Samstag, 26. Juli 2008
Wasser ist Hamburgs Element. Alster, Bille, Elbe und Dutzende von Fleeten und Kanälen geben der Hafenmetropole ihr einmaliges Flair – und reizvolle Wasserplätze in großer Zahl: vom lauschigen Bootsanleger über die altehrwürdigen Luxushotels an Binnen- und Außenalster bis zu den modernen Bauten der HafenCity, wo 2011 das neue Wahrzeichen der Stadt seine Pforten öffnen wird, die Elbphilharmonie.
Mit mehr als acht Millionen Besuchern pro Jahr ist der Hafen der Hansestadt die beliebteste Attraktion in Deutschland. Und nichts führt Hamburgs Rolle als „Tor zur Welt“ so eindrucksvoll vor Augen wie ein majestätisch vorbeiziehender Ozeanriese. Erst recht, wenn es sich um die Queen Mary 2 (Foto) handelt. Von deren Helikopter-Deck aus – 45 Meter über der Wasserlinie – wird Finanzsenator Dr. Michael Freytag am 30. Juli um 22 Uhr die Hamburg Cruise Days per Knopfdruck eröffnen: Er schaltet die Illumination MERIAN Blue Port von Lichtkünstler Michael Batz ein, die zahlreiche Gebäude und Objekte rund um den Hafen in magisches Blau hüllt.
Zu dem fünftägigen Treffen der Traumschiffe, das von einem bunten Unterhaltungsprogramm begleitet wird, kommen neben der QM2 auch die Deutschland (“Schiff des Jahres 2008″), die AIDAaura, die Columbus, die Astor und die Sedov, das weltgrößte Segelschulschiff. An Bord der Sedov und des Museumsfrachters Cap San Diego können Besucher Schnuppertörns machen – Elbfahrt und Zeitreise zugleich.
Foto: Hamburg Marketing GmbH
Montag, 23. Juni 2008
Zur Freude der Seeleute und zur Verständigung der Völker wurde die Schiffsbegrüßungsanlage am Schulauer Fährhaus, später Willkomm-Höft genannt, am 12. Juni 1952 in Betrieb genommen. Vorn auf der Brücke steht das Gerüst mit den riesigen Lautsprechern, aus denen Begrüßung oder Verabschiedung zu den Schiffen hinüberschallt. Aus der Kabine werden Begrüßungs- oder Verabschiedungszeremonien vom Computersystem abgespielt. Es sind über 150 Nationalhymnen mit fast allen Sprachen der Welt auf Festplatte gespeichert.
Währenddessen senkt sich, von der Kabine aus automatisch betätigt, die Hamburger Flagge am 40 Meter hohen Mast zum Gruß (Flagge dippen nennt das der Seemann), und das internationale Signal für “Gute Reise” wird aufgezogen. Das Schiff antwortet durch dippen seiner Flagge. Der Begrüßungskapitän bekommt vom Hamburger Schiffsmeldedienst SMD laufend Meldungen über die Schiffsbewegungen auf der Elbe und hat dadurch eine gute Arbeitsgrundlage. Weil sich ab den SMD-Stationen Hamburg Finkenwerder bzw. Stader-Sand die Reihenfolge der Schiffe ändern kann, muss er dennoch “auf Sicht” arbeiten, also mit Hilfe des Fernglases die Nationalität des nahenden Schiffes erkennen, damit er die richtige Zeremonie wählen kann.
Danach vermittelt er den Gästen des Fährhauses über Lautsprecher vielfältige Informationen über das Schiff, welches soeben begrüßt oder verabschiedet wurde. Die über 16.000 Karteikarten und der tägliche Hafenbericht sind seine Haupt-Informationsquellen. Doch dieses Spektakel ist noch nicht alles, was das Fährhaus zu bieten hat. So gibt es ein Buddelschiff- und Muschelmuseum sowie zahlreiche gastronomische Angebote.
Foto: Schulauer Fährhaus
Dienstag, 17. Juni 2008
Am Londoner Tower gibt es das London Dungeon, das Hamburger Pendant des “Kerkers” befindet sich in der Speicherstadt. Im Hamburg Dungeon betritt der Besucher eine Welt der Alpträume und erlebt, was Hamburgs Vorfahren einst in Angst und Schrecken versetzte. Die Geschichte mit ihren schrecklichen Katastrophen wird zum Leben erweckt.
Seit diesem Jahr liegt das Tor zur Hölle liegt in der Speicherstadt. Der erbarmungslose Henker im neuen Showbereich “Extremis – Sturz in die Hölle” kennt für Sünder keine Gnade und lässt sie direkt in den Abgrund stürzen. Die rasante Fahrattraktion im neuen Showbereich soll auch den furchtlosesten Besuchern das Herz in die Hose rutschen lassen.
Ein weiterer Bereich ist dem Großbrand in Hamburg 1842 gewidmet (Foto). Der schreckliche Brand verschlingt die Stadt mit lodernden Flammen, Bürger fliehen um ihr Leben zu retten und tausende von Feuerwehrmännern kämpfen gegen die meterhohen Flammen. Enge Gassen und Holzhäuser begünstigen die Ausbreitung des Brandes – der Tod ist nahe. Panik breitet sich in ganz Hamburg aus und Chaos regiert die Stadt.
Während er bei den Festspielen auf Rügen Triumphe feiert, erlebt Klaus Störtebeker in Hamburg seine Exekution. Am 20. Oktober 1401 wurden er und 70 Kameraden gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Die Geschichte der Exekution wurde über Jahrhunderte hinweg weitererzählt. Der Legende nach, soll es Störtebekers letzter Wunsch gewesen sein, dass all jene Männer überleben dürften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. Der geköpfte Störtebeker schritt zur Überraschung der Zuschauer an elf seiner Gefolgsleute vorbei, bevor er vom Henker zu Boden gestoßen wurde.
Nachzuempfinden sind im Dungeon auch die Sturmflut von 1717 und viele weitere Episoden aus der Geschichte der Freien und Hansestadt. Langweilig wird es bei dem etwa zweistündigen Rundgang jedenfalls bestimmt nicht.
Foto: hamburg.de
Dienstag, 8. April 2008
Hamburg feiert seinen Hafen. Von Freitag, 9. Mai, bis Montag, 12. Mai, begeht die Hansestadt den 819. Hafengeburtstag. Das größte Hafenfest der Welt bietet vier Tage lang unzählige Attraktionen auf dem Wasser, an Land und in der Luft. Erwartet werden einige der schönsten und größten Windjammer der Welt. Jährlich kommen weit mehr als eine Million Menschen zu den Feierlichkeiten am Hamburger Hafen.
Der Hafengeburtstag geht zurück auf Kaiser Friedrich Barbarossa, der den Hamburgern am 7. Mai 1189 einen Freibrief ausstellte, der Zollfreiheit für Schiffe auf der Elbe von der Stadt bis an die Nordsee gewährte. Dieses Datum gilt seitdem als Geburtsstunde des Hamburger Hafens.
Das Herzstück des Geburtstages bildet das attraktive Wasserprogramm auf der Elbe vom Museumshafen Oevelgönne entlang der Landungsbrücken bis hin zum Baumwall. Zu den Highlights gehören die Ein- und Auslaufparade der Großsegler, Museumsschiffe, Segel- und Motoryachten und anderen Boote, die Drachenbootregatten, die Hafenlichter am Freitagabend, das große Feuerwerk am Samstagabend oder das weltweit einmalige Schlepperballett am Samstagnachmittag.
Die Hafenmeile von der Speicherstadt bis zur Fischauktionshalle lockt mit rund 500 Schaustellern, kulinarischen Genüssen und zahlreichen Bühnen mit Live-Acts bekannter Musiker. Mitmach-Aktionen für Kinder, Jugendliche und Familien sowie zahlreiche Angebote der Museen runden das Programm kulturell ab. Weitere Highlights des Hafengeburtstages sind der Eröffnungsgottesdienst im Michel, der Kunsthandwerkermarkt, die Lotto Action Zone oder die Spiel- und Erlebnismeile.
Auch in der Luft ist für ein attraktives Programm mit historischen Flugzeugen, Überflügen der Lufthansajets, Hubschrauberrundflügen, Fallschirmspringern oder Heißluftballon-Fahrten gesorgt. Ob Wasserratte, Landei oder Luftikus – beim Hafengeburtstag ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Foto: HMC/Nico Maack
Montag, 17. März 2008
Die Reiselust zu Ostern hat von den Deutschen die Hamburger am stärksten gepackt. 22 Prozent der Hanseaten wollen über Ostern verreisen. Dies hat eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes Forsa ergeben. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 14 Prozent.
Über dem Durchschnitt liegen neben den Hamburgern auch die Bewohner von Bremen, Berlin, Niedersachsen und Hessen. Das geringste Fernweh plagt die Befragten aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Saarland und Thüringen mit maximal zehn Prozent.
Das größte Ärgernis während der Autoreise ist das rücksichtslose Fahren anderer Verkehrsteilnehmer. 79 Prozent der Autofahrer ärgern sich über dieses Verhalten. Auf Platz zwei liegen mit 71 Prozent Staus und überfüllte Autobahnen. Zur Entspannung während der Reise dienen überwiegend Musik und eingeplante Pausen. 82 Prozent aller Reisenden planen mindestens einen Stopp an einer Autobahnraststätte ein.
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Die Initiative “Weihnachtliches Hamburg” glänzt mit Neuerungen in der diesjährigen Weihnachtsmarktsaison. Erstmals werden Hamburger Weihnachtsmärkte bis Silvester geöffnet haben. Die besinnlichen Tage gehen in der Freien und Hansestadt in die Verlängerung.
In der Adventszeit gibt es ein Fest der Sinne – von nostalgischen Attraktionen auf dem Historischen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus bis zum romantischen, in warme Decken gehüllten Entspannen in einem der Cafés mit Panoramablick an der Binnenalster. Zum ersten Mal werden die Buden und Stände Hamburg nicht nur bis Heiligabend, sondern sogar bis zum Jahreswechsel in ein strahlendes Lichtermeer tauchen.
Die Märkte auf der Spitalerstraße, am Gerhart-Hauptmann-Platz, an der St.-Petri-Kirche sowie am Gänsemarkt werden bis 30. Dezember, der Weihnachtsmarkt sogar noch bis zur Silvesternacht um 2 Uhr morgens geöffnet sein. So duftet es in der Innenstadt von Hamburg noch bis über die traditionellen Weihnachtstage hinaus nach Lebkuchen und Bratäpfeln, können sich die Besucher bis Silvester an heißem Punsch wärmen.
Foto: Hamburg Tourismus GmbH
Montag, 19. November 2007
Um eine neue Stadt kennen zu lernen, ist eine Stadtrundfahrt eine gute Wahl. Doch auch wer das Brandenburger Tor, den Michel, den Kurfürstendamm und die Reeperbahn schon zur Genüge kennt, sollte in Berlin oder Hamburg einmal in den Bus steigen. Die Videobus-Touren in beiden Städten bieten sogar Einheimischen ganz neue Perspektiven.
Historische Film-, Bild- und Tondokumente, live kommentiert an den Schauplätzen großer Geschichte – das ist die außergewöhnliche Idee, die dahintersteckt. So kann man in einer multimedialen Zeitreise durch Hamburg die Entwicklung der Hanse verfolgen, den Kaiser am Michel und die Beatles auf der Reeperbahn treffen.
In Berlin gibt es nicht nur eine Reise durch die Vergangenheit, sondern auch eine Tour, die die Stadt als Drehort zeigt. Mit dem Videobus geht es zu den Schauplätzen berühmter Filme, etwa dem Checkpoint Charlie aus dem Bond-Film “Octopussy” oder der Oberbaumbrücke, die in “Lola rennt” zu sehen war. Zusätzlich zur Videobus-Tour können eine Besichtigung im Museum für Film und Fernsehen, ein passender Restaurantbesuch oder das Programm “Make your own Berlin-Movie” gebucht werden.
Samstag, 3. November 2007
Der Hamburger Dom ist ein Stück Tradition der Hansestadt. Er gilt als das größte Volksfest des Nordens und mit drei Veranstaltungen jährlich als das längste Volksfest Deutschlands. Der Winterdom sorgt vom 9. November bis zum 9. Dezember für Spaß, Nostalgie und Nervenkitzel auf dem Heiligengeistfeld.
Der Dom hat seine Ursprünge im elften Jahrhundert, als Händler und Handwerker, aber auch Gaukler und Quacksalber im Marien-Dom Schutz vor Wind und Wetter suchten. Dem Erzbischof Burchard von Bremen war das bunte Treiben in dem Gotteshaus ein Dorn im Auge. Das 1334 ausgesprochene Hausverbot wurde jedoch drei Jahre später wieder aufgehoben.
1804 wurde der Dom abgerissen. Die Händler und Schausteller zogen durch die Hamburger Stadtteile, hatten keinen festen Sitz. Den bietet ihnen seit 1893 das Heiligengeistfeld. Der Name aber blieb. 1947 kam zum Winterdom noch der Sommerdom hinzu und seit 1948 wird auch der Frühlingsdom gefeiert.
Gute Laune, Frohsinn und Unterhaltung sind Trumpf beim Bummel durch drei Kilometer bunter Buden, nostalgischer Karussells und High-Tech-Fahrgeschäfte. Für Romantiker dreht sich das alte Pferdekarussell, wer Illusionen liebt, kann sich in der guten alten Schaubude verzaubern lassen. Auch die Liebhaber des Rasanten kommen auf ihre Kosten. Und die Gastronomie auf dem Dom bietet von der Wurst in der Hand bis zum feinen Menü so ziemlich alles.
Freitag, 12. Oktober 2007
Das über 125 Jahre alte Panoptikum im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist das älteste Wachsfigurenkabinett Deutschlands. Mit mehr als 130 Figuren ist es auch das größte Kabinett Deutschlands. Beim rund einstündigen Rundgang können bedeutende Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte getroffen werden.
Prominente aus Geschichte, Kultur, Wissenschaft, Showbusiness und Sport sind in dem Gebäude aus den 50er Jahren vereint. Albert Einstein erklärt an der Tafel die Relativitätstheorie, Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher genießen einen Schoppen Wein, Julia Roberts begeistert als Braut in Weiß und die Beatles haben ihr Comeback.
Romy Schneider fasziniert wieder als Sissi und neu hinzugekommen sind auch Daniel Radcliffe als Harry Potter, Kleopatra, Madonna und Jan Fedder vom Großstadtrevier. Für wissenschaftlich Interessierte gibt es die Exponate im medizinisch-historischen Kabinett und für Mutige eine Gruselszene im Panoptikum zu erleben.
Foto: Panoptikum Hamburg
Mittwoch, 10. Oktober 2007
1150 Quadratmeter Modellfläche, 9000 Meter Gleislänge, rund 700 Züge und etwa 250.000 Lichter. Das sind nur einige Fakten des Miniatur Wunderlands. Die kleine Welt in der Hamburger Speicherstadt gilt als die größte Modellbahn der Welt und sie wächst stetig weiter.
Vor sieben Jahren besuchte Frederik Braun Zürich. In einem Modellbahnshop wurden alte Kindheitserinnerungen wach und er hatte eine Idee, die er sofort seinem Zwillingsbruder Gerrit mitteilen musste: “Wir bauen die größte Modelleisenbahn der Welt.” Sie holten ihren Freund Stephan Hertz mit ins Boot (aufs Gleis) und los ging es.
Mittlerweile wurden sechs Abschnitte fertig: Österreich, Knuffingen, Harz, Amerika, Skandinavien und selbstverständlich widmeten sie auch ihrer Heimatstadt Hamburg einen Abschnitt. 162 Mitarbeiter investierten fast 500.000 Arbeitsstunden in die liebevoll gestaltete Anlage, zu der nicht nur Züge, sondern auch Häuser, Landschaften, Autos und Figuren gehören.
Und die Fantasie der kreativen Köpfe ist noch lange nicht am Ende. Bis zum Jahr 2015 sollen noch sechs weitere Abschnitte auf der dann doppelt so großen Fläche entstehen. Die Schweiz , Frankreich und Italien sind ebenso geplant wie ein Verkehrsflughafen. 15 Millionen Euro werden dann in das Miniatur Wunderland geflossen sein.