Samstag, 16. Februar 2008

stuttgart.jpgFür Besucher, die des heimischen Dialekts nicht mächtig sind, ist allein das Verstehen der Stuttgarter schon ein Abenteuer. Aber die baden-württembergische Landeshauptstadt hat mehr im Angebot. Auch in diesem Jahr bietet die Stuttgart-Marketing GmbH wieder spannende Erlebnis- Besichtigungen an. Ob der enge Fluchtstollen des Heslacher Tunnels, das geheimnisvolle Krematorium auf dem Pragfriedhof, der Gewölbekeller des Weinguts der Stadt Stuttgart, lebensrettende Luftschutzbunker oder aufsehenerregende Bauprojekte – das Angebot der Reihen “Stuttgart unterirdisch” und “Stuttgart baut” ist einzigartig.

Den Höhepunkt im diesjährigen “Stuttgart-baut”-Programm bildet die Rundfahrt Stuttgart 21. Bei dieser Rundfahrt soll besonders die städtebauliche Dimension des Bauprojekts verdeutlicht werden. Die Tour startet im TurmForum Stuttgart 21 im Hauptbahnhof. Die Stadtführer der Stuttgart-Marketing erläutern anhand der Modelle in der Ausstellung Stuttgart 21 die bevorstehenden Veränderungen im Städtebau, den zeitlichen Ablauf der Bauabschnitte, die Baustellenplanung sowie die Bedeutung für den Bahnverkehr. Anschließend geht es durch den Hauptbahnhof mit Betrachtung des jetzigen Gleisfelds und der zukünftigen Baugrube. Wo werden die Gleise im neuen Bahnhof sein? Wohin werden die Prellböcke verlegt? Nach der Beantwortung dieser und weiterer Fragen geht es zu Fuß durch das Europaviertel bis zum Pariser Platz.

Immer wieder samstags (am 1. März, 3. Mai, 6. September und 6. Dezember) heißt es von 14 bis 15:30 Uhr „eintauchen in Stuttgarts belebte Geschichte“. Rund 46 Bauwerke für den Zivilschutz existieren heute noch in Stuttgart, zwei davon sind die Luftschutzbunker am Wilhelmsplatz/Leonhardsplatz. Sie sind Zeugen des Zweiten Weltkriegs und so Lebensretter von Tausenden Menschen. Die Tour führt nicht nur in die Vergangenheit dieser innerstädtischen Bunker, sondern informiert auch über die aktuelle Nutzung und Wartung der Bauten.

Rund 50.000 Fahrzeuge durchqueren täglich den Heslacher Tunnel, eine wichtige Verbindung zwischen Innenstadt und Autobahn. Doch kaum einer kennt das Fluchtstollensystem – eine 415 Meter lange Röhre, die auch von Rettungsfahrzeugen befahren werden kann. Bei zwei Führungen können Interessierte dieses Rettungssystem von Stuttgart zu Fuß erkunden und erleben.