In Südeuropa sind sie unvorstellbar. An den deutschen Seeküsten gehören sie aber einfach dazu: Strandkörbe. Sie schützen vor Sonne, Wind, Regen und umherfliegendem Sand. Erfunden wurde das Sitzmöbel aus Korbgeflecht vor 125 Jahren von dem Rostocker Hof-Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann.
Die rheumakranke Elfriede von Maltzahn hatte sich eine Sitzgelegenheit für den Strand von Warnemünde gewünscht. Der Prototyp hieß noch Strandstuhl, bereits 1883 gab es die erste Strandkorbvermietung. Die damaligen Einsitzer verbreiteten sich schnell an anderen Küstenorten Norddeutschlands. Um 1897 wurde die heute bekannte Mechanik eingeführt, mit der sich der Korb nach hinten klappen lässt.
Heutzutage ist der Strandkorb zumeist ein Zweisitzer, der durch die Kippmöglichkeiten als Sitz- und Liegegelegenheit dient. Mit Polsterung, Armlehnen, ausziehbaren Fußbänken, Klapptischen und Schattenmarkisen bietet er einen gewissen Komfort. Die Geflechte sind entweder aus Kunststoff, Naturrohr oder Rattan.
Strandkörbe sind zwar nur an Ost- und Nordsee üblich, doch seit dem G8 in Heiligendamm in diesem Sommer sind sie wohl in aller Welt bekannt. Sonderanfertigungen für Hunde oder Kinder waren schon vorher bekannt, für den Gipfel wurde aber ein ganz besonderes Modell hergestellt. Alle acht Regierungschefs hatten in dem zwei Meter hohen und sechs Meter langen Super-Korb Platz. Und wie man auf dem dabei geschossenen “Familienfoto” sehen kann, hatten sie genauso viel Spaß wie ein Urlauber auf Sylt oder Rügen.
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irgendwer, am Dienstag, 31. Juli 2007 um 11:00 Uhr
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