Freitag, 18. April 2008

tulpen.jpgAm Wochenende des 19. und 20. April verwandelt sich das Holländische Viertel zwischen Mittel- und Benkertstraße wieder in ein Meer von Blüten. Dann feiert Potsdam schon zum 13. Mal das traditionelle Tulpenfest, zu dem auch über 100 holländische Gäste erwartet werden. 20 Gewerke stellen ihr Handwerk vor, vom Holzschuhmacher, der die berühmten Klompen herstellt, über Weber bis hin zum Kerzenzieher.

Und natürlich kann man Tulpen bestaunen und kaufen. Musik- und Tanzgruppen sowie Akteure, die in holländischen Trachten durch die Straßen ziehen, sorgen für Unterhaltung. Das Potsdamer Tulpenfest ist noch immer das einzige seiner Art in Deutschland. Veranstalter ist der Förderverein zur Pflege niederländischer Kultur in Potsdam.

Der Verein hatte 1993 die Idee für ein Tulpenfest. Mit 35 holländischen Händlern fand 1996 das erste Fest in der Benkert- und Mittelstraße im Holländischen Viertel in Potsdam statt. Bereits nach einem Tag reichten die Eintrittskarten nicht mehr, so das die Weiße Flotte mit einer Banderole aushalf. Der Andrang war so unerwartet hoch, dass am Nachmittag des zweiten Tages die Tore einfach geöffnet wurden. Insgesamt 20.000 Besuche wurden damals gezählt.

Zwei Jahre später wurde eine rot-weiß geflammte Tulpe auf den Namen „Potsdam” getauft. Anlässlich des 50. Jubiläums des Keukenhofes fand vor dem 4. Tulpenfest im April 1999 eine Historische Tulpenrallye statt, die auch am Jan-Bouman-Haus, dem ersten für Immigranten im 18. Jahrhundert gebauten städtischen Haus, Halt machte. Benannt ist es nach dem Baumeister, unter dessen Leitung das Holländische Viertel entstand.

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