Mittwoch, 19. November 2008
König Ludwigs Märchenschlösser, Berge und Seen – Bayern ist ein Magnet für Touristen, die neben einer schönen Landschaft auch Gastlichkeit und Erholung suchen. Auf einigen Campingplätzen können Besucher jetzt noch mehr entdecken: 32 Betriebe erhielten im Rahmen des Bayerischen Campingtags in Bad Windsheim die Auszeichnung Ecocamping. Die ausgezeichneten Plätze haben sich für mehr Qualität, Umweltschutz und Sicherheit engagiert. Damit hat sich Bayern an die Spitze der Bundesländer gesetzt, wenn es um nachhaltigen Campingtourismus geht.
Von den 32 Betrieben erhielten acht Campingplätze die Auszeichnung zum ersten Mal. 24 wurden erneut ausgezeichnet, weil sie ein erweitertes integriertes System für Qualität, Umweltschutz und Sicherheit eingeführt haben. Was bedeutet dieser Schritt? “Bei dem integrierten Ansatz stehen Qualität und Sicherheit gleichberechtigt neben dem Umwelt- und Naturschutz”, erklärte Georg Spätling, Vorsitzender des Landesverbandes der Campingplatzunternehmer in Bayern, der das Projekt auf den Weg gebracht hatte. Konkret gehe es um mehr Gästekomfort, eine größere Zufriedenheit der Mitarbeiter und um eine Stärkung der Kompetenz in Sachen Sicherheit.
Finanziell gefördert hat dieses Projekt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Dessen Vertreter, Herbert Köpnick, sagte: “Ecocamping ist ein wertvoller Beitrag zum Umweltpakt Bayern.” Durch ihre freiwillige Umweltschutzleistung hätten sich die Campingunternehmer auch für dieses Bündnis qualifiziert – in Bad Windsheim bekamen sie entsprechende Urkunden. Der Umweltpakt Bayern will freiwillige Aktivitäten bayerischer Unternehmen fördern, um dem Ziel einer nachhaltigen Wirtschaftsweise näher zu kommen. Köpnick gilt als einer der Väter des Umweltpakts Bayern, der mittlerweile Nachahmer in vielen weiteren Bundesländern gefunden hat.
Freitag, 15. Februar 2008
Seit nunmehr zehn Jahren ist der Umwelt- und Qualitätsmanagement-Experte Ecocamping aus Konstanz am Bodensee Impulsgeber und tatkräftiger Helfer, wenn es darum geht, Umwelt- und Naturschutz, Sicherheit und Qualität in Campingbetrieben umzusetzen und dauerhaft zu etablieren. Der Verein hat sich damit um den Campingtourismus verdient gemacht. Deshalb verlieh die CTJ (Vereinigung der Caravaning- und Touristik-Journalisten e.V.) den Meilenstein 2008 an diese Organisation.
Die CTJ ist der Meinung, Ecocamping hat sich um den Camping-Tourismus verdient gemacht. “Camping findet in der Natur statt”, meint der geschäftsführende Vorstand der CTJ, Hans-Jürgen Hess. Deshalb müsse die Natur erhalten werden, um diese Urlaubsform auch in Zukunft zu ermöglichen. Der Verein kenne die Belange der Campingwirtschaft sehr genau und setze sich täglich mit den Sorgen und Nöten der Unternehmer auseinander, ohne ihnen das grüne Mäntelchen auf Gedeih und Verderb anzuziehen. Deshalb würden praxisbezogene Umwelt- und Qualitätslösungen vermittelt.
Die Wurzeln der Initiative liegen am Bodensee. 14 Campingunternehmen der Region starteten 1998 zusammen mit der Bodensee-Stiftung das Projekt Ecocamping. Schon damals ging es um Themen wie Energie-Effizienz, Klimaschutz, Wassereinsparung oder bessere Abfallverwertung. Später kamen die Aspekte Qualität und Sicherheit dazu.
Mit Unterstützung der Europäischen Kommission, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und den Umwelt- und Wirtschaftsministerien der Bundesländer wurde ein speziell auf die Campingbranche angepasstes Umweltmanagementsystem, das Ecocamping Umweltmanagement entwickelt und in vielen Regionen eingeführt. Einzigartig an dem Konzept ist die Kombination aus individuellen Beratungen, Qualifizierung in Workshops und einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit.
Foto: Ecocamping
Freitag, 18. Januar 2008
1998 fiel der Startschuss: Bei einem Umweltschutz-Workshop von Campingplätzen am Bodensee beschlossen die Unternehmer die Einrichtung einer ständigen Arbeitsgruppe und gaben ihr den Namen Ecocamping. Mit der Koordination wurde die Bodensee-Stiftung betraut. Schon damals ging es um Themen wie Energie-Effizienz, Klimaschutz, Wassereinsparung oder bessere Abfallverwertung. Später kamen die Schwerpunkte Qualität und Sicherheit dazu.
Mit Förderung der Europäischen Kommission (LIFE und INTERREG), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und den Umwelt- und Wirtschaftsministerien der Bundesländer wurde in Folge ein speziell auf die Campingbranche angepasstes Umweltmanagementsystem, das Ecocamping Umweltmanagement, entwickelt und in vielen Regionen eingeführt. Heute ist Ecocamping ein eingetragener Verein und zudem das größte europäische Netzwerk für Umweltschutz und Qualität im Campingtourismus.
166 Campingplätze verfügen über die Auszeichnung Ecocamping Umweltmanagement, 35 weitere Betriebe bereiten sich darauf vor. Die Aktivitäten erstrecken sich auf die meisten deutschen Bundesländer sowie Südtirol, Österreich und die Schweiz. Den fulminanten Einstieg ins Jubiläumsjahr gab der Verein mit einem großen Stand auf der Fachmesse Camp Ground und ist derzeit auch auf der CMT und dem Reisepavillon in Stuttgart präsent. Gerade erschienen ist zudem das Urlaubs-Magazin 2008, das ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres steht und interessante Einblicke zur Geschichte von Ecocamping vermittelt.
Foto: Ecocamping