Donnerstag, 4. September 2008

punkteMein Lieblingsverein Hertha BSC möchte es ja gerne, Autofahrer nicht so sehr: Punkte sammeln. Die wären je zufrieden, wenn es so wie bei der Hertha in München mit null Punkten abginge. Doch da läuft man im Straßenverkehr eher Gefahr “meisterlich” abzuschneiden, und mittlerweile kann nicht nur das Konto in Flensburg gefüllt werden, wie der ADAC zusammengetragen hat.

Mittlerweile haben viele Länder eigene Punktesysteme eingeführt. Zu unterscheiden sind dabei Systeme, bei denen Punkte gesammelt werden (z.B. in Deutschland, Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Irland, Polen, Slowenien und Tschechien) und Systeme, bei denen Punkte von einem Anfangsguthaben abgezogen werden (z.B. in Frankreich, Italien, Spanien und Luxemburg). Im Ausland kassierte Punkte werden grundsätzlich nicht in Flensburg erfasst, auch wenn die ausländische Behörde das deutsche Kraftfahrtbundesamt über den Punkteeintrag informiert. Im Tatland selbst kann für den Kraftfahrer allerdings ein Punktekonto angelegt werden, auf das dann weitere Verkehrsverstöße in diesem Land eingehen. Hat man sein Punktelimit erreicht, kann ein Fahrverbot für das Staatsgebiet des betreffenden Reiselandes verhängt werden.

Die Fahrerlaubnis in Deutschland bleibt von ausländischen Fahrverboten unberührt, selbst wenn das Führerscheindokument im Urlaubsland eingezogen wird. Fährt man dann in Deutschland ohne „Lappen“, riskiert man ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro. Erfährt das Kraftfahrtbundesamt vom ausländischen Fahrverbot, wird dieses im Verkehrszentralregister eingetragen. Der ansonsten nur „informatorische“ Charakter des Eintrags kann sich im Falle einer späteren Eignungsbeurteilung negativ auswirken.

Der ADAC rät Kraftfahrern, sich vor Reiseantritt über das in den jeweiligen Ländern geltende Verkehrsrecht zu informieren. Vorsicht: Die ausländischen Bußgeldkataloge sehen zum Teil sehr hohe Geld- und sogar Haftstrafen für Verkehrssünder vor. Außerdem können nicht vollstreckte Geldstrafen aus dem EU-Ausland voraussichtlich ab 2009 auch in Deutschland eingetrieben werden.

Foto: Paul-Georg Meister/Pixelio



Mittwoch, 29. August 2007

henrik_vogel-zack.jpgAktiv das Konto in Flensburg abbauen, das geht. Viele Fahrschulen bieten hierzu freiwillige Aufbauseminare an, die neben Gruppensitzzungen auch eine Beobachtungsfahrt umfassen. Laut ADAC lohnen sich die Kosten von 250 bis 300 Euro für die Autofahrer.

Verkehrssünder mit bis zu acht Punkten auf dem Konto können vier davon tilgen. Bei einem Punktestand zwischen 9 und 13 können noch zwei Zähler verschwinden. Die Führerscheinstelle muss allerdings innerhab von drei Monaten über das Absolvieren eines solchen Seminares infomiert werden.

Wem das zu teuer ist, der kann warten, bis nach zwei Jahren die Punkte automatisch gelöscht werden. Das geschieht allerdings nur, wenn während dieser Frist keine neuen hinzugekommen sind. Sonst werden alle Punkte erst nach Ablauf der Tilgungsfrist des letzten Eintrages gelöscht.