Freitag, 5. Oktober 2007

dracula.jpgKönnen wir unseren Augen trauen? Sehen wir die Welt tatsächlich so wie sie ist? Nach einem Rundgang durch das Museum 3. Dimension in Dinkelsbühl steht zumindest eines fest: Der Mensch täuscht sich selbst. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Faszination Raum.

Auf drei Etagen widmet sich das Museum der Dreidimensionalität. Täuschung inbegriffen. Denn wenn zweidimensionale Bilder plötzlich Tiefe zeigen und Kreise zu Kegeln werden, dann hat sich das Gehirn täuschen lassen. Dass Humor 3-D-tauglich ist, beweist das Museum gleich im Erdgeschoss, wo in liebevoller Kleinarbeit dreidimensionale Welten entstanden sind, die zum Schmunzeln einladen.

In der ersten Etage eröffnet die 3-D-Brille fantastische Welten. Der verhüllte Reichstag erscheint ebenso zum Greifen nahe wie zahlreiche Naturaufnahmen und Motive aus Technik und Kunst. In der oberen Etage schließlich verblüffen Hologramme und die Geheimnisse der Glasscheiben in der Mitte des Raumes lassen sich nur durch den richtigen Blickwinkel entschlüsseln.

Das Museum 3. Dimension ist weltweit das einzige seiner Art. 1987 wurde es in Dinkelsbühl eröffnet und zeigt außer zahlreichen Werken und Techniken zur Tiefenerzeugung auch einen Teil der bedeutendsten stereoskopischen Kunstsammlung aus dem Besitz des Frankfurter Designers Gerhard Stief.