Dienstag, 1. Juli 2008

schwimmenMit seinem Sommerservice informiert der ADAC zur Reisezeit wieder über die Qualität von Gewässern und Stränden in vielen Urlaubsorten. Im 14-tägigen Rhythmus werden an offiziellen Badestränden in der Europäischen Union Untersuchungen zur Hygiene der Gewässer vorgenommen. Aus allen Regionen liegen nun die neuesten Informationen und Auswertungen vor.

In Deutschland haben Urlauber allen Grund sich in die Fluten zu stürzen, die Tester melden an Nord- und Ostsee sehr gute bis gute Wasserqualität. Auch in den heimischen Seen konnten bislang keinerlei Belastungen festgestellt werden. Die Wassertemperaturen an Nord- und Ostsee sind mit 16 bis 19 Grad Celsius noch etwas frisch, am Bodensee laden dagegen schon bis zu 20 Grad Celsius zu einem Bad ein.

In Italien gelten strengere Qualitätsanforderungen an die Sauberkeit der Gewässer, als in vielen anderen europäischen Ländern. Die schärferen Grenzen und strikteren Regeln können häufiger zu  Badeverboten führen als in anderen Ländern. Sie tragen jedoch auch in hohem Maße zur Sicherheit der Badegäste bei. Insgesamt wurden bei den aktuellen Messungen bisher an 22 italienischen Badeorten Belastungen festgestellt.

Spaniens Badegewässer sind nach den ersten Messungen unbedenklich und sauber. Trotzdem sind in diesem Sommer, aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren, wieder größere Quallenvorkommen zu befürchten. Die Regierung ist deshalb bemüht, die nötigen Gegenmaßnahmen einzuleiten um dem Problem vorzubeugen. Beispielsweise werden Meeresschildkröten, als natürliche Fressfeinde der Quallen an spanische Strände umgesiedelt. Dennoch kann es im Laufe des Sommers zu Beeinträchtigungen kommen.



Sonntag, 29. Juli 2007

sellin003.jpgIn Südeuropa sind sie unvorstellbar. An den deutschen Seeküsten gehören sie aber einfach dazu: Strandkörbe. Sie schützen vor Sonne, Wind, Regen und umherfliegendem Sand. Erfunden wurde das Sitzmöbel aus Korbgeflecht vor 125 Jahren von dem Rostocker Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann.

Die rheumakranke Elfriede von Maltzahn hatte sich eine Sitzgelegenheit für den Strand von Warnemünde gewünscht. Der Prototyp hieß noch Strandstuhl, bereits 1883 gab es die erste Strandkorbvermietung. Die damaligen Einsitzer verbreiteten sich schnell an anderen Küstenorten Norddeutschlands. Um 1897 wurde die heute bekannte Mechanik eingeführt, mit der sich der Korb nach hinten klappen lässt.

Heutzutage ist der Strandkorb zumeist ein Zweisitzer, der durch die Kippmöglichkeiten als Sitz- und Liegegelegenheit dient. Mit Polsterung, Armlehnen, ausziehbaren Fußbänken, Klapptischen und Schattenmarkisen bietet er einen gewissen Komfort. Die Geflechte sind entweder aus Kunststoff, Naturrohr oder Rattan.

Strandkörbe sind zwar nur an Ost- und Nordsee üblich, doch seit dem G8 in Heiligendamm in diesem Sommer sind sie wohl in aller Welt bekannt. Sonderanfertigungen für Hunde oder Kinder waren schon vorher bekannt, für den Gipfel wurde aber ein ganz besonderes Modell hergestellt. Alle acht Regierungschefs hatten in dem zwei Meter hohen und sechs Meter langen Super-Korb Platz. Und wie man auf dem dabei geschossenen “Familienfoto” sehen kann, hatten sie genauso viel Spaß wie ein Urlauber auf Sylt oder Rügen.