Sonntag, 21. Oktober 2007

friesland_083_188672.jpgDas Nürnberger Museum Industriekultur ist eine Einrichtung für die ganze Familie. Es erzählt mit multimedialen Inszenierungen unter anderem die Geschichte der Energie, der Telekommunikation und des Haushalts. Ausstellungsstücke kommen selbst zu Wort. So verschwören sich Herd und Kühlschrank in einer Licht- und Toninszenierung gegen die Hausfrau. Eine Technik-Revue lässt unter anderem die grausigen Zeiten lila eingefärbter Fernsehgesichter und von Dauerrauschen begleiteter Telefonate wieder aufleben.

In einer Sonderausstellung wird ab 26. Oktober unter dem Titel “Top Secret” die Welt der Spionagetechnik vorgeführt. Yul Brynner, Clint Eastwood, Richard Burton  – sie waren Protagonisten der Spionagethriller des Kalten Krieges. Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und nun Daniel Craig verkörperten den wohl berühmtesten Leinwandagenten: James Bond.

Doch mit der Wirklichkeit im Geheimdienst haben sie alle nur wenig zu tun. Sie spielt sich eher in einer Atmosphäre der Sachlichkeit ab, die keinen Platz für Agentenromantik lässt. Auf rund 350 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert das Museum dieses auch heute noch brandaktuelle, spannende und faszinierende Thema. Die gezeigten Objekte reichen dabei vom ferngesteuerten BMW aus dem Bond-Film “Der Morgen stirbt nie” über reale Technik aus der Welt der Spionage bis hin zur immer kleineren und raffinierteren Überwachungs- und Abhörtechnik der Industriespione.



Montag, 13. August 2007

flasche.jpgWenn für einen Drink ein außergewöhnliches Glas erfunden wird, dann muss er wohl etwas Besonderes sein. Wenn mit George Clooney einer der “sexiest men alive” zumindest in der Werbung an ihm nippt, muss an ihm etwas dran sein. Der Martini im dreieckigen Glas mit einer grünen Olive ist ein Klassiker – und das seit über 100 Jahren.

Seine Geschichte begann vor 160 Jahren in Turin. Ursprünglich waren vier Geschäftsmänner mit der Herstellung von Weinen und Likören befasst, Außerdem erzeugten sie mit Kräutern und Gewürzen aromatisierte Weine. Die Wurzel des heute berühmtesten Vermouths der Welt. Der Handelsvertreter Allessandro Martini und der begnadete Kräuterkenner und Kellermeister Luigi Rossi steigen schließlich zusammen mit dem Buchhalter Teofilo Sola 1863 in die Firmenspitze auf. Rossi entwickelt die auch heute noch streng geheime Zusammensetzung, Martini macht das Getränk im ganzen Land bekannt.

Gegen Ende des Jahrhunderts entwickelt sich Martini zur Weltmarke. Marlene Dietrich liebt ihn, Grace Kelly ebenfalls und US-Präsident Roosevelt soll ein ebenso geschickter Martini-Mixer wie Politiker gewesen sein.

Der erste Martini war 1863 der rote. Die trockene Variante wurde erstmals zur Begrüßung des neuen Jahrtausends auf Silvesterpartys ausgeschenkt. Martini Bianco stieß um 1910 zur Familie.

James-Bond-Fans sollten wissen, dass der Wodka-Martini ihres Lieblingsagenten nichts mit dem italienischen Vermouth zu tun hat. Er wird nämlich aus Gin, Wodka und dem französischen Weinaperitif Lillet geschüttelt. Im Film Diamantenfieber ist in einer Szene allerdings auch eine Flasche Martini zusehen. Und 007 wird ihn mit Sicherheit gekostet haben.