Dienstag, 17. Juli 2007

sommer04-f-577.jpgEs ist ein Bild, das zum sonntäglichen Frankreich gehört wie für die meisten der Gottesdienstbesuch: lange Schlangen vor den Boulangeries, den Bäckereien. Aber nicht wie in Deutschland, wo für die nachmittägliche Kaffeerunde die Leckereien besorgt werden, verlassen die Kunden den Laden mit allerlei Kuchen, sondern mit Baguette. Und zwar mit Unmengen davon.

Baguette ist in Frankreich so etwas wie ein Grundnahrungsmittel. Es liegt auf dem Frühstückstisch, gehört zum Mitagessen, entweder belegt oder als Ergänzung zur Suppe, und auch beim Diner darf es nicht fehlen. Kein Wunder also, dass am Dimanche wahre Hamsterkäufe vor sich gehen, zumal viele Bäckereien am Montag auch geschlossen haben. Wahres Kopfschütteln mögen die Kaufgewohnheiten bei deutschen Baguettefreunden auslösen, da die meisten Stangenbrote hierzulande, anders als in Frankreich, spätestens am nächsten Morgen knüppelhart sind.

Übrigens haben die Franzosen genauso wie das Croissant, das in Wien kreiert wurde, auch ihr geliebtes Weißbrot einem Österreicher zu verdanken, der nach dem Wiener Kongress ausgewandert war. Andere Quellen besagen zwar, dass ein Pole das Baguette in Frankreich empfand, aber so wäre die Geschichte nicht ganz so schön.

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