Dass der Einwegkugelschreiber ausgerechnet aus dem Land der Philosophen und Literaten, die in einer Mansardenwohnung ihre Gedanken mit spitzer Feder zu Papier brachten, stammt, mag überraschen. 1950 brachte der Franzose Marcel Bich das von ihm entwickelte Schreibgerät auf den Markt. Der nach ihm benannte Bic ist der weltweit am meisten verkaufte Kugelschreiber.
Vorläufer hatte es zahlreiche gegeben. Doch entweder waren sie zu teuer – der amerikanische Reynolds’ Rocket kostete in den 40er Jahren eineinhalb Mal so viel wie eine Füllfeder – oder sie klecksten. Erst Bich fand die richtige Kombination zwischen Preis und Qualität. Schon in den 50er Jahren expandierte er nach Brasilien, Afrika und den Nahen Osten. Bic kaufte die amerikanische Pen Waterman Company. Heute ist Milford, Connecticut der Sitz der Unternehmenszentrale.
Ähnlich erfolgreich wie bei den Kugelschreibern betätigt sich die Firma auf dem Markt der Einwegfeuerzeuge und -rasierer. Ein Flop hingegen war das Parfum. Jour und Nuit für die Dame, ein Herrenduft und eine Sportkreation waren unter der Firmenprämisse gute Qualität zu einem erschwinglichen Preis anzubieten 1988 auf den Markt gekommen. Doch in Europa, Nordamerika, Afrika und dem Nahen Osten fanden sich nicht genügend Spürnasen. Die Produktion wurde 1991 eingestellt.