Der 4. Februar ist Rosenmontag. Während es in vielen Gegenden Deutschlands höchstens Kopfschütteln verursacht, versetzt das närrische Treiben vor allem das Rheinland in einen Ausnahmezustand. Er ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber dennoch geben viele Arbeitgeber im Westen der Republik ihren Mitarbeitern frei, damit sie mit “Helau” und “Alaaf” Karneval feiern können.
Nachdem Napoleon nicht nur in Venedig, sondern auch im Rheinland den Karneval verboten hatte, sollte er nach dem Wiener Kongress 1815 reformiert werden. 1822 gründete sich ein Festkomitee in Köln, um sich der Sache anzunehmen. Dessen Hauptversammlung fand nach dem vierten Fastensonntag, also vier Wochen nach dem Karneval statt. Dieser Sonntag wurde auch Rosensonntag genannt, weil der Papst an ihm eine goldene Rose weihte und einer verdienten Persönlichkeit überreichte.
So wurde das Komitee auch Rosenmontagsgesellschaft genannt. Der erste Umzug fand 1823 in Köln statt, von wo sich der Brauch ausbreitete. Der erste Karnevalsumzug in Mainz fand 1838 statt, wurde damals noch Maskenzug genannt. In Damme im Landkreis Vechta wird der Rosenmontag schon eine Woche früher gefeiert. Dies geht auf eine Anweisung des Bistums Münster zurück, die vorsah, dass an den beiden Tagen vor Aschermittwoch gebetet und nicht gefeiert wird.
“Get your Kicks on Route 66″, heißt es bei Nat King Cole. “On est heureux Nationale 7″, singt Charles Trénet. Der Weg zu den Kicks auf einer der französischen Nationalstraßen ist auf jeden Fall kürzer als zum Highway von Chicago nach L.A. Ob man dabei gleich glücklich wird wie Trénet, sei dahingestellt. Da Camper aber zumeist nicht ist einem Ferrari unterwegs sind, bieten die “routes nationales de France” eine interessante Alternative zur kostenpflichtigen Autobahn. Zwar langsamer, aber irgendwie auch näher dran am Land. Die 7 beispielsweise führt von Paris über die Côte d’Azur nach Italien.
Napoleon richtete vor fast 200 Jahren ein Netz von Kaiserstraßen ein, wobei die routes impériales 1 bis 14 – wie könnte es anders sein – in Paris begannen und in die verschiedenen Himmelsrichtungen führten. Die 1 verband die französische Hauptstadt mit Calais, die 3 mit Hamburg und die 8 mit Rom. Insgesamt gab es über 200 Nationalstraßen, wovon die untergeordneten Paris mit der Umgebung verbanden und die drittklassigen Routen regionale Verbindungsstrecken darstellten.
Mit dem Bau der Autobahnen verloren die Nationalstraßen an Bedeutung, einige von ihnen existieren gar nicht mehr. Auf den Hauptstrecken rollt der Verkehr aber immer noch. Und noch heute ist der einstige Ausgangspunkt dieses umfassenden Straßenprojektes zu erkennen; an einem am Portal von Notre Dame eingelassenen Stein mit der Aufschrift: “Point Zéro Des Routes De France”.