Sonntag, 3. Februar 2008

rosenmontag.jpgDer 4. Februar ist Rosenmontag. Während es in vielen Gegenden Deutschlands höchstens Kopfschütteln verursacht, versetzt das närrische Treiben vor allem das Rheinland in einen Ausnahmezustand. Er ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber dennoch geben viele Arbeitgeber im Westen der Republik ihren Mitarbeitern frei, damit sie mit “Helau” und “Alaaf” Karneval feiern können.

Nachdem Napoleon nicht nur in Venedig, sondern auch im Rheinland den Karneval verboten hatte, sollte er nach dem Wiener Kongress 1815 reformiert werden. 1822 gründete sich ein Festkomitee in Köln, um sich der Sache anzunehmen. Dessen Hauptversammlung fand nach dem vierten Fastensonntag, also vier Wochen nach dem Karneval statt. Dieser Sonntag wurde auch Rosensonntag genannt, weil der Papst an ihm eine goldene Rose weihte und einer verdienten Persönlichkeit überreichte.

So wurde das Komitee auch Rosenmontagsgesellschaft genannt. Der erste Umzug fand 1823 in Köln statt, von wo sich der Brauch ausbreitete. Der erste Karnevalsumzug in Mainz fand 1838 statt, wurde damals noch Maskenzug genannt. In Damme im Landkreis Vechta wird der Rosenmontag schon eine Woche früher gefeiert. Dies geht auf eine Anweisung des Bistums Münster zurück, die vorsah, dass an den beiden Tagen vor Aschermittwoch gebetet und nicht gefeiert wird.

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