Mittwoch, 3. Oktober 2007

wanetschka_0041_149002.jpgWenn das Jahr an der Schwelle zur dunklen Jahreszeit steht, beginnen Bremens schillerndste Tage. Vom 19. Oktober bis zum 4. November steht die Stadt an der Weser Kopf und wird zu Deutschlands Hochburg der guten Laune und langen Nächte. Dann steigt dort nämlich wieder der Bremer Freimarkt, das größte Volksfest im Norden, und es heißt: Ischa Freimaak!

Jährich kommen Millionen Menschen, um sich an dem Ereignis der Superlative zu berauschen. Die Bremer sind auch überzeugt davon, dass sich keiner so gut aufs Feiern versteht wie die Hansestadt an der Weser. Fest steht, dass die Stadt bereits seit dem Jahr 1035 die Marktgerechtigkeit zelebriert und damit über die längste Volksfest-Tradition in Deutschland verfügt.

Auf der Bürgerweide sorgen 320 Schausteller auf 100.000 Quadratmetern mit ihren Fahrgeschäften für Unterhaltung. Mit dabei sind auch Attraktionen der neuesten High-Tech-Generation. Wer es beschaulicher mag, bummelt über den kleinen Freimarkt auf dem Marktplatz. Dort erwartet die Besucher ein Fest der Sinne mit dampfendem Schmalzgebäck, duftenden Mandeln und würziger Lakritze.

Die Reise in die Vergangenheit ist nur ein Gang um die Ecke. Zwischen den historischen Mauern von Rathaus und Liebfrauenkirche beginnt das Mittelalter im Marktdörflein von 1382. Händler bieten ihre Waren feil, an offenen Feuerstellen zeigen Schmiede, Glasbläser und Steinmetze ihr Handwerk, während Gaukler und Sänger von den alten Zeiten des Freimarkts berichten.

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