Noch bis zum kommenden Sonntag, 11. November, wird im brandenburgischen Neuruppin der traditionelle Martinimarkt gefeiert. Und Tradition ist dabei nicht nur ein Etikett des Tourismusmarketings. Es ist bereits der 352. Martinimarkt, dessen Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen.
Natürlich ist er nicht nach dem Getränk benannt, das unter anderem Dean Martin sehr zu schätzen wusste, sondern nach dem Heiligen Martin. Der Barmherzige wird vor allem wegen seines Herzens für die Armen verehrt, am 11. November ist sein Tag. Der Brauch der Martinsgans rührt daher, dass sich Martin in einem Gänsestall versteckte, als er 371 in Tours zum Bischof ernannt werden sollte. Das Geschnatter verriet ihn aber und so musste er die Ehre annehmen, derer er sich nicht würdig fühlte.
Zum Jubiläumsmarkt vor zwei Jahren kamen 150.000 Besucher. Mögen es diesmal nicht ganz so viele sein, 100.000 werden es auf jeden Fall. Und die können sich wieder auf ein vielfältiges Angebot beim größten Herbstfest Brandenburgs freuen. Rund 90 Schausteller haben dort ihre Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut, zudem sorgen 30 Gastronomen für das leibliche Wohl auf dem Martinimarkt.