Mittwoch, 18. Juli 2007

paris_071.jpgVincent van Gogh hat in ihnen skizziert, Ernest Hemingway die Gedanken zu seinen Welterfolgen aufgeschrieben – Moleskines. Moleskine war das fabulöse Notizbuch der Künstler und Intellektuellen. Kleine französische Buchbinder lieferten sie schon vor 200 Jahren an die Schreibwarengeschäfte von Paris, wo sie nicht nur die einheimischen sondern auch die internationale Avantgarde für reißenden Absatz sorgte.

Vor über 20 Jahren stellte 1986 der letzte Hersteller, ein Familienunternehmen in Tours, die Produktion ein. Der englische Schriftsteller Bruce Chatwin kaufte sämtliche Bestände auf und wanderte nach Australien aus. Vor rund zehn Jahren brachte der Mailänder Verlag Modo&Modo angefertigt nach den Beschreibungen in Chatwins Romanen die in Lederpapier eingebundenen Notizbücher. Und nun warten sie wieder darauf, mit großen Gedanken oder genialen Zeichnungen gefüllt zu werden.