Deutschlands größte und möglicherweise schönste Tropfsteinhöhle liegt im südlichen Sauerland. Mehr als 40 Millionen Besucher aus aller Welt haben sich von der Atta-Höhle schon in ihren Bann ziehen lassen. Hunderttausende steigen jährlich durch den 80 Meter langen Zugangsstollen hinunter in die farbenprächtige Welt von Stalagtiten, Stalagmiten und Stalagmaten.
Eine knappe Dreiviertelstunde dauert die Führung durch die leicht begehbare Höhle. Dort herrscht das ganze Jahr über eine Temperatur von 9 Grad Celsius, egal wie das Wetter oben ist. Ihre Gesamtlänge misst 6670 Meter, für die Öffentlichkeit sind knapp zwei Kilometer zugänglich. Höhlenforscher entdeckten 1986 einen weiteren, bis dahin völlig unbekannten Teil der Atta-Höhle. Für Besucher ist der Zugang zum 5000 Meter langen Labyrinth allerdings nicht möglich.
Die Entdeckung der Höhle selbst war vor 100 Jahren ein reiner Zufall. Steinbrucharbeiter der Biggetaler Kalkwerke legten bei Sprengarbeiten einen Felsspalt frei. Sie krochen hinein und was sie entdeckten, verschlug ihnen die Sprache. Sie hatten den Eingang zu einem der größten Naturwunder der Erde geschaffen. Die Höhle ist übrigens nach Atta, der Fürstin Atta benannt, die auch der Stadt Attendorn ihren Namen gab.