Samstag, 13. Oktober 2007

zweite_kranichformation_pa072570_7_187432.jpgEinen Kranich trompeten zu hören, ist eindrucksvoll. 1000 Kraniche zu hören isr unvergesslich. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft halten sich im Herbst bis zu 45.000 Kraniche gleichzeitig auf. Sie sind auf dem Zug. An ihren Brutplätzen in Skandinavien und Nordosteuropa können sie sich keine Reserven anfressen, sie würden zu schwer. So nutzen sie die ungestörten großen Rastplätze im Nationalpark zum Auftanken.

Vor allem in den großen Flachwasserzonen um die Insel Bock und in der Udarser Wiek bei der Insel Ummanz können die Vögel sehr gut beobachtet werden. Auch auf der Insel Kirr rasten regelmäßig einige tausend Kraniche. An all diesen Orten gibt es spezielle Beobachtungsplattformen. Dort stehen zumeist auch Mitarbeter der Nationalparkwacht als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Bereits vor der Zeit Karls des Großen wurden Kraniche als Wachtiere gehalten, die mit lautem Trompeten vor Raubwild oder Greifvögeln warnten. Sie leben in Dauerehe. Nach dem Verlust des Partners sucht das Alttier oft wochenlang nach seinem Gefährten. Auf dem Zug können Strecken bis zu 2000 Kilometern in einer Geschwindigkeit von maximal 100 Stundenkilometern bei Rückenwind zurückgelegt werden. Und eine dieser Routen führt eben Jahr für Jahr durch den Nationalpark.

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