Mittwoch, 25. Juli 2007

imag00591viareggio.jpgNicht Bier, nein, Kaffee ist der Deutschen Lieblingsgetränk. Was liegt also näher als das braune Lebenselixier auch dort zu trinken, wo es richtig gut schmeckt, in Italien. Auch für die Italiener ist der Start in den Tag ohne einen Kaffee kaum vorstellbar. Das geschieht zumeist im Stehen in einer Bar mit einem schnell verspeisten Hörnchen. Das hat nicht nur etwas mit Tempo zu tun, so spart man sich auch das Bedienungsgeld.

Kaffee bedeutet in Italien nicht nur Genuss, sondern auch Kultur. Der Cappuccino ist das klassische Frühstücksgetränk und wird natürlich mit Milch zubereitet. Am nachmittäglichen Cappuccino mit Sahnehäubchen erkennt man den Touristen aus Deutschland.

Espresso heißt im Land des Dolce Vita schlicht Caffè. Durch die längere Röstung der Bohnen und die spezielle Zubereitungsart enthält er weniger Säuren und Bitterstoffe als sein deutsches Pendant, ist also auch verträglicher. Was in Deutschland abschätzig in der Redewendung kalter Kaffee genannt wird, heißt Caffè freddo und ist an heißen Tagen, je nach Geschmack auch mit Eiswürfeln, ein beliebtes Getränk.

Latte macchiato ist zwar durchaus italienischen Ursprungs, dort aber ein Kindergetränk, das den Bambini ermöglichen sollte, wie die Erwachsenen Kaffee zu trinken. Ganz und gar nicht ist es ein Szenegetränk. Und wer ganz cool einen Latte bestellt, muss sich nicht wundern, wenn der Kellner ein Glas Milch bringt.

Einen weiteren – dem Namen nach vermeintlich italienischen – Trend gibt es gar nicht: Caffè Crema. Durch seine Zubereitungsart hat der Espresso immer ein goldbraunes Schaumhäubchen. Wer also in Italien einen Caffè Crema bestellt, könnte in Deutschland auch gleich ein Bier Schaumkrone ordern.

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