In Berlins kulturvollster Nacht öffnen am Abend des 30. August wieder über 100 Museen, Sammlungen, Archive, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser ihre Pforten bis weit nach Mitternacht. Zu ungewöhnlicher Stunde präsentiert sich die Museumslandschaft der Hauptstadt in all ihrer beeindruckenden Vielfalt auf einer Fläche von fast 400 Quadratkilometern.
Unter dem Motto “Schlösser, Parks und Gärten” haben Museen und Sammlungen ihre Dauerausstellungen und Sammlungen nach Objekten durchforstet, die mit dem Thema in Verbindung stehen, haben ihre stadträumliche Situation erkundet und die Mythologie bemüht – “Arkadien” ist hier und jetzt. Ob Schlösser mit ihren Gärten selbst zu den Teilnehmern zählen (Schloss Köpenick, Schloss Charlottenburg, Schloss Britz), ob die Museen die Aufmerksamkeit auf sie umgebende wunderschöne Parks und Gärten lenken (Liebermann-Haus am Wannsee, Georg-Kolbe-Museum, Jüdisches Museum, Brücke-Museum, Haus am Waldsee) oder das Motto Inspiration für spezielle Programme und Führungsangebote ist, alles dreht sich in dieser Sommernacht um den Dreiklang aus Architektur, Landschaftsgestaltung und Gartenkunst.
Die Eröffnung der Langen Nacht findet am Lustgarten statt, der mit seiner wechselvollen Geschichte vom Küchengarten im 15. Jahrhundert bis hin zur heutigen Gestaltung im Sinne Lennés viele Facetten des Themas aufnimmt. Im Umkreis sind 15 Museen zu Fuß zu erreichen. Um 18 Uhr eröffnet der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Lange Nacht auf den Stufen des Alten Museums, begleitet von Fanfarenklängen und Musik vom benachbarten Berliner Dom. Im Lustgarten vor dem Alten Museum kann man sich ab 17 Uhr zum Picknick verabreden, die entsprechenden Utensilien stellt die “Fairhandlungssache” bereit. Choreografen machen das bewegungsfreudige Publikum zu Tänzern und verwandeln den Lustgarten in eine Bühne für alle. Unter dem Motto “Luftschloss und Lustgarten” finden ab 19.30 Uhr Rundgänge durch den Schlossbezirk statt. Ein buntes Programm lässt außerdem die “Lange Nacht” zum kurzweiligen Vergnügen werden.
Foto: Stiftung Preußische Schlösser Berlin-Brandenburg