Donnerstag, 23. Oktober 2008
Sie sind immer blau, tragen Namen wie Schlaubi, es gibt ein Lied über sie und ab sofort verstecken sie sich auch wieder in jedem siebten Überraschungsei. Die Schlümpfe sind eben Kult. Und sie feiern dieser Tage ein ganz besonderes Jubiläum. Im Oktober vor 50 Jahren erschienen sie nämlich erstmals in einem Comic des belgischen Zeichners Peyo.
Und bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass es die Schlümpfe in Deutschland genaso lange gibt wie mich – seit 1969. Ganz so früh habe ich aber noch nicht Kontakt mit ihnen gehabt. Irgendwann begann dann aber auch bei mir die Sammelleidenschaft und unzählige der kleinen blauen Männchen – und natürlich auch der einzige weibliche Schlumpf, Schlumpfine, versammelten sich in dem pilzähnlichen Schlumpf-Plastikhaus. Irgendwann musste ich mich dann von meinen kleinen Freunden trennen – wir zogen um.
So herzlos für einen lachhaften Erlös auf einem Flohmarkt die Kultfiguren abzugeben wie ich, waren glücklicherweise nicht alle Schlumpfanhänger. Die goldenen Jubilare können im Bullyworld-Museum zwischen Schwäbisch Hall und Schwäbisch Gmünd besucht werden, außerdem sind sie auf einer eigenen Website zu Hause.
Foto: Harald Wanetschka/Pixelio
Mittwoch, 11. Juni 2008
Mit einer dreitägigen Großveranstaltung fanden die zahlreichen Aktionen im Rahmen des Jubiläums “50 Jahre Hymer” ihren spektakulären Abschluss. Rund 2000 Reisemobile sowie Caravans und mit ihnen mehr als 4000 Teilnehmer aus 21 Nationen waren nach Oberschwaben gereist, um in Bad Waldsee und Friedrichshafen die große 50-Jahre-Hymer-Abschlussfeier mitzuerleben. 1500 Reisemobile fanden ihren Stellplatz rund um das Messegelände Friedrichshafen, während 500 Caravans auf den Campingplätzen Gitzenweiler Hof, Gohren und Wirthshof untergebracht waren.
Zwei Tage und drei Nächte lang präsentierte Hymer ein Programm der Extraklasse. Tagsüber konnten die Gäste in Bad Waldsee Europas modernste Produktionsstätte für Reisemobile und Caravans besuchen. Mit mehr als 250 Führungen – exklusiv durch Hymer-Mitarbeiter persönlich betreut – wurden den Besuchern viele Details und Hintergrundinformationen zur Produktion von Freizeitfahrzeugen vermittelt. Darüber hinaus fanden die neue Hymer-Verkaufs-niederlassung, aber auch das für den Zubehörhandel zuständige Tochterunternehmen Movera großes Interesse bei den Teilnehmern.
Parallel fand in Friedrichshafen eine attraktive „Mini-Messe“ statt. In einer Halle wurde ein historisch und aktuell repräsentatives Spektrum an Eriba-Caravans und Hymer-Reisemobilen ausgestellt. Zusätzlich waren Flugzeuge zu sehen, die den Berufs- und Karrierestart von Erwin Hymer markierten. In einer anderen Halle stellten über 100 Hymer-Partner, Zubehörfirmen, Campingplätze sowie weitere Serviceanbieter ihre Produkte aus und zahlreiche Dienstleistungen vor. Im Freigelände wurde ein professionelles Fahrsicherheitstraining angeboten.
Um der großen Personenzahl das Programm auf der großen Bühne mit exzellentem Bild und Tonvergnügen zu präsentieren, wurden von Maurer Veranstaltungstechnik mehr als 20 Kilometer Kabel verlegt, 72 Lautsprecher installiert und vier Großbildleinwände sowie mehr als 800 Scheinwerfer aufgehängt. Das gesamte Stromvolumen belief sich für dieses Event auf circa 550.000 Watt. Fünf 40-Tonner-Sattelschlepper und 38 Techniker waren für die Bereitstellung und Umsetzung des gesamten Technikapparats vor Ort. Die Gesamtkoordination des Events dauerte über 18 Monate und wurde exklusiv von circa 20 Hymer-Mitarbeitern in Kooperation mit spezialisierten Serviceunternehmen ausgeführt.
Foto: Hymer
Dienstag, 22. April 2008
Urmel aus dem Eis, Jim Knopf, die Muminfamilie. Vielen Campingfreunde werden sich bei diesen Namen an ihre Kindheit erinnert fühlen. Lange bevor “Eine Insel mit zwei Bergen” ein Pophit wurde, flimmerten die Geschichten der Augsburger Puppenkiste über die – in den Anfangsjahren größtenteils noch schwarz-weißen – Mattscheiben. Die Puppenkiste wurde durch unzählige Fernseh- und Theaterproduktionen weit über die Grenzen Augsburgs hinaus bekannt.
Die genannten Hauptdarsteller sind nur einige der über 6000 Figuren aus dem Fundus des Marionettentheaters, die zu Helden ganzer Generationen von Kindern in aller Welt wurden. Bis heute begeistert die Puppenkiste und entführt in ein Reich der Phantasie. Mit der großen Jubiläums-Sonderausstellung “60 Jahre Augsburger Puppenkiste” bietet sich eine ideale Gelegenheit, die berühmten
Theater- und Fernsehmarionetten, aber auch Hintergrundinformationen über die Geschichte, die Macher und die nicht minder spannenden Theater- und Dreharbeiten der letzten 60 Jahre zu erleben.
Dabei werden auch Marionetten und Fotodokumente präsentiert, die noch nie oder seit langem nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen waren. Mit seiner Jubiläumsausstellung vom 7. Mai bis 9. November wird das Museum “die Kiste” erneut unter Beweis stellen, dass es die Bezeichnung “Louvre der Kinderunterhaltung” mehr als verdient.
Foto: Augsburger Puppenkiste
Montag, 18. Februar 2008
Camping in Deutschland würde heute anders aussehen, gäbe es den Deutschen Camping-Club nicht. Auf diesen Nenner lässt sich die Arbeit des DCC wohl bringen, der in diesem Jahr 60. Geburtstag feiert. Der Club, in dem rund 100.000 Camper organisiert sind, wurde 1948, genauer am 22.September, in München gegründet. Dies war möglich, weil internationale Kontakte den Krieg überdauert hatten: Englische Camper forderten den nachmaligen ersten Präsidenten des DCC, Dr. Max Eckert auf, eine deutsche Campingorganisation zu schaffen.
Zunächst gab es zwei Ziele. DCCler sollten reisen und: Der Club wollte im Nachkriegsdeutschland eine Camping-Infrastruktur aufbauen, um die Naherholung sicher zu stellen. Dazu gehörte es Camping-Treffen zu organisieren, was erfolgreich schon 1949 am Staffelsee geschah. Tatkräftige Unterstützung gabs dabei von der Campingindustrie und Pionieren wie Hans Berger und Arist Dethleffs.
Ein erstes Zeltplatzverzeichnis, aus dem der populäre DCC Campingführer “Europa” wurde, erschien 1949, weitere Camper-Treffen folgten. Vom ersten Tag an war der DCC auf behördlicher Ebene aktiv. Parallel dazu entwickelte sich der Club: Landesverbände und Ortsclubs kamen dazu, um Campern flächendeckend Ansprechpartner zu vermitteln. Die Clubzeitschrift “Camping” entstand. Weitere Meilensteine waren die Etablierung von Freizeitmessen, die Pflege internationaler Kontakte, die Schaffung eigener Campingplätze und, immer wieder im partnerschaftlichen Miteinander, hoher Einsatz für Camper.
Vom 2. bis 5. Oktober findet im Spreeauenpark in Cottbus eine große Jubiläumsveranstaltung statt.
Mit einem bunten Programm feiert Deutschlands Camping-Fachverband den Jahrestag seiner Gründung.
Grafik: DCC