Montag, 29. Oktober 2007

detmold.jpgAuf 90 Hektar Fläche steht mit über 100 historischen Gebäuden mit Gärten, Feldern und Wiesen in der Nähe von Detmold Deutschlands größtes Freilichtmuseum. Am 31. Oktober endet dort die Saison 2007. Aber auch wer es nicht schafft, sich so spontan ins Lipper Land aufzumachen, kann dem Museum trotzdem noch in diesem Jahr einen Besuch abstatten. Vom 7. bis 9. Dezembe findet dort der Museumsadvent statt.

Die Idee, ländliche Haus- und Wohnformen in Freilichtmuseen zu zeigen, ist in Europa etwa 100 Jahre alt. In Skandinavien entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Museen. 1960 fiel der Gründungsbeschluss für das Westfälische Freilichtmuseum Detmold, elf Jahre später wurde es eröffnet. Die Besucher begegnen vollständig eingerichteten Baugruppen. Sie zeigen beispielhaft die landschaftlichen, zeitlichen, sozialen und bauhistorischen Unterschiede im Bauen, Wohnen und Wirtschaften in der Region.

So gibt es beispielsweise für das Münsterland Einzelhöfe, für das Paderborner Land eine Dorfanlage und für das Sauerland ein Kleindorf. Soziale Unterschiede zeigen sich im Aufbau der Groß- und Kleinbauernhöfe, durch Gutshof und Landarbeiterwohnung sowie an ländlichen Bürgerhäusern. Funktionsbauten wie Schule, Spritzenhaus und Fotoatelier spiegeln das Alltagsleben wider.

Und all das kann in besonderer Atmosphäre beim Museumsadvent entdeckt werden. In diesem Jahr steht er unter dem Motto “Weihnachtsbäume” und wird entsprechend viel Neues zu dem Thema zu bieten haben. Programm, Illumination, Kunsthandwerk und Gastronomie werden hingegen an die bisherugen Adventstraditionen des Freilichtmuseums anknüpfen.

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