Montag, 4. August 2008

tauernVom nächsten Wochenende, 8. bis 10. August, an schwappt die große Ferienreisewelle langsam zurück. Das bedeutet vielerorts stockender oder gar stehender Verkehr, prognostizierte der Auto Club Europa (ACE). Auf allen Strecken in Richtung Süden, Norden und auch in den Urlaubsgebieten selbst ist bereits ab diesem Donnerstag mit starkem und ab Freitag mit sehr starkem Verkehr zu rechnen.

In den Alpen müssen sich Autofahrer wegen der so genannten Blockabfertigung vor den großen Straßentunnels auf längere Wartezeichen einstellen. Der ACE geht von hohem Verkehrsaufkommen und Staus insbesondere auf folgenden Strecken aus:

Deutschland

  • A3 Richtung Nürnberg + Richtung Köln
  • A4 Großraum Köln
  • A5 Richtung Basel + Richtung Frankfurt
  • A6 Richtung Nürnberg + Richtung Heilbronn
  • A7 Richtung Kempten + Richtung Hannover
  • A8 Richtung Salzburg + Richtung Karlsruhe
  • A9 Richtung München + Richtung Berlin
  • A61 Richtung Ludwigshafen
  • A93 Richtung Kufstein + Richtung München
  • A99 Umfahrung München

Auf folgenden Strecken gibt es wegen mehrerer Baustellen voraussichtlich zusätzliche Verkehrsbeeinträchtigungen:
A3, A4, A6, A7, A8, A9, A61 so dass hier mit erhöhtem Staurisiko zu rechnen ist.

Frankreich

  • A4 Richtung Strasbourg
  • A35 Richtung Basel
     

Österreich

  • A10 Tauernautobahn (Foto,  Salzburg–Villach) Blockabfertigung Richtung Nord und Richtung Süd. Mit Wartezeiten von bis zu 4 Std. ist zu rechnen. Die Rekordmarke in 2008 lag bei 24 Kilometern Stau vor dem Tunnelportal. Alternative für Wohnmobil und Pkw mit Caravan:  Fahrt mit der ÖBB-Autoverlandung „Tauernschleuse“ Böckstein-Mallnitz. Die Züge verkehren im 45-Minuten-Takt und bei Bedarf auch in kürzeren Intervallen. Die einfache Fahrt mit dem Pkw kostet 17 €. In weiterer Folge ist natürlich auch mit Staus auf Umfahrungsstrecken zu rechen.
  • A13 Brennerautobahn
    - Alternative: Fahrt über den Reschenpass, zurzeit durch Baustellen belastet
  • B108 Felbertauernbundesstraße

Schweiz

  • A2 (Gotthardroute):Blockabfertigung am Tunnel Richtung Nord und Richtung Süd. Mit Wartezeiten bis zu 3 Std. ist zu rechnen.

Foto: Thommy Weiss



Mittwoch, 9. Juli 2008

stauneuAuf der Fahrt in den Urlaub müssen Caravaner und Reisemobilisten auch in diesem Sommer mit Behinderungen im Ausland rechnen. Besonders an den Wochenenden wird es laut ADAC auf den wichtigen Routen eng. Die Gründe: chronische Überlastung und Baustellen. Zum ungewollten Parkplatz wird die österreichische Tauernautobahn A 10 insbesondere vor Tauern- und Katschbergtunnel. Ausweichen kann man über die Felbertauernstraße oder die Autoverladung Tauernschleuse. Weitere Problemstrecken sind die Inntalautobahn A 12, Brennerautobahn A 13, die Fernpass-Route sowie die Westautobahn A 1 Wien – Salzburg.

In der Schweiz wird man lange Aufenthalte auf der Gotthard-Route A 2 vor dem Gotthardtunnel – insbesondere in Richtung Süden – einkalkulieren müssen. Die Ausweichroute über den San Bernardino (A 13) ist ebenfalls staugefährdet. Die Lötschberg-Autoverladung ist eine gute Alternative. Eng wird es auf der A 1 St. Gallen – Zürich – Bern. Genügend Zeit sollten auch Italien-Besucher für ihre Urlaubsfahrt einkalkulieren. „Nichts geht mehr“ könnte es häufig auf der Brennerautobahn A 22; der A 23 (Villach – Udine), der A 4 (Brescia – Verona – Venedig – Triest), der A 7 (Mailand – Genua) sowie im Großraum Mailand heißen.

In Frankreich kommt es zu Behinderungen auf folgenden Urlauberstrecken: A 36 / A 6 / A 7 Mühlhausen – Dijon – Lyon – Orange, A 9 Orange – Nimes – Montpellier – spanische Grenze und A 8 an der Côte d`Azur von Ventimiglia nach Aix-en-Provence.

Die schlimmsten Staufallen in Kroatien sind die Mautstellen sowie die Tunnel Mala Kapela bei Josipdol und Sveti Rok nördlich von Zadar auf der A 1. Wer über Slowenien anreist, braucht auf der noch nicht komplett durchgängigen slowenischen A 2 zwischen Karawankentunnel und Ljubljana starke Nerven und viel Zeit. Die rund 10 km lange Lücke zwischen Vrba und Peracica südöstlich von Bled wird auch in dieser Reisezeit noch nicht geschlossen sein.

Etwas länger brauchen Reisende schließlich auch an den Grenzübergängen. Besonders die Fahrt von Kroatien nach Serbien, von Slowenien nach Kroatien und zurück sowie die Ausreise von Bulgarien in die Türkei kann zum Geduldsspiel werden. Laut ADAC sollte der Grenzübergang Svilengrad – Kapikule zwischen Bulgarien und der Türkei vermieden werden. Dort verursachen Dauerbaustellen lange Wartezeiten. Als Ausweichrouten empfiehlt der Club die bulgarisch-türkischen Grenzübergänge Hamzabeyli und Dereköy sowie die griechisch-türkischen Grenzübergänge Kipi-Ipsala und Pazarkule.