Wenn man an einen italienischen Aperitif denkt, dann fällt einem sofort Campari ein. Campari – was sonst? So hieß einmal ein Werbeslogan für den Kräuterlikör. Als rote Leidenschaft wird er heute beworben. Und leidenschaftlich gern haben ihn nicht nur die Italiener, sondern Liebhaber des roten Getränks rund um die Welt.
Wie so viele gute Dinge stammt auch der Campari aus Mailand. Vor 145 Jahren wurde er im Café Camparino in der norditalienischen Metropole erstmals ausgeschenkt. Die Rezeptur ist ein Familiengeheimnis. Die Herstellerfirma verrät nur so viel, dass 86 verschiedene Wurzeln, Kräuter, Gewürze und Früchte den einmaligen Geschmack des Aperitifs ausmachen.
Dass der rote Farbstoff aus Schildläusen gewonnen wird, mag zwar nicht appetitlich klingen, soll den Genuss aber nicht trüben. Klinisch denkenden Menschen sei gesagt, dass er mit der Formel E 120 bezeichnet wird. Doch der Genuss eines Campari lässt sich ohnehin nicht beschreiben, sondern nur erleben.
Der Klassiker ist der Campari Soda. In Italien gibts ihn sogar fertig gemischt in kleinen Fläschchen zu kaufen. Gern bestellt wird auch die Kombination mit Orangensaft oder Tonic. Wer sich in Italien als Insider outen will, bestellt übriges keinen Campari, sondern einen Bitter. Nie käme der Barkeeper auf die Idee, etwas Anderes als den roten Schluck aus Milano ins Glas zu füllen.