Sonntag, 14. Oktober 2007

In der Turiner Via San Tommaso 10 begann vor über 100 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Dort gründete Luigi Lavazza das nach ihm benannte Unternehmen. Heute ist Lavazza einer der bekanntesten Kaffeeröster der Welt und firmiert als “Italiens beliebtester Kaffee”. Für ein Land, das für seine Kultur rund um den braunen Muntermacher bekannt ist, wohl eine wahrhaftige Auszeichnung.

Der junge Mann, der aus ärmlichen dörflichen Verhältnissen stammte, begann als Kolonialwarenhändler. Kaffee war Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Luxusartikel und so verkaufte er vorrangig Öl, Zucker und andere Artikel des täglichen Bedarfs. Doch die Kaffeebohnen hatten es ihm angetan und er wollte seinem Unternehmen einen besonderen Stempel aufdrücken. Anders als seine Konkurrenten verstand er sich auf das Mischen verschiedener Kaffeesorten und kreierte eine Erfolgskomposition.

Lavazza ist heute nicht nur der Marktführer in seinem Heimatland, sondern wird weltweit in 80 Ländern getrunken. Mittlerweile wird das Familienunternehmen in vierter Generation geführt. Neben dem Wirtschaftswachstum hat sich Lavazza die Werte Umweltschutz und Achtung der Menschen und ihrer Kulturen auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehören auch Initiativen, um die Lebensbedingungen der Menschen in den Kaffeeländern zu verbessern.



Sonntag, 14. Oktober 2007

Wenn es draußen kälter wird, brauchen Surffreunde auf ihren Lieblingssport trotzdem nicht zu verzichten. Das Alpamare in Bad Tölz verfügt über die erste Indoor-Surfanlage. der Welt. Und das ist längst nicht alles, was der Wasserpark 50 Kilometer südlich von München bietet.

Die Surfanlage “Endless Peak” modelliert eine stehende Welle, ähnlich dem Münchner Eisbach, nur eben weniger kalt. Anfänger schießen liegend drch die Welle, während Könner im Stehen ihre Kurven ziehen. Action gibt es auch in der Rutschbahnanlage, die den Besuchern sieben Bahnen anbietet. Im “Alpabob” geht es auf 330 Metern Länge mit einem Gummibob durch Stromschnellen, Strudel und ein Wasserkarussell. Mit über 50 Stundenkilometern und 92 Prozent Gefälle geht es die “Canyons” runter, im “Thriller” sind Wasserblitze, Donner und eine Explosion zu überwinden.

Ruhige Erholung gibt es im warmen Wasser, auf fünf Becken verteilt mit einer Gesamtfläche von 2100 Quadratmetern. Im Außenbereich des Alpamare bieten Salzwasserbecken mit Liegemulden, Sprudelbecken, Musikbecken, Whirlpools und Sitzbanksprudler Entspannung pur.

Foto: Alpamare



Samstag, 13. Oktober 2007

Mit dem 235 Kilometer langen Westerwald-Steig ist die deutsche Wanderlandschaft seit diesem Herbst um einen zertifizierten Qualitätswanderweg reicher. Der neue Weitwanderweg soll die Vielfalt der Mittelgebirgsregion zwischen Sieg und Rhein Schritt für Schritt erlebbar machen. Sechs verschiedene Naturräume, vom Hessischen Westerwald bis zum Naturpark Rhein-Westerwald, können durchwandert werden.

Vom hessischen Herborn an der Dill führt der Weg ordentlich bergan auf die bis zu 657 Meter aufragenden Höhen rund um die Fuchskaute. Entlang von Sehenswürdigkeiten wie der Westerwälder Seenplatte und dem Tertiär- und Erlebnispark Stöffel geht es weiter durch die Kroppacher Schweiz mit den Klöstern Marienstatt und Marienthal. Von dort geht es nach Weyerbusch, der Hemat des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Weitere Stationen auf dem Weg nach Bad Hönningen sind Kloster und Ruine Ehrenstein.

Der Wetserwald-Steig bietet Abwechslung und Erlebnis auf ganzer Strecke. Zur Erholung von Körper und Seele führt er durch saftig grüne Täler bis in luftige waldige Höhen. Ob Sportives, Panorama-, Familien- oder Genusswandern – mit dem Westerwald-Steig erfüllt sich die Passion eines jeden Wanderers



Samstag, 13. Oktober 2007

Einen Kranich trompeten zu hören, ist eindrucksvoll. 1000 Kraniche zu hören isr unvergesslich. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft halten sich im Herbst bis zu 45.000 Kraniche gleichzeitig auf. Sie sind auf dem Zug. An ihren Brutplätzen in Skandinavien und Nordosteuropa können sie sich keine Reserven anfressen, sie würden zu schwer. So nutzen sie die ungestörten großen Rastplätze im Nationalpark zum Auftanken.

Vor allem in den großen Flachwasserzonen um die Insel Bock und in der Udarser Wiek bei der Insel Ummanz können die Vögel sehr gut beobachtet werden. Auch auf der Insel Kirr rasten regelmäßig einige tausend Kraniche. An all diesen Orten gibt es spezielle Beobachtungsplattformen. Dort stehen zumeist auch Mitarbeter der Nationalparkwacht als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Bereits vor der Zeit Karls des Großen wurden Kraniche als Wachtiere gehalten, die mit lautem Trompeten vor Raubwild oder Greifvögeln warnten. Sie leben in Dauerehe. Nach dem Verlust des Partners sucht das Alttier oft wochenlang nach seinem Gefährten. Auf dem Zug können Strecken bis zu 2000 Kilometern in einer Geschwindigkeit von maximal 100 Stundenkilometern bei Rückenwind zurückgelegt werden. Und eine dieser Routen führt eben Jahr für Jahr durch den Nationalpark.



Freitag, 12. Oktober 2007

Elbsandsteingebirge – Eigentlich ist diese für die Sächsisch-Böhmische Schweiz gebräuchliche Bezeichnung ein Schwindel. Was manchem wie ein Gebirge erscheinen mag, ist eigentlich der Grund eines 100 Millionen Jahre alten Kreidemeeres. Doch ob Schwindel oder nicht – was die Elbe und ihre Nebenflüsse in Jahrmillionen geschaffen haben, ist eine beeindruckende bizarre Ruinenlandschaft aus Quadersandstein.

Die Schroffheit des obersten Stockwerks und Höhenunterschiede bis zu 450 Metern auf engem Raum prägen den besonderen Charakter der Sandsteinlandschaft. Kegelförmige Basaltberge und angrenzende Hanglagen aus Granit ergänzen das Landschaftsbild.

Ist der Nationalpark Elbsandsteingebirge auch ein geschütztes Gebiet, so ist das Betreten dennoch erlaubt. So gibt es 400 Kilometer markierte Wanderwege mit Stiegen und Brücken sowie sondermarkierte Bergpfade für versierte Bergwanderer. An 745 Kletterfelsen gibt es fast 12.000 Wege verschiedener Schwierigkeitsgrade. Zahlreiche Aussichtspunkte mit Panoramablick sorgen für ebenso beeindruckende Erlebnisse in Sachsens einzigem Nationalpark wie eine Bootsfahrt auf der Oberen Schleuse bei Hinterhermsdorf oder eine Fahrt mit der historischen Kirnitzschtalbahn.



Freitag, 12. Oktober 2007

Das über 125 Jahre alte Panoptikum im Hamburger Stadtteil St. Pauli ist das älteste Wachsfigurenkabinett Deutschlands. Mit mehr als 130 Figuren ist es auch das größte Kabinett Deutschlands. Beim rund einstündigen Rundgang können bedeutende Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte getroffen werden.

Prominente aus Geschichte, Kultur, Wissenschaft, Showbusiness und Sport sind in dem Gebäude aus den 50er Jahren vereint. Albert Einstein erklärt an der Tafel die Relativitätstheorie, Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher genießen einen Schoppen Wein, Julia Roberts begeistert als Braut in Weiß und die Beatles haben ihr Comeback. 

Romy Schneider fasziniert wieder als Sissi und neu hinzugekommen sind auch Daniel Radcliffe als Harry Potter, Kleopatra, Madonna und Jan Fedder vom Großstadtrevier. Für wissenschaftlich Interessierte gibt es die Exponate im medizinisch-historischen Kabinett und für Mutige eine Gruselszene im Panoptikum zu erleben.

Foto: Panoptikum Hamburg



Donnerstag, 11. Oktober 2007

Das ostfriesische Teemuseum in Norden ist das erste Museum seiner Art in Europa. Es zeigt die ganze Welt des Tees. Die Besucher lernen den Tee als Kulturpflanze kennen und erfahren interessante Dinge aus der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte sowie über die Trinkgewohnheiten etwa der Chinesen, Japaner, Engländer und – natürlich – der Ostfriesen.

Zu bewundern sind ausgewählte Trinkgefäße und Zubereitungsgeräte aus verschiedenen Ländern. Zu den Exponaten gehören auch kostbare Stücke des Norder Silbers, unter anderem eine um 1780 in der Küstenstadt gefertigte Teekanne sowie eine Milch- und Wasserkanne. Deutlich wird der kontinuierliche Einfluss Chinas auf die europäischen Kulturen. Dazu gehörten der Import von echtem Porzellan und der Rückbezug auf chinesische Originale beim Design der europäischen Porzellanproduktion.

Abgerundet wird der Einblick in die Teewelt durch verschiedene Sonderausstellungen. So ist ein Bereich dem Thema “Ostfriesland und das thüringische Porzellan”, der die Handelbeziehungen zwischen den beiden Regionen im 18. und 19. Jahrhundert aufgreift, gewidmet. Zudem wird im Teemuseum eine Sammlung historischer russischer Samoware gezeigt. Neben gebrauchsfähigen Exemplaren werden auch Stücke aus Holz, Porzellan und sogar Glas gezeigt.



Donnerstag, 11. Oktober 2007

Sie ist endlich fertig. Am Wochenende vom 19. bis 21. Oktober wird die neue Rügenbrücke von Bundeskanzlerin Merkel eingeweiht. Das von den Rüganern wohl nicht ganz zu Unrecht so bezeichnete historische Ereignis wird von einem dreitägigen Volksfest umrahmt.

Vor gut drei Jahren gaben der damalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und Ministerpräsident Harald Ringstorff den Startschuss für die zweite Strelasundquerung, die den im Sommer hoffnungslos verstopften Rügendamm (alle Rügen-Urlauber können davon ein Klagelied singen) entlasten soll. Der 128 Meter hohe und 850 Tonnen schwere Pylon ist schon weithin sichtbar. Mit vier Kilometern ist die neue Rügenbrücke auch eine der längsten Deutschlands. Mit zehn 35 Meter hohen Betonpfählen ist ihr Herzstück im Boden verankert.

Am Eröffnungswochenende wird die Brücke allerdings noch nicht für Entlastung sorgen, denn dann gehört sie Fußgängern, Walkern, Joggern und Radfahrern. In Stralsund und auf Rügen wird an zahlreichen Veranstaltungsorten gefeiert. Auf verschiedenen Bühnen wird ein Unterhaltungsprogramm geboten, zu dessen Höhepunkten die Auftritte von Ute Freudenberg und den Puhdys gehören.



Mittwoch, 10. Oktober 2007

1150 Quadratmeter Modellfläche, 9000 Meter Gleislänge, rund 700 Züge und etwa 250.000 Lichter. Das sind nur einige Fakten des Miniatur Wunderlands. Die kleine Welt in der Hamburger Speicherstadt gilt als die größte Modellbahn der Welt und sie wächst stetig weiter.

Vor sieben Jahren besuchte Frederik Braun Zürich. In einem Modellbahnshop wurden alte Kindheitserinnerungen wach und er hatte eine Idee, die er sofort seinem Zwillingsbruder Gerrit mitteilen musste: “Wir bauen die größte Modelleisenbahn der Welt.” Sie holten ihren Freund Stephan Hertz mit ins Boot (aufs Gleis) und los ging es.

Mittlerweile wurden sechs Abschnitte fertig: Österreich, Knuffingen, Harz, Amerika, Skandinavien und selbstverständlich widmeten sie auch ihrer Heimatstadt Hamburg einen Abschnitt. 162 Mitarbeiter investierten fast 500.000 Arbeitsstunden in die liebevoll gestaltete Anlage, zu der nicht nur Züge, sondern auch Häuser, Landschaften, Autos und Figuren gehören.

Und die Fantasie der kreativen Köpfe ist noch lange nicht am Ende. Bis zum Jahr 2015 sollen noch sechs weitere Abschnitte auf der dann doppelt so großen Fläche entstehen. Die Schweiz , Frankreich und Italien sind ebenso geplant wie ein Verkehrsflughafen. 15 Millionen Euro werden dann in das Miniatur Wunderland geflossen sein.



Mittwoch, 10. Oktober 2007

Der Spitzkrautkopf ist alljährlich der Mittelpunkt beim traditionellen Herbsttreff auf den Fildern. Am Wochenende des dritten Oktobersonntags (20./21.10.) lädt Leinfelden-Echterdingen zum Filderkrautfest ein. Da werden die Krautköpfe gehobelt, bis der neue Krauthobelweltmeister feststeht. Sie werden geschätzt und gewogen, geschmückt und in sportlichen Stafetten durch die Straßen getragen. Bei allen offiziellen Anlässen ist auch das Krautkönigspaar immer mit von der Partie.

Weit über 40.000 Besucher feiern in Lauben und an Ständen, auf Straßen und Plätzen, in urgemütlichen Zelten, Hallen und in den Gaststätten. Natürlich sind die unterschiedlichen Genüsse des Filderspitzkrautes unverzichtbar: Sauerkraut, Krautwickel, Schlachteplatte oder so Ungewöhnliches wie die Echterdinger Deie und der Echterdinger Krautkuchen, die beide von Landfrauen im historischen Backhaus hergestellt werden.

Die Einzigartigkeit des Filderspitzkrauts und der jahrhundertealten Geschichte des Krautanbaus der traditionsbewussten Filderbauern wird durch die Aufnahme des Krauts in die Arche des Geschmacks der weltweiten Slow-Food-Bewegung unterstrichen. Dieses besondere Kulturgut wächst nur auf den außergewöhnlich guten Lösslehmböden der Filderhochebene. Beim Filderkrautfest können die leckeren Spezialitäten nicht nur verkostet, sondern auch ganze Spitzkrautköpfe und fertiges Sauerkraut mit nach Hause genommen werden.



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