startet in Zwickau auf dem Platz der Völkerfreundschaft, wo einst August Horch seine automobilen Visionen Wirklichkeit werden ließ, und endet vor der hochmodernen Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden.
Dazwischen liegen rund 620 faszinierende Kilometer: Über den legendären Sachsenring führt die Tour auf kurvenreichen Nebenstrecken des Erzgebirges hinauf zum Fichtelberghaus. Sie nimmt Kurs auf Zschopau, wo DKW in den 20er Jahren als größte Motorradfabrik der Welt produziert hat, und erreicht dann die mächtige Augustusburg. Danach geht es ein traumhaftes Stück entlang des Erzgebirgskammes, auch auf tschechischer Seite, mit dem Tagesziel Bad Schandau. Durch den wildromantischen Nationalpark der Böhmischen Schweiz erreichen die Fahrer Krasna Lipa, kommen über einen nur für sie geöffneten Grenzübergang an das deutsch-polnisch-tschechische Dreiländereck nach Zittau und fahren weiter entlang der Neiße.
Ein kurzer Wechsel auf die polnische Seite führt bis Zgorzelec, der Schwesterstadt von Görlitz. In ihrer herrlich restaurierten Altstadt feiern die Görlitzer an diesem Wochenende ihr Stadtfest und binden die Sachsen Classic mit ein. Auf einsamen Nebenstrecken der Oberlausitz steuert die Kolonne Bischofswerda an. Nach drei erlebnisreichen Tagen erreicht die Rallye dann das Ziel Dresden. Vor der Semperoper ist eine letzte Zeitkontrolle zu absolvieren, bevor die Zielflagge vor der Gläsernen Manufaktur ins Blickfeld kommt.
Als sportliche Herausforderung erwarten die Teilnehmer 18 Wertungsprüfungen. Hinzu kommen diverse Zeit- und Durchfahrtskontrollen. Die größte internationale Oldtimer-Rallye wird für die Starter – in historisch wertvollen Klassikern bis Baujahr 1971 und ausgewählten Youngtimern bis Baujahr 1988 – nicht nur rennfahrerisch interessant, sondern zugleich eine spannende Entdeckungsreise.
Zum Mekka der Oldtimer zu Lande, zu Wasser und in der Luft wird Friedrichshafen, wenn dort vom 22. bis 25. Mai auf dem Messegelände die Klassikwelt Bodensee stattfindet. Nicht nur in Friedrichshafen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, einbezogen ist die Luft- und Schifffahrt, die Eisenbahn und das Auto, bis hin zum weltgrößten Rolls-Royce-Museum in Dornbirn.
Wenn sich die Tore zur ersten Klassikwelt Bodensee öffnen, werden sich die Besucher die Augen reiben. Schon zum Auftakt haben 250 Aussteller eingecheckt und aus dem Stand heraus acht Hallen mit 50.000 Quadratmetern Fläche belegt. In das Revival-Festival sind die Stadt und der Bodensee ebenso mit einbezogen wie der Luftraum der High-Tech-Region, in der die Air-Show der Flying Bulls der Höhepunkt der Flugschau sein wird und die Besucher in Maschinen wie die JU 52 einsteigen können.
Auf dem Wasser wird es Sonderfahrten mit der “Hohentwiel” zwischen Lindau und Friedrichshafen geben. 70 bis 80 Motorräder aus sieben Jahrzehnten werden aus den Schatzkästchen der Tüftler rund um den See zusammengetragen, die derzeit Tag und Nacht schrauben, um auf der Klassikwelt wieder saubere Hände zu haben. Am Klassikwelt-Samstag werden bis zu 100 Oldtimer, Klassiker, Motorräder und Rennsportfahrzeuge der Jahrzehnte auf einen eineinhalb Kilometer langen Rundkurs durch die Innenstadt geschickt.
Ein Museum der Extraklasse, das weltgrößte Rolls-Royce-Museum in Dornbirn, wo über 60 dieser Very British Nobelkarossen zu bewundern sind, wird einige Schmankerl seiner Ausstellung präsentieren. Und natürlich kommen auch die Freunde der Camping-Klassiker nicht zu kurz. Immerhin produziert Im Hinterland des Bodensees die Firma Hymer in Bad Waldsee seit fünf Jahrzehnten Wohnwagen und Wohnmobile. Viele Menschen erinnern sich an die Urlaubsstimmung in der Wirtschaftswunderzeit. Hymer zeigt einen Campingplatz mit Produkten aus der 50-jährigen Firmengeschichte. Auch der Camping-Oldie-Club aus Ellerbek wird beim Event am Bodensee vertreten sein.
Foto: Klassikwelt Bodensee