Sonntag, 12. August 2007

img_2176.jpgWer in England ist, wird an einer traditionellen Institution nicht vorbeikommen: dem Pub. Um es vorwegzunehmen, es darf sowohl der als auch das Pub gesagt werden. Aber das nur nebenbei. Wie bei so vielen Dingen, die in diesem Blog beschrieben werden, kamen die Erfinder aus einem ganz anderen Land. Die Public Houses gehen nämlich auf die römischen Besatzer der Antike zurück. Sie siedelten Gasthäuser an den Knotenpunkten des von ihnen errichteten Straßennetzes an.

Pubs haben mit deutschen Kneipen wenig gemein. Das fängt schon bei der Einrichtung an, bei der Holz und Teppichböden dominieren, was den Eindruck eines gemütlichen Wohnzimmers mit Theke erweckt. Dort werden die Getränke bestellt, abgeholt und auch gleich bezahlt. In England wird man übrigens nicht schief angesehen, wenn man ein einzelnes Pint mit Kreditkarte bezahlt. Wegen des begrenzten Sitzplatzangebots ist die Theke auch der Sammelpunkt für die meisten Pubgäste.

In Pubs wird nicht nur getrunken und geklönt, sondern kann auch gegessen werden. Zu den probierenswerten Standards des Bar Foods gehören kalte und warme Sandwiches, zu denen oft eine Suppe gegessen wird, und verschiedene Variationen von Pasteten (Pies).

Die Uhr sitzt den Barflys übrigens nicht mehr so im Nacken wie früher. Die Sperrstunde um 23 Uhr, die mit dem Ruf “Last order” eine Viertelstunde vorher angekündigt wurde, ist vor allem in den Großstädten Geschichte.  Dort haben die Pubs oftmals bis 2 Uhr geöffnet. Geschichte sind damit auch die Panikbestellungen, die dann in der letzten Viertelstunde hastig heruntergeschüttet wurden.

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