In den 50er Jahren hatte jedes Land irgendwie sein Kultauto. Deutschland den Käfer, Frankreich die Ente, England den Mini und Italien den Fiat 500. Dudu und Herbie sind schon lange nicht mehr unterwegs, die 2CVs scheinen untergegangen zu sein und Mr. Bean fährt mit dem Zug in Frankreich. Aber der knuddellige Cinquecento rollt immer noch. 13,5 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern wirken zwar wie aus einer anderen Zeit, aber genau das macht ja den Charme des Kultautos aus.
Und nun gibt es einen Nachfolger, der wohl das Herz eines jeden Italien- und Autofans (die Schnittmenge dürfte da beträchtlich sein) höher schlagen lässt. Technisch auf dem Stand der Zeit mit 69 PS und 160 km/h Spitze in der Basisversion, hat er äußerlich immer noch dieses gewisse Etwas, das die Erinnerungen an die Zeit weckt, als Italien nicht nur die Bezeichnung für ein Land, sondern ein Zauberwort war, das Träume und Sehnsüchte weckte. Nach Deutschland kommt der 500 im Herbst, in seiner Heimat rollt er schon und sorgt allerorten für Entzücken so wie einst die Loren.