Montag, 15. Dezember 2008

Zum 15. Mal öffnet der ReiseMarkt Rhein-Neckar seine Pforten. Vom 9. bis 11. Januar können sich Besucher in der Mannheimer Maimarkthalle über Destinationen in aller Welt, zahlreiche Neuigkeiten und aktuelle Trends informieren. Ob Gurken aus dem Spreewald oder Salsa aus Kuba oder ganz was anderes: Garantiert ist für jeden Geschmack beim ReiseMarkt 2009 das Richtige dabei. Rund 300 Aussteller aus 22 Ländern bieten Information, Beratung, Buchung, Messeschnäppchen und spannende Aktionen an den Ständen. Mit einem bunten Showprogramm auf der Bühne, Urlaubskino und Tombola können sich die Besucher schon im kalten Januar auf die kommende Urlaubssaison einstimmen lassen.

Eher lieblich als exotisch ist die Partnerregion des ReiseMarktes: das Biosphärenreservat Spreewald, eine der kleinsten und doch gleichzeitig beliebtesten deutschen Ferienregionen. 276 Kilometer Wasserstraßen laden zu Boots- und Kahnfahrten durch die Natur ein, auf denen man seltene Tierarten beobachten kann – See- und Fischadler sind hier ebenso zu Hause wie Kranich, Schwarzstorch oder Fischotter. Gurkentour oder Spreeradweg: Der Spreewald ist ein Paradies für Wanderer und Radwanderer. Auf dem ReiseMarkt präsentiert sich die Partnerregion stilecht mit Gurken, sorbischen Trachten und kunstvoll bemalten Ostereiern.

Ganz auf Aktivurlauber oder solche, die es werden wollen, ist das diesjährige Messespecial zugeschnitten: Hier dreht sich alles um das Thema Outdoor. „Es ginge mehr, wenn man mehr ginge“ – über 34 Millionen Deutsche folgen mit steigender Tendenz mehr oder weniger regelmäßig diesem guten Ratschlag. Hinzu kommen Rad-, Wasser- und Reitwanderer, Kletterer und Bergsteiger, die sich in die Schar derer einreihen, die ihren Urlaub nicht nur in der Hängematte verbringen wollen.

Foto: TMS Messen-Kongresse-Ausstellungen GmbH



Sonntag, 14. Dezember 2008

Mit dem Jahreswechsel gibt es für Auslandsreisende einige Neuerungen zu beachten, damit im Urlaub keine Überraschungen warten. Reisende in die Slowakei haben es durch die dortige Euro-Einführung ab dem 1. Januar 2009 deutlich leichter. Der Umtausch in die Landeswährung entfällt und auch Wechselkursverluste müssen nicht mehr in Kauf genommen werden. Slowakei-Urlauber, die noch die alte Landeswährung zu Hause haben, sollten laut ADAC diese rechtzeitig umtauschen, bei deutschen Banken ist dies nur bis 31. Dezember 2008 möglich. Auch in der Türkei gibt es 2009 neue Geldscheine und Münzen. Die neue Türkische Lira bleibt im Wert gleich und entspricht rund 52 Cent.

Neben der Währung ändern sich 2009 in der Slowakei auch einige Verkehrsregeln. Die bisherige Verpflichtung, während der Winterzeit von Mitte Oktober bis Mitte März tagsüber mit Licht zu fahren, wird auf eine Ganzjahreslichtpflicht ausgeweitet. Lichtmuffeln droht dann ein Bußgeld von bis zu 135 Euro. Ab dem 1. Februar ändern sich unter anderem noch folgende Verkehrsbestimmungen: Innerhalb geschlossener Ortschaften darf dann statt 60 km/h nur noch 50 km/h gefahren werden. Auf Stadtautobahnen wird das Tempolimit von 80 km/h auf 90 km/h angehoben. Mobiltelefonieren am Steuer wird verboten und mit einer Geldbuße von 135 Euro bestraft.

Für Autoreisende nach Slowenien ist auch für das neue Jahr noch keine Kurzzeit-Vignette in Sicht. Nach Angaben des slowenischen Verkehrsministers ist mit Vorschlägen für eine neue Staffelung der Vignetten nicht vor Mitte 2009 zu rechnen. Bisher stehen Autofahrern nur eine Halbjahres- und eine Jahresvignette zum Preis von 35 beziehungsweise 55 Euro zur Auswahl.

Deutsche Urlauber dürfen ab dem neuen Jahr aus Polen, der Slowakei und Ungarn statt bisher 200 Zigaretten 800 Stück zollfrei einführen. Damit endet für diese Länder die Übergangsregelung, die seit ihrem Beitritt zur Europäischen Union galt. Für die EU-Staaten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen und Rumänien bleibt die Einfuhr auf 200 Stück beschränkt.

Foto: adel/Pixelio



Mittwoch, 10. Dezember 2008

Die Messgenauigkeit von Auto-Bordcomputern in Bezug auf den Durchschnittsverbrauch sind häufig so ungenau, dass Autofahrer sich besser nicht darauf verlassen sollten. Bei einer stichprobenartigen Untersuchung von 23 Automodellen hat der ADAC bei fast allen Anzeigen Fehlmessungen festgestellt. Nur bei zehn getesteten Fahrzeugen lag die Abweichung mit maximal fünf Prozent plus oder minus im Toleranzbereich. In einem Fall wurde sogar ein Mehrverbrauch von 29 Prozent angezeigt. Durch die digitalen Anzeigen mit einer Kommastelle wird dem Autofahrer eine Genauigkeit vorgetäuscht, die es so gar nicht gibt.

Bordcomputer errechnen die Verbrauchswerte aus verschiedenen Daten, die im Fahrzeug meist für andere Zwecke gebraucht werden, zum Beispiel aus der Öffnungszeit der Motor-Einspritzventile und der Fahrstrecke. Messungenauigkeiten sind dadurch systembedingt. Bei vielen Fahrzeugen ist eine Korrektur (Kalibrierung) mittels eines Servicecomputers beim Vertragshändler möglich. Für die Verbrauchsanzeige gibt es, wie für andere Messeinrichtungen im Auto auch, keine konkreten gesetzlichen Vorgaben für die Anzeigegenauigkeit.

Aber auch ungenau arbeitende Verbrauchsanzeigen können sinnvoll genutzt werden. Sie helfen dem Fahrer einen möglichst spritsparenden Fahrstil zu finden. Trotzdem fordert der ADAC die Fahrzeughersteller auf, dafür zu sorgen, dass Verbrauchsanzeigen nicht mehr als fünf Prozent von den tatsächlichen Werten abweichen. Auch sollten bei der Messung alle für den Verbrauch relevanten Faktoren berücksichtigt werden – also auch der Mehrverbrauch durch Zuheizsysteme oder der Verlust über die Tankentlüftung (Aktivkohlefalle). Eine Korrektur der Verbrauchsanzeige sollte ohne Werkstatthilfe möglich sein.

Foto: Maren Beßler/Pixelio



Dienstag, 9. Dezember 2008

Autofahrer müssen sich 2009 auf zahlreiche Neuerungen einstellen. Die wichtigste ist nach Ansicht des ADAC der neue Bußgeldkatalog, der zum 1. Februar in Kraft treten soll. Vor allem Rasen, Drängeln sowie Alkohol- und Drogenfahrten werden dann deutlich teurer. Schon am 19. Januar kommt mit dem neuen Führerscheinrecht das endgültige Aus für den Führerscheintourismus:

Ausländische Fahrerlaubnisse gelten dann nicht mehr, wenn zuvor der deutsche Führerschein entzogen wurde. Wann die geplanten Änderungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) wirksam werden, ist noch offen. Das sind die Themen: weitere Parkerleichterungen für Schwerbehinderte, Lkw-Überholverbot bei schlechtem Wetter, Reduzierung der Verkehrszeichen und neue Regeln für Inlineskater und Segwayfahrer.

Beim Diesel wird der Bioanteil von fünf Volumenprozent auf sieben erhöht. Experten gehen davon aus, dass dieser B7 genannte Kraftstoff keine negativen Auswirkungen auf den Motor hat. Die ebenfalls im nächsten Jahr umzusetzende EU-Richtlinie ECE R117 verlangt, dass Neureifen deutlich leiser werden.

Bei Kfz mit On-board-Diagnosesystemen ab Erstzulassung 2006 wird die Abgasuntersuchung (AU) mit der Hauptuntersuchung (HU§29) zusammengelegt. Ab Erstzulassung April 2006 wird bei der HU zusätzlich die Elektronik überprüft.

Auch der Verbraucherschutz wird nach Meinung des ADAC 2009 gestärkt: Künftig gelten die Vorschriften der Verbraucherkreditrichtlinie für alle Formen der Finanzierung, also auch für das Leasing. Damit muss der Vertragsinhalt bei Finanzierungsleasingverträgen genauso klar und umfangreich formuliert sein wie bei reinen Darlehensverträgen.

Die Umsetzung des EU-Rahmenbeschlusses zur gegenseitigen Anerkennung und Vollstreckung von Geldsanktionen in Deutschland war ursprünglich für 2009 vorgesehen. Derzeit ist allerdings immer noch kein konkreter Umsetzungstermin bekannt. Der ADAC rät: auf Urlaubsreisen trotzdem die Verkehrsregeln des Gastlandes beachten.

Ab Dezember 2009 gilt in der EU bei grenzüberschreitenden Verträgen das Recht des Landes, in dem der Verbraucher seinen Sitz hat. Schon deutlich früher, am 11. Januar 2009 tritt die sogenannte Rom-II-Verordnung (eine EU-Verordnung) in Kraft. Sie regelt, welches Recht bei der Abwicklung von Verkehrsunfällen im Ausland gilt. Hier hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt, der vorsieht, dass im Wesentlichen das Recht des Staates zur Anwendung kommen soll, in dem der Schaden eingetreten ist.

Turnusgemäß werden in Italien die Bußgelder zum Jahresanfang dem aktuellen italienischen Lebenshaltungskostenindex angepasst. Die durchschnittliche Erhöhung beträgt rund vier Prozent. Die Schweiz tritt als 25. Staat dem sogenannten Schengener Abkommen bei. Damit entfallen die Ausweiskontrollen an den Grenzen.

Foto: Gerd Altmann/Pixelio



Montag, 8. Dezember 2008

Das bevorstehende Wochenende wird nach Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) das verkehrsreichste im Advent 2008 werden. Bereits am Freitagnachmittag und den ganzen Samstag werden Weihnachtsgeschenkkäufer die Geschäftszentren der Innenstädten und Shoppingmalls auf der grünen Wiese stürmen. Damit sindStaus in Richtung Innenstädte vorprogrammiert. Rund um die gut besuchten Advents- und Weihnachtsmärkte herrsche wieder Parkplatzmangel. Wer dann wegen Falschparkens abgeschleppt werde, müsse sowohl mit Verwarnungs- oder Bußgeld, aber auch mit happigen Abschleppkosten rechnen.

Stark befahren sein dürften die Autobahnstrecken in die Wintersportgebiete: Die für die Jahreszeit ungewöhnlich gute Schneesituation hat laut ACE viele Liftbetreiber veranlasst, ihre Skigebiete früher zu öffnen. Hier ist in den Morgenstunden und spät abends mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Auf folgenden Strecken rechnet der ACE mit erhöhtem Reiseverkehr auf den Autobahnen:

  • A1 Richtung Hamburg + Richtung Köln
  • A2 Richtung Hannover + Richtung Dortmund
  • A3 Richtung Nürnberg + Richtung Köln
  • A4 Richtung Aachen + Richtung Görlitz
  • A6 Richtung Nürnberg + Richtung Heilbronn
  • A7 Richtung Kempten + Richtung Hannover
  • A7 Grenztunnel Füssen bis 05.12.2008 gesperrt, örtliche Umleitung vorhanden
  • A8 Richtung Salzburg + Richtung Karlsruhe


Sonntag, 7. Dezember 2008

Eine meiner ersten Touren, nachdem die Grenzen offen waren, uternahm ich nach Dresden. Auf dem dortigen Striezelmarkt, so heißt der Weihnachtsmarkt in Elbflorenz, wollte ich den echten Dresdner Christstollen besorgen. Und er war ein wahrer Genuss, nicht zu vergleichen mit dem, was in den Supermarktregalen außerhalb der sächsischen Landeshauptstadt zu bekommen ist. Und nicht nur deswegen lohnt der Besuch eines der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland.

Seit mehr als einem halben Jahrtausend ist in der sächsischen Landeshauptstadt der Markt beheimatet, der zu den ältesten deutschen Weihnachtsmärkten zählt. Bereits im 15. Jahrhundert ist er in Verbindung mit christlichen Bräuchen zum Heiligen Abend entstanden. Sein Ursprung geht auf ein landesherrliches Privileg von 1434 zurück. Der Striezel gab dem Markt im ausgehenden Mittelalter seinen Namen und hat seinen Fortbestand im echten Dresdner Christstollen.

Bis heute ungebrochen an Beliebtheit sind die traditionell an den Marktständen erhältlichen Erzeugnisse sächsischer Volkskunst: Blaudruck und Keramik aus der Lausitz, Korbwaren und Plauener Spitzen sowie Schnitzereien und gedrechselte Waren aus dem Erzgebirge. Ebenso begehrt sind die bis heute aus Papier gefertigten Herrnhuter Sterne aus der Lausitz, die unzählige Wohnungen, Kirchen und Straßen in der Advents- und Weihnachtszeit schmücken, Licht spenden und symbolisch auf den Stern von Bethlehem hinweisen. Das Angebot runden mundgeblasener Baumschmuck aus der thüringischen Glasbläserstadt Lauscha und kulinarische sächsische Köstlichkeiten ab.

Ein Höhepunkt des Striezelmarktes ist das Stollenfest: Ein rund vier Tonnen schwerer Riesenstollen zieht vom Zwinger über Semperoper, Hofkirche und Frauenkirche bis zum Striezelmarkt. Das Backwerk wird begleitet von historischen Figuren und den Bäckern und Konditoren des Stollenschutzverbandes. Auf dem Striezelmarkt wird unter Schirmherrschaft des Stollenmädchens der Stollen mit dem »Dresdner Stollenmesser« angeschnitten und anschließend an die Besucher des Festes verkauft.

An zentraler Stelle des Striezelmarktes dreht sich die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide. Mit ihrer respektablen Höhe von 14,61 Meter und den 42 Figuren schaffte sie den Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde. Beim alljährlichen Pyramidenfest bieten Chöre, Gesangsgruppen und Solisten weihnachtliche Vokalmusik dar und wetteifern um die Preise in Form von Pyramiden aus dem Erzgebirge.

Foto: Marco Barnebeck/Pixelio



Freitag, 5. Dezember 2008

Das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen “über Land” dürfte sich am kommenden Wochenende meist in Grenzen halten. Doch rund um die Ballungszentren ist morgens und abends mit außergewöhnlich dichtem Verkehr und Behinderungen zu rechnen, prognostiziert der Auto Club Europa (ACE). In seinem aktuellen Verkehrslagebericht begründet der Club dies mit dem Weihnachtsgeschäft und “neuen Pendlerströmen” zu den Christkindl-Märkten.

Sie erwiesen sich als wahre Besuchermagneten, aber auch als verkehrstechnisches Nadelöhr und als eine “Falle für Parksünder”. Wegen Parkplatzknappheit in den Zentren stellten Autofahrer ihre Wagen nicht selten vorschriftswidrig ab. Solche Fahrzeuge würden dann schnell gebührenpflichtig abgeschleppt, warnt der ACE. Auch gebe es rund um Weihnachtsmärkte mehr Verkehrskontrollen, um Punsch- und Glühweinkonsumenten hinterm Steuer an der Weiterfahrt zu hindern.

Lediglich auf folgenden Autobahnstrecken rechnet der ACE mit erhöhtem Reiseverkehr:

  • A1 Richtung Hamburg + Richtung Köln
  • A2 Richtung Hannover + Richtung Dortmund
  • A3 Richtung Nürnberg + Richtung Köln
  • A4 Richtung Aachen + Richtung Görlitz
  • A6 Richtung Nürnberg + Richtung Heilbronn
  • A7 Richtung Kempten + Richtung Hannover
  • A7 Grenztunnel Füssen bis 05.12.2008 gesperrt, örtliche Umleitung vorhanden
  • A8 Richtung Salzburg + Richtung Karlsruhe

Foto: Gabi Schoenemann/Pixelio



Mittwoch, 3. Dezember 2008

Der Monat November hat den Autofahrern bei den Kraftstoffpreisen das mit Abstand niedrigste Niveau des Jahres beschert. Wie die bundesweite ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise an Marken- und freien Tankstellen ergab, kostete Superbenzin im Monatsmittel 1,203 Euro je Liter. Im Juni 2008, dem teuersten Monat aller Zeiten, lag der Preis für einen Liter Ottokraftstoff noch fast 32 Cent höher. Ganz ähnlich die Entwicklung bei Diesel. Zahlten die Autofahrer im Juni noch durchschnittlich 1,488 Euro je Liter, lag der Novemberpreis mit 1,190 Euro um fast 30 Cent darunter.

Am deutlichsten wird das Ausmaß des Preisrückgangs, wenn man die teuersten und die günstigsten Tage nebeneinander stellt. Mit 1,145 Euro landete der Preis für einen Liter Super am 24. November 2008 auf dem niedrigsten Stand des Jahres. Der Jahreshöchststand vom 5. Juli 2008 wurde damit um 44 Cent unterschritten. Billiger als am 24.November war Super laut ADAC zuletzt am 27. Mai 2005, als ein Liter mit 1,141 Euro zu Buche schlug.

Der letzte Novembertag war zugleich auch der günstigste Dieseltag des Jahres. Im Durchschnitt bezahlten die Autofahrer 1,128 Euro, darunter lag der Literpreis zum letzten Mal mit 1,122 Euro am 27. August 2007.

Wie der ADAC mitteilt, wird vor allem Diesel trotz des aktuellen erfreulichen Rückgangs im Jahresverlauf 2008 deutlich teurer sein als in den Vorjahren. So lag der Durchschnittspreis für den Selbstzündersprit im Jahr 2006 bei 1,109 Euro und im vergangenen Jahr bei 1,160 Euro. Den November mit eingeschlossen sprangen die Dieselpreise in diesem Jahr um knapp 19 Cent auf 1,348 Euro.

Foto: ADAC



Dienstag, 2. Dezember 2008

Übung macht den Meister, das gilt auch für Mobilurlauber. Das von Bürstner angebotene Fahrsicherheitstraining für Reisemobilisten und Caravaner fand auch in diesem Jahr wieder großen Anklang. Im Fahrsicherheitszentrum in Kempten/Allgäu zeigte sich schnell, wer sein Fahrzeug gut im Griff hat. Nach dem Seminar, das allen Teilnehmern auch großen Spaß gemacht hat, waren sich alle einig: So ein Fahrsicherheitstraining lohnt sich für jeden Camper, der gerne unterwegs ist. Und so lautete auch die Devise: “Grenzenlos wohlfühlen” – mit Sicherheit.

Wer diesmal nicht dabei sein konnte, hat im kommenden Jahr eine neue Chance. Im April wird wieder ein Sicherheitstraining angeboten. Es findet von Freitag, 17., bis Sonntag, 19. April, statt. Zur Teilnahme gehört neben dem Training auch ein Stellplatz mit Stromanschluss, Ver- und Entsorgung, zwei Mal Brötchenservice, ein Mittagessen sowie zwei Abendessen.

Anmeldungen werden von Petra Krauss vom Kundenservice/Fahrsicherheitstraining unter (07851) 8 56 81 entgegen genommen. Sie hält auch weitere Informationen parat.

Foto: Bürstner



Sonntag, 30. November 2008

Jetzt wurde ein Restrukturierungskonzept für die insolvente Knaus-Tabbert-Gruppe vorgelegt, das nicht nur den Erhalt der drei Produktionsstandorte mit 1260 Arbeitsplätzen vorsieht, sondern auch die Lieferung von Ersatzteilen und Bestandsfahrzeugen zu Sonderkonditionen an die Händler der Gruppe weiterhin sicherstellt. Für das Restrukturierungskonzept wurden umfangreiche betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kostenrechnungen für jeden einzelnen Standort erstellt. Dazu analysierte das Expertenteam die jüngsten Marktentwicklungen und erstellte Prognosen über das künftige Absatzpotenzial. Aufgrund der zuletzt stark negativen Markttendenzen musste dabei von einer Redimensionierung und Anpassung der Produktionskapazitäten an allen Standorten ausgegangen werden.

Ziel ist es weiterhin, bis Mitte Dezember verbindliche Angebote zu erhalten, über die dann der Gläubigerausschuss entscheiden muss. “Wir wollen noch vor Weihnachten Klarheit darüber haben, ob und in welcher Form Knaus Tabbert fortgeführt werden kann”, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé. Bis Ende des Jahres erhalten die mehr als 1.100 Arbeitnehmer an den deutschen Standorten der Knaus Tabbert Group noch Insolvenzgeld. Derzeit ruht die Produktion. Sie soll jedoch ab Februar 2009 wieder aufgenommen werden, wenn eine Fortführungslösung zu Stande kommt. Die Knaus Tabbert Händler werden jedoch weiterhin mit Bestandsfahrzeugen zu Sonderkonditionen beliefert.

Das von einem Expertenteam unter Regie von Jaffé und unter Beteiligung der Unternehmensberatung Roland Berger ausgearbeitete Konzept geht von der Fortführung aller drei Produktionsstandorte aus. Demnach könnten nach dem Einstieg eines Investors an den Standorten Jandelsbrunn, Mottgers und Nagyoroszi (Ungarn) im neuen Jahr insgesamt etwa 1260 von derzeit rund 1600 Arbeitsplätzen erhalten werden. Mittelfristig wäre unter den Prämissen des Restrukturierungskonzepts sogar wieder die Schaffung weiterer Arbeitsplätze möglich. Das Restrukturierungskonzept dient als Basis für die Gespräche mit potenziellen Investoren. Es wird in den nächsten Tagen an die Interessenten übermittelt, die sich bislang im Rahmen des Investorenprozesses beim vorläufigen Insolvenzverwalter gemeldet haben.„Wir können derzeit noch nicht sagen, ob wir dieses Konzept auch wie geplant umsetzen können. Es steht und fällt damit, dass wir einen oder mehrere Investoren finden, die das mittragen. Derzeit liegen uns zwar mehrere indikative Angebote vor,jedoch noch kein verbindliches“, so Dr. Michael Jaffé zum aktuellen Stand des Verfahrens.

Um eine reibungslose Fortführung unter Wahrung der Interessen der Mitarbeiter wie der Gläubiger zu gewährleisten, soll der überwiegende Teil der Mitarbeiter zum 1. Januar 2009 in eine Transfergesellschaft überführt werden. Wird der Investorenprozess erfolgreich abgeschlossen und vom Investor Anfang Februar die Produktion wieder aufgenommen, würden nach dem Restrukturierungskonzept insgesamt rund 1260 Arbeitsplätze erhalten bleiben, davon 480 in Jandelsbrunn und 322 in Mottgers. Mitarbeiter und Betriebsrat sind über das Restrukturierungskonzept bereits informiert worden. Die Verhandlungen über die damit verbundenen Personalmaßnahmen sowie die Übernahme der Mitarbeiter in die Transfergesellschaft laufen und sollen in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.

Grafik: Knaus Tabbert Group



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