Donnerstag, 15. Mai 2008

kruseMan muss nicht selbst eine besessen haben, aber wohl jedem ist die Käthe-Kruse-Puppe ein Begriff. Anfang des 20. Jahrhunderts stellte die Künstlerin Puppen her, die ihren eigenen Töchtern nachempfunden waren, und durch ihre einzigartige Natürlichkeit schnell Anhänger in aller Welt fand.

Untrennbar mit ihr ist der Ort Bad Kösen in Sachsen-Anhalt verbunden, wo sie ihre Puppenwerkstätten von 1912 bis 1950 führte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bad Kösen sowjetische Besatzungs-zone. 1950 flüchtete Käthe Kruse aus der DDR nach Donauwörth. Dort hält auch heute noch ein Museum die Erinnerung an ihr Schaffen wach.

Die meisten Mitarbeiter konnten Kösen allerdings nicht verlassen und fertigten unter Treuhandverwaltung Puppen in der Tradition von Käthe Kruse. 1953, nach Umwandlung in einen volkseigenen Betrieb, hieß die Manufaktur VEB Puppenwerkstätten Bad Kösen und die Puppen erhielten fortan die Bezeichnung “Kösener Künstlerpuppen”.

Dieser Zeit bis zur Wende ist eine Sonderausstellung mit dem Titel “Käthe Kruse in der Ostzone” gewidmet. Neben Kösener Künstlerpuppen im Stil von Käthe Kruse sind Fotos und Originalkataloge, Plüschtiere, Spielwaren aus “Plaste” sowie Modellautos aus der DDR im Museum zu sehen. Für die Zeit nach der Wende stehen Spielzeugtiere aus der heutigen Kösener Spielzeug Manufaktur.

Foto: Stadt Donauwörth

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