Sonntag, 20. Juli 2008

mittelrheinOb Burgen und Schlösser, malerische Städte, unberührte Natur, idyllische Flussabschnitte am Rhein oder imposante Überreste des Vulkanismus in der Osteifel, die Region bietet eine Menge an reizvollen Abschnitten und interessanten Sehenswürdigkeiten, deren Besuch einen Abstecher von der Strecke lohnt. Da das Mittelrheintal über Jahrhunderte eine wichtige Handelsroute darstellte, war es schon immer Schmelztiegel verschiedener Kulturen. So begegnen dem Besucher heute auf Schritt und Tritt interessante Zeitzeugen der Vergangenheit, von den Römern über die Zeit des Mittelalters und der Preußen bis hin zum 20. Jahrhundert.

Entdeckt wurde der Mittelrhein als Reiseziel im 19. Jahrhundert. Die ersten Dampfschiffe kamen 1816 aus England und läuteten eine neue Ära im Tourismus ein. Zehn Jahre später nahm die erste deutsche Schifffahrtsgesellschaft ihren Linienbetrieb zwischen Köln und Mainz auf. Und schon 1856 konnte man stolz die erste Million verkaufter Billette vermelden, und damit statistisch nachgewiesenen “Massentourismus” im Rheintal.

Die Attraktionen von damals ziehen noch heute: das Tal mit seinen Felsen, bewaldeten Hängen, Weinterrassen, Burgen und mittelalterlichen Städtchen. Der berühmte rheinische Frohsinn und die Freude an Geselligkeit sorgen für volle Fest- und Veranstaltungskalender. Vom Karneval über mittelalterliche Spektakel, Märkte in jeder Form und bis in den tiefen Herbst hinein die Wein- und Winzerfeste, Feiern ist ein rheinisches Grundbedürfnis.

Und es gibt noch mehr zu entdecken am Mittelrhein. Das 65 km lange Unesco-Welterbe “Oberes Mittelrheintal” zwischen Bingen und Koblenz, ein Spaziergang durch die Altstadt-Gassen der über 2000-jährigen Stadt Koblenz als lebendige Geschichtsstunde der besonderen Art oder auch der “Romantische Rhein” zwischen Koblenz und Remagen, an dem für Abwechslung gesorgt ist, ob man das Siebengebirge oder Weinorte wie Unkel, Linz oder Leutesdorf besucht.

Einen Kommentar schreiben