In Griechenland gibt es den Ouzo, in Frankreich Pernod und auch Italien hat ein Getränk auf Anisbasis: Sambuca. Bei dem gibt es allerdings eine Besonderheit. Er ist nur echt mit drei (!) Kaffeebohnen im Glas. Mit ihnen ist das Digestif dann “con la mosca”, was übersetzt “mit der Fliege” heißt.
Eine Legende besagt, dass eine ältere Italienierin vor Jahrhunderten den Sambuca das erste Mal brannte. Als sie ihn servierte, sammelten sich sofort drei Fliegen auf dem Glasrand, die durch die Süße des ebenfalls Süßholz enthaltenden Likörs angelockt worden waren. Das passierte ihr beim Servieren immer wieder.
Damit die “Fliegen” auch wirklich tot sind, wird der Sambuca flambiert. Allerdings ist dieses Zeremoniell vorrangig außerhalb Italiens üblich. Der Name leitet sich übrigens von den Sambuco genannten Schiffe der Araber ab, die im Mittelalter aus dem Orient neue Gewürze nach Italien brachten.