Dienstag, 7. August 2007

urlaub_186.jpg“When in Rome do as the Romans do”, heißt ein englisches Sprichwort. Und nicht nur wer in der Hauptstadt, sondern überhaupt in Italien mit dem Auto unterwegs ist, tut gut daran, sich den dortigen Gepflogenheiten anzupassen. Italiener fahren nicht schlechter als Deutsche, nur eben anders.

Ich hatte als Fahranfänger vor vielen Jahren mein Aha-Erlebnis. Frisch aus der Fahrschule wollte ich erstmals in Italien als Autofahrer unterwegs alles richtig machen, aber es schien total falsch zu sein. Ständig kam ich mir wie ein rollendes Hindernis vor und die erste Karambolage schien unausweichlich zu sein. Doch dann stieg ich hinter die ungeschriebenen Regeln.

Wer langsamer ist, macht dem Schnelleren Platz. Zur Not wird er durch Hupen darauf aufmerksam gemacht. Landstraßen sind meistens durchaus breit genug, dass auch Fahrzeuge im Gegenverkehr gleichzeitig überholen können. Die rechte Spur auf der Autobahn ist nur Zierde. Ob man links oder in der Mitte überholt, hängt davon ab, welche Spur schneller ist. Zebrastreifen dienen nur der Verschönerung des Straßenbildes, die daran wartenden Fußgänger wissen das.

Das Hupen gehört zur Geräuschkulisse italienischer Straßen wie das Knattern der Mopeds. Dabei wird allerdings nie aggressiv das Horn betätigt, sondern eher locker, eben wie die südländische Mentalität. Nicht wer bremst verliert, aber wer zögert. Das gilt vor allem an den zahlreichen Kreisverkehren, die vielen Deutschen ja immer noch wie Ufos vorkommen. Ist nichts Anderes vorgeschrieben, gilt rechts vor links, also immer munter rein in den Kreisel.

Nein, auch der italienische Straßenverkehr ist kein rechtsfreier Raum. Geschwindgkeitsübertretungen werden empfindlich bestraft, das Telefonieren am Steuer ist ebenso verboten wie in Deutschland und die Alkoholgrenze liegt auch bei 0,5 Promille. Vom Trinken sollte man sowieso lassen, denn es schränkt die Reaktionsfähigkeit ein. Und die braucht man – nicht nur in Italien.

Einen Kommentar schreiben