Freitag, 28. September 2007

dsc02402.jpgAnlässlich des 150. Geburtstages des französischen Fotografen Eugène Atget zeigt der Martin-Gropius-Bau Berlin eine große Retrospektive seiner Arbeiten. Die Ausstellung wurde von der Bibliothèque nationale de France zusammengestellt. Aus dem großen Fundus wurden 350 Werke ausgewählt.

Atget hat wie kein anderer Fotograf zwischen 1897 und 1927 das Alte Paris mit der Kamera festgehalten. Seine Aufnahmen zeigen die Stadt in ihren unterschiedlichen Facetten: enge Gassen und Höfe im historischen Zntrum, prächtige Paläste aus der Zeit vor der Revolution, Brücken und Kais am Ufer der Seine, aber auch Geschäfte mit ihren Auslagen in den Schaufenstern. Er fotografierte Treppenhäuser und architektonische Details an den Fassaden, nahm auch Interieurs Pariser Wohnungen auf.

Sein Interesse galt aber auch der Umgebung der französischen Hauptstadt. Es entstanden zeitlos wirkende Aufnahmen von den Parks von Versailles, Saint-Cloud und Sceaux. Er fotografierte Straßenhändler, Lumpensammler, Gewerbetreibende, Prostituierte. Seine 20 Kilogramm schwere Ausrüstung trug er ständig bei sich und so entstand ein einmaliger Motivreichtum.

Die Ausstellung umfasst sieben Kapitel. Ein besonderer Höhepunkt sind die von Atget selbst zusammengestellten Alben zu verschiedenen Themen wie Wohnungen, Schaufenster und Befestigungsanlagen. Sie ist bis zum 6. Januar 2008 zu sehen.

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