Mittwoch, 12. September 2007

12.jpgMeinen ersten Dufflecoat hatte ich als Grundschüler. War ganz schick, dunkelblau und schön warm. Dann aber sah ich auf dem Schulhof, dass auch meine Lehrerin einen solchen Mantel trug. Ich als Junge in einem Frauenmantel? Fortan war er nicht mehr mein liebstes Stück. Mittlerweile habe ich dieses Trauma überwunden und überlege mir, für die Herbstsaison den zweiten Dufflecoat meines Lebens zu kaufen. Da trifft sich ganz gut, dass der wieder absolut in ist und mit Damenbekleidung hat er ursprünglich auch gar nichts zu tun.

Ursprünglich entworfen wurde der dreiviertellange Mantel aus schwerem Wollstoff mit den charakteristischen Knebelverschlüssen aus Holz oder Plastik für die Königliche Britische Marine. Die aufgesetzten Taschen und vor allem die Kapuze sind weitere unverkennbare Merkmale. Seinen Namen hat er von dem Stoff aus dem er besteht, der sich wiederum von der belgischen Stadt Duffel abgeleitet.

Einer seiner bekanntesten Träger war der britische Feldmarschall Montgomery, der unter anderem die Bodentruppen nach der Landung in der Normandie befehligte. Im Niederländischen wird das Kleidungsstück daher auch Montycoat genannt. Besonders populär ist er in England und Frankreich, wo ihn schon Jean Paul Sartre trug.

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