Mittwoch, 13. Februar 2008
Urlaub in Deutschland war auch im vergangenen Jahr wieder sehr gefragt. Das geht aus der jetzt veröffentlichten ADAC-Touristik-Bilanz 2007 hervor. Mit deutlichem Abstand ist die Bundesrepublik (42,3 Prozent) das beliebteste Reiseziel der Autofahrer. Sie liegt vor Italien (14,0 Prozent), Österreich (7,6 Prozent) und Frankreich (5,3 Prozent).
Weiterhin im Kommen ist laut Automobilclub die Türkei, die mit vier Prozent erstmals unter den Top 5 zu finden ist. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC-Reiseservice, der im vergangenen Jahr 3,1 Millionen Routenberechnungen für seine Mitglieder erstellt hat.
Der Trend zum Urlaub im eigenen Land zeigte sich 2007 auch beim Bick auf die Regionen. Fünf der zehn beliebtesten Regionen Europas liegen in Deutschland. Spitzenreiter sind die Ostsee/Mecklenburgische Seenplatte und Oberbayern, die beide mit 0,6 Prozentpunkten Vorsprung Südtirol auf den dritten Platz verdrängt haben. Auf Platz vier liegt Tirol vor Schleswig-Holstein und dem Gardasee. Rang sieben und acht gingen bei den Autofahrerzielen an Istrien und Venetien/Friaul. Die Nordsee/Ostfriesische Inseln und das Ergebirge runden die Top 10 ab.
Grafik: ADAC
Samstag, 22. Dezember 2007
Ski-Urlauber sollten laut ADAC nicht ohne Winterreifen in die Ferien starten. In den meisten Wintersportländern besteht zumindest zeitweise eine Winterreifenpflicht, oder aber es drohen Geldstrafen, wenn man bei schneebedeckten oder vereisten Straßen mit ungeeigneter Bereifung unterwegs ist.
In Frankreich und in Italien können Winterreifen kurzfristig durch entsprechende Beschilderung vorgeschrieben werden. Im Aostatal darf man bis zum 20. April nur mit Winterreifen unterwegs sein. Auch in Slowenien (15. November bis 15. März), Finnland (1. Dezember bis 29. Februar) und Schweden (1. Dezember bis 31. März) besteht eine zeitlich begrenzte Winterreifenpflicht. Österreich reiht sich im kommenden Jahr ein: Ab dem 1. Januar 2008 müssen bei schneebedeckten und vereisten Fahrbahnen an allen Rädern Winterreifen montiert oder Schneeketten an den Antriebsrädern angebracht sein. Schneeketten auf der Antriebsachse als Alternative für Winterreifen sind nur dann erlaubt, wenn die Fahrbahn mit einer zusammenhängenden Schnee- oder Eisschicht bedeckt ist und wenn dadurch die Oberfläche der Fahrbahn nicht beschädigt wird. Die neue Verpflichtung gilt jeweils vom 1. November bis zum 15. April.
In der Schweiz, Dänemark und Norwegen besteht keine generelle Winterreifenpflicht. Bei einem Unfall mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen wird man aber in der Schweiz erheblich mithaftbar gemacht. Behindert man den Verkehr durch die falschen Schlappen, werden Geldbußen verhängt, die nach Aussagen des ADAC im Ausland sehr hoch sein können.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Vor dem Weihnachts- und dem Silvester-Wochenende erwartet der ADAC dichten Reiseverkehr, da die Schüler in allen Bundesländern dann Weihnachtsferien haben. Vor allem am Freitagnachmittag, 21. Dezember sowie am Samstag, 22. Dezember, dürfte es auf den Autobahnen hoch hergehen.
Während es am Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag ruhig bleiben wird, sind am zweiten Weihnachtsfeiertag bereits wieder die Skifahrer in die Wintersportgebiete unterwegs. Auch das Silvester-Wochenende bleibt nicht staufrei, das wird vor allem am Samstag, 29. Dezember, zu spüren sein. Dann ist auch schon mit Rückreiseverkehr zu rechnen. Auf folgenden Autobahnen herrscht an beiden Wochenenden Staugefahr:
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A 1 / A 7 Großraum Hamburg
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A 1 Hamburg – Bremen – Köln
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A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
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A 3 Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg
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A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
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A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
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A 7 Würzburg – Kempten
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A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
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A 9 Berlin – Nürnberg – München
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A 99 Umfahrung München
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A 93 Inntaldreieck – Kufstein
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A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
Im Ausland wird man ebenfalls nicht um Staus herumkommen. Auch dort gibt es überall Weihnachtsferien. Besonders belastet werden natürlich die Routen in die Wintersportgebiete der Alpen sein. In Österreich wird es abschnittsweise auf Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn nur langsam vorangehen. Ebenso auf der Fernpassroute und den wichtigsten Bundesstraßen in Vorarlberg, Tirol und im Salzburger Land. Viel Verkehr ist auch auf der Schweizer Gotthardroute und der italienischen Brennerstrecke angesagt.
Montag, 3. Dezember 2007
Aufmerksam sollten Autofahrer, und das betrifft Reisemobilisten ebenso wie die Fahrer von Zugmaschinen, nicht nur sein, wenn sie eine Tankstelle mit besonders günstigen Spritpresen suchen. Auch bei der Wahl der Zapfpistole müssen sie aufpassen. Allein der ADAC wird laut einer aktuellen Pressemitteilung 5000-mal im Jahr zu Fehlbetankungen gerufen. Schon das bloße Anlassen eines Diesels mit Benzin im Tank könne zu Motorschäden und Reparaturkosten von bis zu 7000 Euro führen.
Besonders moderne Dieselmotoren mit direkter Einspritzung sollten selbst bei minimalen Fehlbetankungen nicht mehr gestartet werden. Der Tankinhalt muss laut Automobilclub abgelassen, das Spritsystem gereinigt und der Wagen neu mit Diesel betankt werden.
Wird umgekehrt ein Benziner mit Diesel betankt, wird bereits nach wenigen Metern ein Stottern und Qualmen des Motors einsetzen. Auch in diesem Fall muss zumeist nicht nur der Diesel abgelassen, sondern auch das Kraftstoffsystem gereinigt werden. Dieser Irrtum komme allerdings seltener vor, da die Diesel-Zapfpistole meistens nicht in den Einfüllstutzen passt.
Als Hauptursache für die Verwechslung sieht der ADAC, dass viele Zapfpistolen heute nicht mehr mit der Kraftstoffmarke, sondern mit Werbung versehen sind. Früher hätten die Diesel-Zapfstellen zudem noch einen separaten Platz auf dem Tankstellengelände gehabt.
Sonntag, 11. November 2007
Der massive Streckenabbau der DB Autozug ist nach Ansicht des ADAC ein schwerer Fehler. Laut einer Pressemitteilung des Clubs wurden im Winterfahrplan im Vergleich zum vergangenen Jahr vier von neun Verladebahnhöfen gestrichen. Zudem sei die Zahl der Verbindungen von zehn auf fünf reduziert worden. Von 1200 Zügen des Vorjahres blieben nur noch 920 übrig.
Noch drastischer war der Unterschied im Sommer. Das Angebot schrumpfte von 16 auf 13 Bahnhöfe, von 26 auf 15 Verbindungen und bei der Gesamtzahl der Züge von 3700 auf 2700. Das bedeutete einen Rückgang um 30 Prozent. Angesichts des zunehmenden Autoverkehrs auf den beliebtesten Ferienrouten und der wachsenden Belastung sei dies laut ADAC von der Bahn der falsche Weg.
Doch auch im kommenden Sommer soll das Streichkonzert wohl fortgesetzt werden. So ist laut ADAC die Schließung weiterer sechs Bahnhöfe geplant, was unter anderem zur Folge hätte, dass es dann keine Autozug-Verbindung mehr von Süddeutschland zum Mittelmeer gäbe. Insgesamt fielen dann bei den internationalen Verbindungen im Vergleich der vergangenen zwei Jahre im Sommer vier und im Winter fünf Strecken weg.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Für so manchen Campingfreund wird das nur die Bestätigung in Zahlen sein, was er in diesem Sommer leidvoll erfahren musste. Der ADAC hat die Staubilanz für den vergangenen Sommer veröffentlicht. 930 Staus mit einer Länge von zehn Kilometern und mehr registrierte der Automobilclub. Damit standen die Urlauber aber immerhin 37 Mal weniger im Stau als im vergangenen Jahr.
Insgesamt summierten sich die Blechkolonnen in der diesjährigen Reisesaison auf eine Länge von 13.147 Kilometern. Das entspricht in etwa der Entfernung von Düsseldorf bis ins australische Darwin oder der doppelten Strecke von München nach Kathmandu, der Hauptstadt Nepals.
Die annähernd gleiche Zahl der Staus wie im WM-Jahr führt der ADAC auf den gleichzeitigen Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg zurück. 2006 lagen die Termine eine Woche auseinander. Außerdem gab es in diesem Jahr 17 Baustellen mehr auf den Fernstraßen. Gab es auch keinen Superstau von mehr als 50 Kilometern Länge, standen aber die Fahrzeuge an sechs Freitagen in einer 40 Kilometer langen Schlange. Am häufigsten, 155 Mal, stockte es auf der A8 (Karlsruhe-Stuttgart-München-Salzburg).
Montag, 1. Oktober 2007
Angesichts der im Herbst zunehmenden Wildwanderungen haben der ADAC und der Auto Club Europa vor dem erhöhten Unfallrisiko gewarnt. Ein Grund dafür sei, dass die Morgen- und Abenddämmerung nun mit den Wildwechselzeiten zusammenfalle. Laut Deutschem Jagdschutz-Verband werde rund jedes fünfte Reh auf der Straße “erlegt”.
Rot- und Schwarzwild, Kaninchen und Füchse finden auf den abgeernteten Wäldern nicht mehr genügend Schutz und flüchten in die Wälder. Dabei müssen sie oft Straßen überqueren. Außerdem tummeln sie sich vermehrt an Alleen, um sich mit Kastanien, Eicheln oder Fallobst einen Vorrat für den Winter anzufressen.
Für die Autofahrer bedeutet das in den kommenden Wochen vor allem in der Dämmerung besonders vorsichtig an Wald und Feld vorbeizufahren. Es gilt die Faustregel: Wo ein Wald, da ein Reh. Wichtig ist die Geschwindigkeit zu reduzieren und allzeit bremsbereit zu sein. Vor allem auf Straßen mit Wildwechselschildern ist Obacht geboten, aber eben nicht nur dort.
Kommt es doch zum Zusammenprall, – Verkehrsexperten raten übrigens dazu, eher einen gebremsten Crash in Kauf zu nehmen, als ein Ausweichmanöver zu versuchen – muss die Polizei verständigt werden. Auch aus versicherungstechnischen Gründen, denn die Kasko zahlt nur, wenn eine Bescheinung der Polizei oder des Jagdpächters vorliegt.
Foto: ADAC
Mittwoch, 26. September 2007
Die Sicherheitsstandards auf europäischen Baustellen sind extrem unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kam der ADAC bei einem Test, den er zusammen mit elf Partnerclubs vornahm. Von den 50 untersuchten Langzeitbaustellen ist ein Viertel mit “mangelhaft” oder “sehr mangelhaft” durchgefallen. Und das betraf durchaus nicht nur Baustellen im Ausland. Von den acht untersuchten Objekten in Deutschland bekamen drei die Rote Karte.
Glatt durchgefallen ist der Bauabschnitt der A 14 bei Halle. Dort konnten die Tester in keiner einzigen Kategorie ein “Ausreichend” vergeben. Die Note “Mangelhaft” gab es außerdem für den Engpass auf der A 9 bei Weißenfels und die Baustelle auf der A 2 bei Bad Eilsen. Auf der viel befahrenen A 2 zwischen Dortmund und Hannover bemängelte der Automobilclub Schlaglöcher, steile Fahrbahnverschwenkungen und verwirrende Markierungen.
Wie groß das Sicherheitsrisiko im Baustellenbereich ist, zeigen jüngste Unfälle. In Slowenien kamen Ende August in einer schlecht gesicherten Baustelle sieben Menschen ums Leben. An der A 2 bei Bad Eilsen ermittelte der ADAC seit Einrichtung der Baustelle einen Anstieg der Unfallzahlen um 220 Prozent.
Dienstag, 11. September 2007
Eine rückwirkende Steuererhöhung und rückwirkende Änderungen der Einstufung von Fahrzeugen. Das kann nicht nur nach Ansicht der Besitzer sondern auch der von ADAC-Juristen nicht rechtens sein. Deshalb hat der Automobilclub jetzt Musterklagen angestrengt, mit denen er den verbraucherfeindlichen Steuergesetzen eien Riegel vorschieben will.
Dabei geht es um die Kfz-Steuer, die rückwirkend zum 1. Januar 2006 neu festgesetzt wurde, und die rückwirkende Einführung einer Stehhöhe von 1,70 Metern im Bereich der Kochgelegenheit und der Spüle als Voraussetzung für die Besteuerung als Wohnmobil. Der ADAC empfiehlt den betroffenen Fahrzeughaltern, fristgemäß Einspruch gegen den Steuerbescheid einzulegen. Dafür hält der Club einen Mustertext bereit.
Laut ADAC ist daraufhin ein Schreiben vom Finanzamt zu erwarten, in dem auf die negativen Erfolgsaussichten des Einspruchs hingewiesen wird. Zugleich bitte die Behörde den Einspruch noch einmal zu überdenken, näher zu begründen oder zurückzunehmen. Sogar eine vorbereitete Rücknahmeerklärung werde beigelegt.
Der Automobilclub rät dazu standhaft zu bleiben und zu beantragen das Einspruchsverfahren ruhen zu lassen. Vor dem Niedersächsischen Finanzgericht und dem Finanzgericht München laufen bereits Verfahren zur rückwirkenden Besteuerung und vor dem Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern ein Verfahren wegen der rückwirkenden Einführung der Stehhöhe.
Sonntag, 19. August 2007
Sechs Fahrzeuge der Mittelklasse untersuchte der ADAC in seinem aktuellen Test. Den perfekten Zugwagen haben die Tester des Automobilclubs dabei nicht gefunden. Immerhin zwei Mal wurde das Prädikat “gut” verliehen”, die anderen vier Fahrzeuge bekamen ein Befriedigend. Als Testanhänger diente ein 1600 Kilogram schwerer Reise-Caravan. Damit wurde die zulässige Anhängelast bei keinem der sechs Vans überschritten.
Am besten schnitten der Ford Galaxy und der S-Max ab. Sie schwächelten lediglich am Berg, wo 18 Prozent Steigung überwunden werden mussten. Im Kriterium Fahrstabilität machten alle getesten Zugwagen keine gute Figur, am schlechtesten schnitt mit Ausreichend der Mitsubishi Grandis ab. Besonders enttäuscht zeigten sich die Tester von der Verkabelung der Kandidaten, die allesamt in der Preisklasse über 30.000 Euro liegen.
Negativ fiel außerdem die Kupplung des VW Sharan auf, die beim Anfahren aus 12 Prozent Steigung völlig überfordert war. Der Mitsubishi patzte nicht nur bei der Fahrstabilität, sondern auch beim Fahrkomfort und der Kia Carnival fiel durch seinen hohen Spritverbrauch unrühmlich auf. Insgesamt ebenfalls nur mittelmäßig schnitt der Peugeot 806 im Test ab.