Das Abbrennen der “Biike-Feuer – Frühlingsfeuer” (Sylter Friesisch “Biike” das “Feuerzeichen”) ist seit Generationen Tradition auf den Inseln, den Halligen und auch auf dem Festland entlang der Nordsee-Küste von Schleswig-Holstein. Seit altersher brennen die Schleswig-Holsteiner ihre Küsten-Feuer am Vorabend des “Piddersdai” (St.Petri-Tag – 22. Februar) unmittelbar am Strand ab.
Tausende von Menschen versammeln sich erst um die Feuer, dann bei der anschließenden Feier. Zum Biikebrennen gehört traditionell ein zünftiges Grünkohlessen.Gäste sind immer herzlich willkommen. In einigen Orten gibt es spezielle Arrangements für Feriengäste zum Biikebrennen. Der historische Grund für das Abbrennen der Feuer entlang der nordfriesischen Küste liegt im “Dunklen der Geschichte”.
Auch wenn heute das “Biike-Brennen” mehr als touristische Attraktion mit viel Alkohol und reichlich Essen gesehen wird, so diente der Brauch in Urzeiten vielleicht dem “Zauber gegen böse Geister” oder? Die Neubelebung des “Piddersdai” verdanken die Nordfriesen dem Sylter Lehrer C. P. Hansen, der laut Historiker Albert Pantens in seiner Studie “Fastnachtfeuer” die Aussagen von Hansen wie folgt bewertete:, ” als er um 1830 die Sagenwelt der Nordfriesen entdeckte und das, was ihm zu unbedeutend erschien, in phantasievoller Weise überhöhte”. Hansen sah in dem heidnischen Fastnachfeuer ein mehrdeutiges Abschiedsritual.