Sonntag, 28. Oktober 2007

nikolaus_27gross.jpgWer sagt denn, dass Museen immer einen leicht angestaubten Charakter haben müssen? Das Schokoladenmuseum in Köln ist jedenfalls ganz anders. Vor 14 Jahren wurde auf der Rheinauhalbinsel das erste und in dieser Form einzigartige Museum der Welt eröffnet. Seitdem haben sich mehr als fünf Millionen Gäste aus aller Welt in das süße Geheimnis der Schokolade einweihen lassen. Auf 4000 Quadratmetern können die Besucher die Ausstellung nicht nur sehen, sondern auch fühlen, riechen und sogar schmecken.

Der Erlebnischarakter des Museums wurde durch eine außergewöhnliche Rauminszenierung noch mehr in den Vordergrund gerückt. Wände in stimmungsvollen Farben, verdunkelte Ausstellungsräume mit gezielt beleuchteten Objekten und Elemente, die mit der Neugier des Betrachters spielen, betonen die sinnlichen Aspekte des Ausstellungsthemas. Weitere Erlebniselemente sind das begehbare Tropenhaus, die Produktion und das Schoko-Kino.

Wer das Museum besucht, begibt sich auf eine Reise in die 3000-jährige Kulturgeschichte der Schokolade.  Die erste Etappe führt in die Heimat des Kakaos. Anbau und Ernte sind durch beeindruckende Fotos dokumentiert, noch anschaulcher sind die Kakaobäume und rund 60 weiteren Pfanzenarten. In der Produktion kann beobachtet werden, wie Tafelschokolade, Trüffel und Hohlfiguren entstehen.

An einem märchenhaften Schokoladenbrunnen darf dann genascht werden. Pro Jahr werden dort ewa 3000 Kilo Schokolade verteilt. Im Kultschokoladenladen dreht sich alles um 24 herausragende Produkte der Schokoladenindustrie – von Ritter Sport über das Überraschungsei bis zur Halloren Kugel. Einen Streifzug durch die Geschichte der Schokoladenwerbung im 20. Jahrhundert können die Besucher schließlich im Schoko-Kino des Museums unternehmen, in dem Werbespots von 1926 bis heute gezeigt werden.

Foto: Schokoladenmuseum Köln

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