Dienstag, 4. September 2007

pfannkuchen2.jpgWer hat denn schon einmal versucht, einen Crêpe zu Hause zuzubereiten? Wann immer ich es probiert habe, ist dabei nur ein schnöder Eierkuchen (da outet sich der Berliner) oder halt Pfannkuchen draus geworden. So musste ich wohl oder übel auf den nächsten Jahrmarkt oder Frankreichurlaub warten, denn nur dort werden Crêpes so dünn wie Schallplatten. Der Vergleich ist nicht von mir. Amélie Poulain dachte als sie noch ein Kind in ihrer fabelhaften Welt war, dass die schwarzen Scheiben tatsächlich wie Crêpes hergestellt würden.

Der Crêpe ist eine bretonische Erfindung. Sie ist als die süße Weiterentwicklung der dort beliebten Galettes anzusehen. Sie werden aus den Resten einer Buchweizensuppe zubereitet, die mit herzhaften Zutaten belegt und dann auf einem flachen heißen Stein, der auf bretonisch Galet heißt, gebacken.

Als vor etwa 100 Jahren das bis dahin luxuriöse Weizenmehl preiswerter wurde, begann der Siegeszug der dünnen runden Kuchen. Eines der bekanntesten Rezepte ist wohl Crêpe Suzette, bei dem der Crêpe mit einer flambierten Orangen-Grand-Marnier-Sauce zubereitet wird.

Die Legende besagt, dass dieses Rezept durch ein Missgeschick entstand. Als Henri Carpentier 1895 im Café de Paris in Monte Carlo das Dessert für den künftigen englischen König Edward VII. zubereitete fing die Sauce versehentlich Feuer. Spontane Namensgeberin wurde die Tochter eines der Begleiter des damaligen Prinzen von Wales: Suzette.

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