Sonntag, 16. September 2007

brioche.jpgOb Marie Antoinette ihretwegen den Kopf lassen musste, bleibt fraglich. Sie soll jedenfalls auf die Lebensmittelknappheit der Armen mit dem Satz “Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Brioche essen” reagiert haben. Auch ohne Marie Antoinette und Brotmangel ist die Brioche heute in Frankreich nach wie vor populär. Zum Frühstück gehört sie einfach dazu.

Das kleine duftende goldbraune Hefegebäck wird im Deutschen teilweise auch als Apostelkuchen bezeichnet, was den vermeintlichen Antoinette-Satz in der Übersetzung noch perfider erscheinen lässt. Der Hefeteig ethält sehr viel Butter und Eier und ist nur schwach gesüßt. So erinnert die Brioche eher an ein schweres Brötchen als an Kuchen. Kennzeichend sind der geriffelte Kragen und der glatte Kopf.

Der Name leitet sich vom Französischen “broyer” für “kneten” ab. Und das muss der Teig auch kräftig und mehrfach. Vor dem Backen wird er drei Mal gehen gelassen. In Frankreich werden Brioches bei allen wichtigen Festen und Anlässen gereicht. Manchmal verbirgt sich unter dem Kopf dann auch eine Füllung, etwa Früchte oder Pilze.

Einen Kommentar schreiben